31.12.2017

VERTRAUE DEINEM INSTINKT


Mein Vorsatz

Das sind nicht die wiedererstandenen Twin Towers von New York, sondern zwei professionelle Kotztüten, die ich mir, nachdem ich mir den Film "Fikkefuchs", von dem die Süddeutsche sagt, dass er "ein Knaller" ist, im Kino angesehen habe, zugelegt habe, und von denen ich hoffe, dass sie auch in der Silvesternacht nicht zum Einsatz kommen. Doch zurück zum Film "Fikkefuchs", wo nicht nur attraktive Blondinen mit "Du dumme Nuss" angesprochen werden, übrigens völlig zurecht, sondern wo auch heftig ins Taxi gekotzt wird, und zwar hier in Berlin. Der Kollege, im Film natürlich ein Schauspieler, hat den richtigen Riecher. Er weiß, dass es einem seiner Fahrgäste nicht gut geht. Und er weiß auch, dass der ihm noch ins Taxi kotzen wird. Es gibt, davon bin ich überzeugt, so etwas wie "gefühltes Wissen", was man früher einfach nur Instinkt nannte. Ich weiß, heute herrscht das "offensichtliche Nichtwissen", aber das ist "ein weites Feld", zu dem auch schon alles gesagt ist, und zwar "Wer nichts weiß, muss alles glauben." Ob man Instinkt wiedererlernen kann, das weiß auch ich nicht. Ob ich ihn noch habe, wird sich schon in dieser Nacht zeigen, in die ich gleich, genauer gesagt kurz nach Mitternacht, mit dem Taxi starten werde. Wünsch mir Glück, ich wünsch es dir auch in 2018.

Foto&Text TaxiBerlin

NO PARTY WITHOUT WOMEN'S SAFETY AREA


UNVERBINDLICH ANSPRECHEN: DAME *
(Gilt nicht nur Silvester!)

Ein "Women's Safety Area" gehört heute zum Party machen dazu wie der Vertrag zum Geschlechtsverkehr, insbesondere in "Party Town", wie unsere schöne Stadt auch genannt wird. Das derzeit bekannteste "Women's Safety Area" befindet sich in unmittelbarer Nähe vom Brandenburger Tor, und zwar im Bereich der südlichen Ebertstraße am Platz des 18. März. Ich habe mir die "Anlaufstelle für belästigte Frauen" noch nicht selber angeschaut, man kommt auch seit Tage mit dem Auto gar nicht ran dort, sie muss sich aber irgendwie gegenüber der neuen US-Botschaft befinden, die von ihrem Dach aus unsere frühere Kanzlerin ausgehorcht hat wie früher vom Teufelsberg den gesamten Osten, aber das nur nebenbei. Übergriffe auf Frauen können offensichtlich auch die Amerikaner nicht verhindern. Und da komme ich in's Spiel: Ich werde heute Nacht als alter Frauenversteher praktisch um das "Women's Safety Area" kreisen, um eventuell belästigte Frauen möglichst schnell nach hause in Sicherheit (?) zu bringen. Mein kleiner Bauchladen wird ebenfalls geöffnet sein, der auch, das muss der Ehrlichkeit halber gesagt werden, einen "Vertrag über den Geschlechtsverkehr" nach schwedischem Modell bereithält. Ich bin mir nicht sicher, ob das jetzt ein Widerspruch ist. Immerhin verkneife ich mir an dieser Stelle "Kommt gut rein!" zu wünschen.

