23.05.2018

SOZIALE KONTROLLE AM FLUGHAFEN


Flughafen Berlin-Schönefeld (SXF)

Ich hatte neulich schon im Vorbeifahren gesehen, wie sich ein Kollege aus dem Brandenburgischen seine Füße am Handwaschbecken wäscht. Die Toiletten für die Taxifahrer befinden sich in Containern, die so nah an der Straße stehen, dass dies möglich ist. Der Flughafen Berlin-Schönefeld weißt aber noch eine andere Besonderheit auf. Obwohl einige Meter hinter der Stadtgrenze, ist er ein Hauptstadtflughafen, von dem nahezu alle Fahrten nach Berlin reingehen, den Berliner Taxen aber nur anfahren dürfen, um Fahrgäste hinzubringen. Der Flughafen Berlin-Schönefeld dürfte damit der einzige Hauptstädtische Flughafen weltweit sein, an dem Hauptstädtische Taxen keine Fahrgäste aufnehmen dürfen, außer der Fahrgast hat eine bestellt. Doch zurück zu den rituellen Fußwaschungen am Handwaschbecken. Da es nur ein Handwaschbecken gibt, muss man seine Füße einzeln waschen. Das kann jeder überprüfen, der dort vorbei fährt, denn die Container-Toiletten sind, wie bereits erwähnt, von der Straße aus einsehbar. Gebetet, und das ist der Unterschied zum Flughafen Tegel, wird dann wieder zusammen (Foto), was auch die Kontrolle erleichtert. Denn, so urteilte der Berliner Senat zumindest noch im Jahre 2010: "Das islamische Ritualgebet hat Demonstrationscharakter und dient auch der sozialen Kontrolle."

Foto&Text TaxiBerlin

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