19.05.2018

RELIGION IST PRIVATSACHE! - WIRKLICH?


Flughafen Tegel (TXL)

Religion ist Privatsache - sagt man. Hier trifft das sogar zu, denn der große Parkplatz nur für Taxis und ihre Fahrer am Flughafen Tegel ist Privatgelände. Immer mehr auch ganz junge Kollegen beten dort regelmäßig gen Mekka. Da die äußerste südöstliche Ecke dafür nicht mehr ausreicht, wird seit einiger Zeit auch vor, neben und hinter den Taxen gebetet. Der dafür notwendigen Gebetsteppich wird im Taxi mitgeführt. Stehe ich mit meinem Taxi neben dem Kollegen, bin ich mir sich sicher, ob ich, jetzt mit offenem Fenster, während er betet, bei mir im Taxi laut Musik hören kann, und wenn ja: welche? Ich weiß auch nicht, wie es mit der kostenpflichtigen Toilette ist: Darf ich als Ungläubiger den Gläubigen darauf hinweisen, dass ich was gegen das Füße waschen im Handwaschbecken habe? Das regelmäßige Beten und auch die rituellen Waschungen sind Pflichten eines jeden gläubigen Moslems. Fünf Mal am Tag zu beten, geht auf Mohamed zurück, der seine Anhänger noch um sich scharte. Mohamed betete seinerzeit mit ihnen gemeinsam, um sich ihrer Gefolgschaft zu versichern. Gebetet wird heute, wie man sieht, auch einzeln. Die Kontrolle über den anderen Gläubigen ist, zumindest am Flughafen Tegel, geblieben. Jeder kann sehen: Betet der Kollege regelmäßig oder eben nicht.

Foto&Text TaxiBerlin

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