Foto&Text TaxiBerlin

30.12.2017

EINE TAXIFAHRT OHNE HANDY IST MÖGLICH



und auch ein Konzertbesuch

Kollege Robert Zimmermann hatte bereits, bevor er sich Bob Dylan nannte, in seinem Taxi Handys, die auf amerikanisch "cell phones" heißen, verboten, da gab es sie noch gar nicht. Heute verbietet er sie auf seinen Konzerten, wie dieser nette Herr zu berichten weiß. Ja, es ist wirklich möglich, einem Konzert zu lauschen, ohne dabei ein Handy vor der Nase zu haben und auch nicht das von irgendjemand anders. Aber nicht nur ein Konzertbesuch ist ohne Handy möglich, sondern auch eine Taxifahrt, was ich mir erlaube hinzuzufügen. Und, jetzt kommt das wichtigste, es ist nicht nur möglich, sondern sogar verboten sein Handy zu benutzen, und zwar bei mit im Taxi, das ganze ab sofort, genauer gesagt ab dem neuen Jahr. Ich kündige das nur jetzt schon mal an, damit dann später keiner überrascht ist.

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27.12.2017

HIER SPRICHT TAXIBERLIN # 20


2017

Morgen um 19Uhr ist es so weit, da bin ich wieder auf Sendung. In Berlin auf 88.4 MHz, in Potsdam auf 90.7 MHz und weltweit im Internet auf Pi-Radio. Es ist bereits die zwanzigste Show von "Hier spricht TaxiBerlin" und nicht die neunzehnte, wie es im Internet steht. Nicht alles, was im Internet steht, stimmt auch. Was stimmt, ist, dass wir morgen sowohl einen Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr wagen werden, als auch einen Ausblick auf 2018. Dieses Jahr hatten wir unter anderem den Autor und verhinderten Berliner Taxifahrer Ingo Schulze im Studio, mit dem ich über sein neuestes Buch "Peter Holtz" sprach. Am Telefon sprach ich mit Jochen Rausch und Hans-Joachim Maaz über ihre Bücher "Im Taxi" und "Das falsche Leben". (Das Interview mit letzterem kann man hier nachhören.) Im neuen Jahr werde ich mich unter anderem mit dem Thema "Trinkgeld" und "Handy im Taxi" beschäftigen. Musikalisch steht die Sendung morgen unter dem Motto: Die größten Ereignisse - das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden, was auf englisch heißt: Sometimes the silence can be like thunder. - Don't miss it!

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26.12.2017

"VATER, WARUM HAST DU MICH VERLASSEN?"


Wider der unbefleckten Empfängnis

Im Moment habe ich viel Zeit im Taxi. Das war früher zu Weihnachten noch anders. Warum das früher anders war, darüber habe ich mir schon viele Gedanken gemacht, weswegen ich jetzt Zeit habe, darüber nachzudenken, was uns antreibt, alle Jahre wieder unterm Weihnachtsbaum zu sitzen. Da gab es diese Jungfrau, die schwanger ward. Oder war sie fremd gegangen? Wer weiß das schon so genau. Was wir wissen, ist, dass ein Kind geboren wurde, dessen Vater gar nicht der Vater war. Aber was machen Kinder, die keinen richtigen Vater haben? Genau, sie suchen ihn. Und was fragen sie sich ständig? Vermutlich: Vater, warum hast du mich verlassen?

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25.12.2017

"OH, ES RIECHT GUT!"


Compliment Competition

Das sagte ein Fahrgast, kaum dass sie bei mir im Taxi saß und noch bevor sie das Fahrziel genannt hatte. Nachdem das klar war, konnten wir uns wieder dem Geruch in meinem Taxi zuwenden. Natürlich wollte ich wissen, was denn da so gut riechen würde ihrer Meinung nach. Einen Duftbaum oder irgendwelche anderen künstlichen "Luftverbesserer" gibt es bei mir im Taxi nicht. Also, was war es, was da so angenehm roch? Und vor allem, wonach? Es würde irgendwie nach Zitrone riechen, meinte mein Fahrgast, und da ich, was sie mir glaubte, keine Chemie benutze, könne nur ich es sein, der da so gut riecht. Das hatte ich noch nie gehört, zumindest nicht in meinem Taxi. Bisher war das größte Kompliment dort "Endlich gute Musik!". Ab sofort ist es "Oh, es riecht gut!" von heute. - Frohe Weihnachten!

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24.12.2017

TAXIBERLIN ALS WEIHNACHTSMANN



Obwohl in Berlin wie alle Jahre "an Weihnachten" viele "nach hause" gefahren und gestern auch noch die, die da sind, alle gelaufen sind, weil mit zehn Grad Celsius gefühlt der Frühling Einzug gehalten hat, rollt bei mir gerade richtig der Rubel. Natürlich willst du wissen woran das liegt, wenn es doch keine Fahrgäste in der Stadt gibt, und ich will es dir verraten. Es liegt an meinem kleinen Bauchladen, den ich neulich in meinem Taxi eröffnet habe. Alleine gestern habe ich 15 Bücher, 17 CDs, 13 DVDs und 51 Postkarten verkauft. Heute wird es mit Sicherheit noch mal viel mehr werden, obwohl ich da gar nicht fahren wollte. Vielleicht stelle ich mich auch nur irgendwo hin, zum Beispiel am Ostbahnhof, wo alle Leute vorbei müssen, die immer noch keine Geschenke für ihre Liebsten haben. Dann wird aus meinem kleinen mobilen Bauchladen zwar ein schnöder immobiler Kiosk, aber was tut der Mensch nicht alles seinen Nächsten zuliebe.

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22.12.2017

WAS INSPEKTOR COLUMBO FRAGEN WÜRDE




Die wenigsten kennen ihn heute noch: Peter Falk alias Inspektor Columbo. Das war der, der immer wieder zum Tatort zurückkam und blöde Fragen stellte. Peter Falk hat auch im "Himmel über Berlin" von Wim Wenders mitgespielt, allerdings weniger als Inspektor Columbo, sondern mehr als sich selbst. Er kannte sich also etwas aus mit den hiesigen Örtlichkeiten, wäre bestimmt öfters zum Tatort am Breitscheidplatz zurückgekehrt und hätte möglicherweise folgende Fragen gestellt: Ist das in dem Video wirklich der LKW, der auf den Weihnachtsmarkt gefahren ist? Dazu müsste er nach rechts abbiegen, um durch eine schmale Gasse zwischen zwei Straßenschilder auf den Weihnachtsmarkt zu gelangen. Ist dafür seine Geschwindigkeit aber nicht viel zu hoch? Sein weiterer Weg sollte den LKW dann eigentlich genau unter die Lichterketten (rechts im Bild) geführt haben. Dürfte er diese aber nicht aufgrund seiner Höhe mitgenommen haben?

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21.12.2017

DIE GUTE NACHRICHT


Pauperisierung? Nie gehört.

Daraus wird nun nichts werden, dass das Party-Volk für Almosen durch die Berliner Nacht gefahren wird. Der Europäische Gerichtshof (EuGh) hat etwas dagegen. Manchmal ist Europa eben doch für etwas gut. Eine "innerstädtische Mitfahrzentrale" anstelle von regulären Taxis zu installieren und damit Kasse zu machen, funktioniert nur über eine weitere Pauperisierung derjenigen, die bereits jetzt nichts haben. Das Urteil verhindert ein weiteres Stück Bangladesh mitten in Berlin - zumindest vorerst. Eine gute Nachricht und ein Grund zur Freude.

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20.12.2017

TRAUMTOUR


So könnte sie aussehen

Seit Montag gibt es wieder ausreichend freie Parkplätze in der Stadt. Das liegt daran, dass die ersten bereits "nach hause" gefahren sind. Weihnachten gehört denen, die in Berlin zu hause sind. Richtung Silvester sieht es dann wieder anders aus. Da werden wir, wie alle Jahre, vom Party-Volk heimgesucht. Noch ein Wort zum Foto: "Die Fahrt zum Christkind" ist korrekt. Es gibt nur eins, weswegen es auch nur einen Christen geben kann, und der ist am Kreuz gestorben.

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19.12.2017

BREIT AUF DEM BREITSCHEIDPLATZ


BILD verstehen:

Jetzt Scheiß auf die Taxifahrt! Hier geht es um etwas anderes: Offensichtlich muss man in diesem Land erst unschuldig Opfer werden, dann ein Jahr warten, um mal "schonungslos" seine Kritik an unserer geliebten Führerin äußern zu dürfen. (Jetzt versteht man sogar Martin Schulz, diesen Waschlappen!) Habe ich da gar erste Worte der Selbstkritik heute vernommen? Eins ist, so denke ich, sicher: Das heute war und ist der Anfang vom Ende von Merkel!

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18.12.2017

TAUSCHEN IM TAXI oder TRADE WITH TAXIBERLIN


Bier und Wein von Sardinien

Jetzt vor Weihnachten läuft mein kleiner Bauchladen besonders gut. Du glaubst gar nicht, wie viele Leute keine Idee haben, was sie ihren Liebsten schenken sollen. Es geht aber auch anders, wie zum Beispiel gestern. Da habe ich drei Bücher und zwei Postkarten gegen zwei Flaschen Wein und genauso viele Flaschen Bier getauscht - allesamt von Sardinien. Im Moment kann ich weder zu dem Bier noch zu dem Wein was sagen. Die spare ich auf für "gut", also für Weihnachten. Was ich mit Sicherheit weiß, ist, dass sich niemand Sorgen machen muss wegen den Büchern und Postkarten. Mein Bauchladen ist bereits wieder aufgefüllt. Mit einem Postkarten-Motiv wird es allerdings langsam etwas eng, und das ist Die Schwanzlose Gesellschaft.

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17.12.2017

"NUR GEILE LEUTE"


Ich gebe es zu und es ist auch nichts Neues, dass mir Party People ziemlich auf die Nerven gehen, zumindest bei mir im Taxi (wo sonst?), denn im normalen Leben gehen sie mir am Arsch vorbei. Bei diesen gestern war das anders. Die wollten in einen Club mit Sauna und Spa, wo nur geile Leute sind. Das machte mich neugierig, denn es hörte sich für mich eher nach 'nem Swinger-Club an. Leider konnte meine Nachfrage nicht beantwortet werden, weil die Wortführerin in dem Moment von jemand aus dem Club angerufen wurde, und zwar von einer Person, auf die sie offensichtlich nicht gut zu sprechen war. Zum Glück war die Fahrt da schon fast zu Ende. Ich konnte mir nicht verkneifen, ihre Worte zu wiederholen, dass da ja "nur geile Leute" drin wären. Das fand sie aber gar nicht witzig, nein, ich muss sogar sagen, sie wurde regelrecht hysterisch. Und das verstehe ich nicht!

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16.12.2017

EINFAHRTEN EXPLIZIT KOSTENPFLICHTIG


"Ankunftszentrum"

Dass eine Einfahrt explizit für Taxis kostenpflichtig ist, kenne ich von keinem Ort in Berlin, sieht man mal von der Zufahrt zum großen Parkplatz nur für Taxen am Flughafen Tegel ab, wo es aber, wenn man so will, ein durchlaufender Posten ist, denn die Kosten pro Einfahrt bezahlt letztendlich der Fahrgast, der einem dort ins Taxi steigt. Die explizite Kostenpflicht für Besucher und Taxis (Foto) besteht übrigens auch an einem Berliner Flughafen, genauer an einem gewesenen, und zwar den in Tempelhof, und betrifft neuankommende Flüchtlinge. Überträgt man das Kostenmodell vom Flughafen Tegel auf Tempelhof, müsste die dann wohl auch die Kosten übernehmen. Wie hoch die nun wieder sind, kann ich nicht sagen, denn es steht nicht explizit dran. Wahrscheinlich weiß es auch keiner der Kollegen, da noch nie ein Taxi bis zum "Ankunftszentrum" vorgefahren ist. Möglich ist auch, dass es die explizit Berliner Art ist, den neu Ankommenden "Hallo!" zu sagen.

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15.12.2017

TANZEN LERNEN MIT TAXIBERLIN



Eigentlich mit Robert Zimmermann

Taxifahren, das wissen viele nicht, hat viel mit Tanzen zu tun. Ein guter Taxifahrer tanzt förmlich über die Straßen und Plätze. Sie sind, wenn du so willst, sein Dancefloor. Das wusste auch schon Kollege Nietzsche, der ganz und gar meinte, man müsse das Leben tanzen. Wo Nietzsche das Tanzen gelernt hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich lerne es auf der Straße und im Internet, und dort von Robert Zimmermann. Das ist der kleine Mann in der Mitte mit der Gitarre in der Hand. Er ist nicht nur für seinen Gesang bekannt, sondern auch für sein Beinspiel. Das ist einzigartig und nur schwer zu erlernen. Aber so muss es wohl aussehen, wenn man das Leben tanzt.

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13.12.2017

TAUSCHE KOTZTÜTE GEGEN HANDYBLOCKER


Nicht irgendeine!

Etwas zu teilen (to share) ist keine neue Erfindung, auch wenn man uns dies derzeit immer wieder einzureden versucht, genauso wenig wie Dinge zu tauschen. Dass ich ausgerechnet jetzt eine unbenutzte Kotztüte von "Air-Berlin" zum Tausch anbiete, liegt sicher nicht am Niedergang von "Air-Berlin", denn der interessiert mich als "Nicht-Flieger" nicht. Mir gehen einfach nur die Handy-Junkies in meinem Taxi auf die Nerven, und zwar gewaltig. Im neuen Jahr möchte ich mich in einer eigene Sendung dem Thema "Handy im Taxi" in meiner Show "Hier spricht TaxiBerlin" auf "Pi-Radio" widmen. Dazu würde ich ganz gerne über meine ganz persönlichen Erfahrungen mit einem Handyblocker in meinem Taxi berichten. Und dafür werfe ich nichts geringeres als eine Kotztüte von "Air-Berlin" in den Ring, nicht neu - aber unbenutzt! Wer weiß, was die eines Tages noch mal wert ist?!

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12.12.2017

BERLIN OHNE BERLINER TAXIS


Für Berliner Taxis gilt: Fackel aus am Flughafen!

Nun schon seit Jahren dürfen wir als Berliner Taxis zum Flughafen Berlin-Schönefeld zwar Fahrgäste hinbringen, aber keinen einzigen aufnehmen, und dass, obwohl fast sämtliche Fahrgäste nach Berlin rein wollen, die Fahrer dort keine Ortskunde für Berlin besitzen, dafür einen höheren Preis als Berliner Taxis verlangen. Ich komme auf diese alte Geschichte zurück, weil die Berliner-Taxi-Innung nun in einem Informations-Blatt die Berliner Taxifahrer dazu auffordert, sich wieder an die Taxihalteplätze zu stellen, (was sie seit einiger Zeit nicht zwingend müssen, wenn sie einen Funkauftrag haben wollen, weil das GPS sie auch erkennt, sobald sie sich nur in der Nähe des Halteplatzes aufhalten) damit uns die Stadt diese Halteplätze nicht wegnimmt, wenn der Flughafen Tegel irgendwann nicht mehr sein sollte. Keine Rede davon, dass man um Laderechte am neuen Flughafen BER, sollte er denn irgendwann einmal aufmachen, für Berliner Taxis kämpfen wird. Offensichtlich hat man bei der Innung bereits aufgegeben. Eine Interessenvertretung sieht anders aus.

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10.12.2017

ALSO SPRACH TAXIBERLIN (DIE DEFINITIVE SERIE)


Die Älteren kennen sie noch von früher, die "um Komplimente fischenden". Die haben zwar auch genervt, aber nicht so wie die "um Anerkennung bettelnden" von heute. Noch klingt fremd die Lehre: Tue Gutes - Aber schweige darüber! Also sprach TaxiBerlin

09.12.2017

DENKMALGERECHTE SANIERUNG EINES DENKMALS


Gedächtniskirche / Breitscheidplatz
früher Charlottenburg / heute Charlottenburg-Wilmersdorf

Dass ein Denkmal, auch wenn es "nur" um das Podium geht, "denkmalgerecht" (was immer das sein soll) saniert wird, sollte selbstverständlich sein. In Berlin ist es eine Überschrift (Foto) wert. Auf dem Podium standen neulich noch Kerzen, heute stehen schon wieder Weihnachtsmarktbuden drauf. Am 19. Dezember werden sie geschlossen bleiben, da jährt sich der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt, bei dem elf Menschen zu Tode kamen. Du willst wissen, was aus den Angehörigen geworden ist? Dann empfehle ich folgende Kolumne dieses Herrn, bei dem die wenigen schmackhaften Pilze Beiträge direkt neben den unzähligen ungenießbaren stehen.

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07.12.2017

ÜBER UBER ÄRSCHE


Sind wohl mehrere

Der neueste Trick von UBER sind schwarze Limousinen vorzugsweise mit einem LN-Kennzeichen für LÜBBEN. Mietwagen, das sind diese Limousinen offiziell, müssen laut Gesetz nach jeden Auftrag zu ihrem Betriebssitz zurückkehren, bevor sie den nächsten Auftrag ausführen. Da unsere schöne Stadt kein Personal hat, das zu kontrollieren, was, sieht man sich die heutigen Möglichkeiten der Kommunikation an, gar nicht zu kontrollieren ist, sollen dies wir Taxifahrer jetzt für sie übernehmen. In der aktuellen TAXI-NEWS Nr. 9 vom November 2017 gibt es auf Seite 19 einen AUFRUF, wie wir dazu vorgehen sollen:

1. Datum (der Bereithaltung)
2. Uhrzeit
3. Autokennzeichen
4. Marke (z.B. Toyota Prius, Mercedes E-Klasse etc.)
5. Ort
6. Name des Beobachters (damit wir auch Zeugen haben)
sollen notiert werden, am besten und wenn möglich sollen auch Fotos und Videos gemacht werden. Die Erfahrung sagt, dass dies aus zwei Gründen nichts bringt, nichts bringen wird:

1. ein Gesetzesverstoss gegen die Rückkehrpflicht von Mietwagen kann damit nicht bewiesen werden
2. gegen auswärtige Fahrzeuge kann in Berlin nichts unternommen werden (das ist kein Witz, das ist die offizielle Argumentation unserer Stadt), sie sind schließlich nicht von hier

Warum dann dieser AUFRUF, der am ehesten an eine IM-Tätigkeit erinnert, ohne dabei eine Verpflichtungserklärung unterschreiben zu müssen - ich weiß es nicht. Was ich weiß, ist, dass ich bei jeder Fahrt ab Flughafen Tegel, wo sich die meisten UBER ÄRSCHE mit ihren schwarzen Limousinen tümmeln, vom Fahrgast Geld für den Flughafenbetreiber, den Eigentümer des Flughafens, denn der ist Privatbesitz, eintreiben muss, damit dieser QUALITÄT beim Abtransport seiner Fluggäste anbieten kann. Es ist somit Aufgabe der Flughafengesellschaft, diese QUALITÄT auch zu sichern, oder zumindest für die Durchsetzung der Straßenverkehrsordnung. Das ist nicht zu viel verlangt. Die UBER ÄRSCHE stehen am Flughafen im Parkverbot, manchmal auch im Halteverbot, und das Stundenlang. Müssten die UBER ÄRSCHE, wie alle anderen Abholer auch, Parkplatzgebühren zahlen, hätte sich der Spuk am Flughafen umgehend erledigt. Offensichtlich ist die Flughafengesellschaft genau daran nicht interessiert, genauso wie die Stadt nicht daran interessiert ist, sich der Sache anzunehmen. Also, warum bitte sehr, soll ich hier den Spitzel spielen, und das noch auf Privatbesitz?

