20.03.2018

TAXIBERLIN ALS UNGLÄUBIGER


Ich bin mir nicht sicher, ob das Geschehen vom letzten Dienstag, es war der 13. März 2018, wirklich wichtig ist. Noch unsicherer bin ich mir nur noch, ob ich darüber schreiben soll und auch darf. Um dies herauszufinden, tue ich es einfach. Ich stand als zweites Taxi an einer Halte irgendwo im Nirgendwo. Der Kollege vor mir war schon seit einiger Zeit mit potentiellen Fahrgästen in ein Gespräch vertieft, das, je länger es dauerte, umso lauter wurde. Offensichtlich wollten sie zu fünft bei dem Kollegen einsteigen, was aber nicht ging, wegen der gesetzlichen Obergrenze im Taxi. Zwei Taxis wollten sie nicht nehmen, worüber ich auch gar nicht unglücklich war, und auf ein Großraumtaxi wollten sie auch nicht warten. Ich hielt mich komplett heraus, da mir mein Gefühl sagte, dass das kein gutes Ende nehmen wird, und erwähnenswert ist auch nur der Abgang der Truppe. Der Wortführer schrie sehr laut genau folgendes: "Ist hier wie DDR, ich gehe nach Bayern, ihr Ungläubigen!" Wie gesagt, ich bin mir nicht sicher, ob das jetzt wirklich wichtig war. Nun war es das erste Mal, dass ich, wenngleich nur indirekt, als Ungläubiger bezeichnet wurde, und es war, wie gesagt, Dienstag der 13. März 2018 um 17:23 Uhr.

Text TaxiBerlin

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