09.11.2017

DER ALLTÄGLICHE SEXISMUS IM TAXI UND ANDERSWO


Zum Beispiel in der Werbung für Reinigungen: Man(n) = blöd

Jetzt ist es auch noch jemand anderem aufgefallen, dass bei der aktuellen Sexismusdebatte ausschließlich Männer die Täter und Frauen die Opfer sind, und zwar Dr. Reimer H., Psychiater aus Berlin-Wilmersdorf. Dr. Reimer H. saß mir zwar noch nicht im Taxi, zumindest nicht wissentlich, hat dafür aber neulich in einem Leserbrief im Spiegel (Nr. 44/28.10.2017) sein Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass im vorherigen (Nr. 43/21.10.2017) "alle vier Beiträge (Leitartikel, Titel, Interview, Debatte) die gleiche unkritische Aussage machen: 'Die Männer sind schuld'", um weiterhin darüber zu berichten, wie es in seiner Praxis aussieht: "Männer, die von Frauen sexuell belästigt werden; Ehemänner, die von ihren Frauen zum Sex gezwungen werden" und kommt zu dem "Fazit, eine alte Rechtsregel: 'Auch der andere Teil muss gehört werden.'"

Mir zum Beispiel fassen regelmäßig wildfremde Frauen ans Knie. Das ist auch der eigentliche Grund, jetzt kann ich es endlich verraten, weswegen Fahrgäste generell hinten zu sitzen haben im Taxi. Ich muss dazu sagen, dass es mir meist gar nicht unangenehm ist, wenn mir Frauen ans Knie fassen. Das ist leider auch die Wahrheit. Es gibt da natürlich auch eine Grenze, selbst bei mir, aber das ist eher eine Altersgrenze. Also ab dann, wann Frauen sich beim Arzt nicht mehr frei machen müssen. Manchmal werde ich auch von Schwulen ans Ohrläppchen gefasst. Ich will nicht sexistisch sein, aber das finde ich nicht so schön. Vor allem, wenn ich es mit dem ans Knie fassen der Frauen vergleiche. Ich muss gestehen: Einmal habe auch ich schon 'ner Frau wohin gefasst. Ich weiß, das ist total unprofessionell. Ich meine, ich bin als Taxifahrer nicht nur nüchtern, sondern vor allem Profi. Aber was soll ich sagen: Der Frau hat das gefallen - damals.

Foto&Text TaxiBerlin

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