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05.12.2017

MIT DEM TAXI ZUR TOILETTE


Alexanderplatz / früher Mitte / heute Neue Mitte

Der Toilettengang, oder wegen mir auch die Fahrt zu ihr, ist ein wichtiges Thema für Taxifahrer, denn kaum ein Taxi hat eine Toilette an Bord, weswegen ich immer wieder darauf zurückkomme. Manch Taxifahrer geht gar nicht auf Toilette, wohl auch aus Kostengründen, aber nicht nur. Vielen trinken kaum etwas, oder zumindest nicht ausreichend, um erst gar nicht das Bedürfnis aufkommen zu lassen. Dass man für ein menschliches Bedürfnis hierzulande regelmäßig zur Kasse gebeten wird, ist eine Riesensauerei, aber nicht Thema dieses Beitrags. Thema dieses Beitrags ist DER PREIS, beispielsweise der für die WC-Tagesflat auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Alex, gleich neben der neuen Polizeiwache, die demnächst eingeweiht wird. Ob die geforderten 5 Euro gut angelegt sind, weiß ich nicht, weil ich kein Weihnachtsmarkt-Gänger bin. Was den PREIS AN SICH angeht, da meinte der bereits gestern von mir zitierte Oscar Wilde: "Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und von nichts den Wert."

Foto&Text TaxiBerlin

04.12.2017

VOR DIESEM VIDEO MUSS GEWARNT WERDEN:



Letzten Dienstag im Kino "Babylon"

"Wer unter die Oberfläche dringt, tut dies auf eigene Gefahr", das meinte zumindest Oscar Wilde, und der muss es gewusst haben, weswegen vor obigem Interview, das nach drei Tagen immerhin schon mehr als 30.000 mal angeklickt wurde, mit Daniele Ganser, der mir hier in Berlin auch schon im Taxi saß, nur gewarnt werden kann.

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Text TaxiBerlin

01.12.2017

FEIERE DICH SELBST !


Die perfekte Anleitung

Mit meinem kleinen Taxi bringe ich nicht nur Leute von A nach B, sondern biete ihnen dabei auch noch dies und das an. Ich finde das nicht nur fair, schließlich muss ich mir auch diesen und jenen Unsinn von ihnen anhören, sondern befinde mit damit auch in der Tradition vom Eisernen Gustav, dem wohl bekanntesten Berliner Taxifahrer, der in seiner Droschke Postkarten aus eigener Produktion verkauft hat. Diese habe ich in meinem kleinen Bauchladen bereits seit einiger Zeit im Angebot, und neuerdings auch einen Satire-Klassiker der Weltliteratur. Ich erwähne das nicht, weil ich der Herausgeber bin - Herausgeber sein kann jeder! Ich schreibe darüber, weil Weihnachten vor der Tür steht, es also was zu feiern gibt, viele Leute aber nicht wissen, was oder wen sie feiern sollen. Ich empfehle dir: Feiere dich dich selbst! Feiere den Geizkragen in dir, der jeden Cent dreimal umdreht, bevor er ihn ausgibt und auch den, der sich am liebsten von anderen einladen lässt, ohne auch nur einen Gedanken an eine Gegeneinladung zu verschwenden! Das Buch ist, wenn du so willst, die perfekteste Anleitung zum sich selber feiern, die es gibt, und du bekommst sie, anders als die Postkarten, nicht nur bei mir im Taxi.

Foto&Text TaxiBerlin