15.02.2018

"ROSENÖL UND ANDERE FETTNÄPFCHEN"


Thomas Frahm und Taxi Berlin in Sofia (Bulgarien)

"Bulgarisches Rosenöl und andere Fettnäpfchen" ist der vollständige Titel der Lesung, die ich zusammen mit dem wirklich großen (sic!) Bulgarienkenner, Autor und Übersetzer Thomas Frahm wieder in Form eines Zwiegesprächs abhalten werden. "Wieder" deswegen, weil wir bereits im Vorjahr auf Lesereise in Berlin und Umgebung unterwegs waren. Diesmal wird es aber nur einen Termin geben, und zwar genau in der Location, die in unserem Ranking als Zwiesprache Haltende am Besten abgeschnitten hat. Das war komischer- und vor allem auch unerwarteterweise der Prenzlauer Berg, ganz genau genommen das Bötzowviertel. (Wer hätte das gedacht?!?) Bei der Lesung wird es aber nicht um das Bötzowviertel, sondern um Bulgarien gehen, wo Thomas die letzten Jahre gelebt hat, und wo ich mich jedes Jahr für mehrere Monate vom Taxifahren in Berlin und von meinen Fahrgästen erhole.

Thomas wird erstmals aus seinem "Bote aus Bulgarien" lesen, der just an diesem Tag erscheint. Der "Bote aus Bulgarien" ist Thomas sein erster Roman zu dem Thema "Ein Deutscher in Bulgarien", mit dem er sich bereits in seinen gesammelten Essays "Die beiden Hälften der Walnuss" auseinandersetzt. Nun werden die Abenteuer vom Ruhrpott-Sprößling Georg nachgeliefert, der nach Bulgarien geht auf der Suche einer Geschichte, die er sein Leben nennen und bejahen könnte.

Bereits vor vielen Jahren begab sich Aleko Konstantinows "Bai Ganju", bis heute der bekannteste literarische "Held" Bulgariens, mit einem Quersack voller Rosenöl in die Gegenrichtung. Wer den Kaffee nach Wien brachte, das wissen die meisten noch. Aber wer schaffte das Rosenöl, das einst wertvoller war als Gold, bis nach Dresden? Und woher kommt die Idee der "Russendisco"? Natürlich aus Bulgarien! Oder genauer gesagt: Von "Bai Ganju"! Was, du glaubst mir nicht? Dann wird es höchste Zeit, dass du deine Wissenslücken schließt!

Dazu musst du nur ins Bötzowviertel im Prenzlauer Berg kommen. Dort begibst du dich in die Esmarchstr. 18. Pünktlich um 20 Uhr. (Nicht Viertel nach, ist nicht die Uni!) Und zwar am 1. März. In die Räumlichkeiten von Pro Kiez Bötzowviertel. Der Eintritt ist frei.

Foto&Text TaxiBerlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen