15.11.2017

ÜBER KÜNSTLICHE INTELLIGENZ, DRÜCKEN, WISCHEN UND DAS ENDE DER WELT


Frankfurter Alle Ecke Niederbarnimstraße,
früher Friedrichshain, heute Friedrichshain-Kreuzberg

Der Glauben ist wichtig, er kann bekanntlich Berge versetzen, und wer will schon als Ungläubiger gelten heutzutage. Ungläubiger wird man schneller als man denkt, beispielsweise indem man an Geld, das Grundgesetz oder an künstliche Intelligenz glaubt. Du lachst, aber Menschen machen so was! Gerade der ungläubige Glaube an künstliche Intelligenz ist problematisch. Dass Geld oder auch das Grundgesetz klüger wären als wir Menschen, auf diese Idee würde keiner kommen. Bei der künstlichen Intelligenz ist das anders. Da glauben Leute wirklich, dass die von Menschen geschaffene künstliche Intelligenz klüger wäre als sie selbst. Und nachdem wir bereits sowohl die Produktion als auch die Reproduktion ausgelagert haben, werden wir wohl bald auch das Denken jemand anderem überlassen. In Zukunft wird künstliche Intelligenz uns sagen, was gut für uns ist und was nicht. Vielleicht wird die künstliche Intelligenz aber auch sagen, was gut für die Welt ist und was nicht. Wer weiß das schon so genau. Sollte es die künstliche Intelligenz mehr mit der Welt und weniger mit dem Menschen halten, was man ihr nicht verdenken kann, kann es passieren, dass sie den Menschen auffordern wird, irgendwann einen bestimmten Knopf zu drücken. Keine schöne Vorstellung, oder? Mir persönlich gefällt auch das Bild besser, dass der Mensch eines Tages von der Welt weg-gewischt wird, ganz genauso wie er selbst heute noch auf seinem Smartphone rum-wischt.

Foto&Text TaxiBerlin

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