28.03.2018

HANDELN UND PUTZEN MIT TAXIBERLIN


Am Alexanderplatz / früher Mitte / heute Neue Mitte

Der Taxifahrer-Kollege aus Tel Aviv in Israel hatte seine ganz eigenen Vorstellungen, was so eine Taxifahrt vom Alex zum Flughafen Tegel kosten soll. Das hätte auf der Hinfahrt zwanzig Euro gekostet, also kostet es auf der Rückfahrt genauso viel. Im Prinzip richtig, wenn die Fahrt vom Flughafen zum Alex auch wirklich nur zwanzig Euro kosten würde. Wenn er mit mir fahren will, und das wollte er, bezahlt er, was auf der Uhr steht. Also genau umgekehrt, wie ich es neulich in Neapel erlebt hatte, wo bezahlt wurde, was der Fahrer ansagte, ohne dass er das Taxameter je eingeschalten hätte. So gesehen war es Karma, dass der Kollege aus Tel Aviv, dem auch ich eine klare Ansage bezüglich des Fahrpreises machte, auch wenn diese ganz anders war als wie die von dem Kollegen in Neapel, sich für mich entschied. (Dass ich vor vielen Jahren auch schon mal in Israel war, wo es meiner Meinung nach die schönsten Frauen gibt, erzählte ich ihm erst auf der Fahrt nach Tegel.) Der Kollege aus Tel Aviv hätte sich auch für den Kollegen und seinen Mercedes hinter mir entscheiden können. Kaum saß er bei mir im Taxi, und noch bevor ich wenden konnte, um überhaupt mal Richtung Tegel fahren zu können, fing er an das Taxi zu putzen (Foto), was durchaus angezeigt war, was aber auch darauf hinwies, dass für ihn die Verhandlung über den Fahrpreis noch nicht vollständig abgeschlossen war. In dem Fall, das Taxameter war bereits einschaltet, muss man hart bleiben, dann gibt es zum Schluss nicht nur immerhin einen guten Euro Trinkgeld bei einem Fahrpreis von knapp fünfundzwanzig, sondern mit etwas Glück auch noch einen Bonus in Form eines Apfels und einer Flasche Mineralwasser hinzu.

PS: Hätte ich mich an der Strecke orientiert, für die der Kollege in Neapel zwanzig Euro aufgerufen hat, hätte ich für die Fahrt vom Alex zum Flughafen Tegel gut und gerne das doppelte aufrufen können.

Foto&Text TaxiBerlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen