21.11.2017

HEUTE BLEIBE ICH IM BETT


Mein Bett im Hotel Berlin

Heute bleibe ich im Bett, das ist der Plan, dafür bin ich gestern umgezogen, und zwar in eines der unzähligen Berliner Hotels. Ich hatte das schon immer mal machen wollen: Da schlafen, wo die vielen blöden Touristen pennen, die immer zahlreicher unsere Stadt und manchmal auch mein Taxi heimsuchen. Für gestern Abend wurde mir der Besuch eines bekannten Strip-Lokals im Viertel empfohlen. Selbst dort waren sie, die blöden Touristen und auch Touristinnen. Ja, heutzutage geht man paarweise in Bars, wo Frauen sich nach Musik ausziehen, was aber ignoriert werden muss. Schade um die schönen Frauen, die mitunter sehr kunstvoll ihrem Handwerk der, zugegeben nicht ganz vollständigen Entkleidung nachgingen. Bei manch einer war es bereits Kunst, das nur für die, die nicht zuschauen konnten. Wie gesagt, das Strip-Lokal wurde mir empfohlen, und zwar vom Wagenmeister. Wagenmeister wissen manchmal (nicht immer!) sehr viel, das ist so ähnlich wie mit den Taxifahrern, glaube ich. Heute werde ich das nicht weiter überprüfen können, denn heute bleibe ich, ich sagte es bereits, im Bett und schaue auch keine Nachrichten, ganz genauso wie es gestern der Kollege Morrissey empfohlen hat.

Foto&Text TaxiBerlin

20.11.2017

#METOO: "SPENT THE DAY IN BED"




Der Typ, also Morrissey, ist Scheiße, was bei Künstlern normal ist. Dieser Song ist aber wirklich toll, und nicht nur, weil ich heute, nach meiner "Arbeitswoche" (dem Wochenende von "Normalverbrauchern") genau das tun werde - im Bett bleiben, sondern weil ich, genauso wie der "Künstler" es empfiehlt, auch aufhöre die "News" zu schauen - heute, morgen, übermorgen ...

PS: Wichtig für Taxifahrer auch: "no bus, no boss, no rain, no train, no emasculation, no castration, no highway, no freeway, no motorway, no bus, no boss, no rain, no train ..."

PSPS für alle und keinen: "Stop watching the news! Because the news contrives to frighten you, to make you feel small and alone, to make you feel that your mind isn't your own."
Video VeVo
Text TaxiBerlin

19.11.2017

HIGHWAY TO HELL IN BERLIN


Am Lustgarten, früher Mitte, heute Neue Mitte

"Unter den Linden" wird nicht nur gebaut, sondern auch getrommelt, und zwar auf Mülltonnen, wozu sind sie sonst da. Na gut, ein paar Flaschensammler bergen dort manchmal auch wahre Schätze, aber nicht gestern, und vor allem nicht am Lustgarten. Man kann auch "Highway to Hell" trommeln, oder vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, denn gestern hat sich alles irgendwie nach dem Song von AC/DC aus der Feder von Angus' großem Bruder Malcom (RIP!) angehört.

Foto&Text TaxiBerlin

18.11.2017

DEM ANONYMEM SAMENSPENDER


Irmgard- Ecke Waltraudstraße

Die Ecke gibt es wirklich, und das lange vor der Frauenquote für Berliner Straßennamen. Eine Quote für Männer gibt es nicht und wird es wohl auch nicht geben, da der Mann gerade abgeschafft wird. Obwohl, eine Möglichkeit gibt es noch, und zwar als "Straße für den anonymen Samenspender". Wie wär's mit Ecke "In Vitro Insemination"?

Foto&Text TaxiBerlin

17.11.2017

"WIR SCHAFFEN DAS" SCHAFFT ES NICHT


Der Weg nach Jamaika

Eine alte Taxiweisheit sagt: Auf jemanden, der am Boden liegt, soll man nicht einschlagen. So lange sich alle anderen aber nie mit Inhalten, sondern immer nur mit der Gemütslage der vorzugsweise männlichen Sondierer beschäftigen, darf man, so denke ich, darauf hinweisen, dass nur Mitläuferin sein nach Jamaika nicht ausreicht.

Foto&Text TaxiBerlin

16.11.2017

WERBUNG VERSTEHEN


"sharing friends"

Ich bin mir nicht sicher, ob ich noch auf dem neuesten Stand bin. Will sagen: Ob uns nicht doch schon eine allerneueste Sau als die total geniale und vor allem völlig neue Idee der "sharing econonmy" verkauft wurde, mit der Betonung auf verkauft. Ausgerechnet ein junger Russe in meinem Taxi war es, der mich darauf brachte. Die Fahrt war lang, von Mitte nach Marzahn so weit ich mich erinnere. Sein Deutsch war nicht das beste, aber irgendwie verstanden wir uns. Er meinte jedenfalls, dass Freunde sich für den Kapitalismus nicht rechnen, und dass es in Russland das Sprichwort gibt, dass Freunde wichtiger sind als Geld. Brauchst du 100 Rubel und hast 100 Freunde, borgt dir jeder einen Rubel, den du mit etwas Glück nicht zurückzahlen musst. Schließlich ist es dein Freund. Dass dir ein einzelner Freund 100 Rubel borgt, ist dagegen eher unwahrscheinlich. Heute kannst du Freunde "adden", was immer das heißen mag. Möglicherweise gibt es ja bereits "sharing friends", wo man Freunde kaufen kann, und ich habe es nur noch nicht mitbekommen.

Foto&Text TaxiBerlin

15.11.2017

ÜBER KÜNSTLICHE INTELLIGENZ, DRÜCKEN, WISCHEN UND DAS ENDE DER WELT


Frankfurter Alle Ecke Niederbarnimstraße,
früher Friedrichshain, heute Friedrichshain-Kreuzberg

Der Glauben ist wichtig, er kann bekanntlich Berge versetzen, und wer will schon als Ungläubiger gelten heutzutage. Ungläubiger wird man schneller als man denkt, beispielsweise indem man an Geld, das Grundgesetz oder an künstliche Intelligenz glaubt. Du lachst, aber Menschen machen so was! Gerade der ungläubige Glaube an künstliche Intelligenz ist problematisch. Dass Geld oder auch das Grundgesetz klüger wären als wir Menschen, auf diese Idee würde keiner kommen. Bei der künstlichen Intelligenz ist das anders. Da glauben Leute wirklich, dass die von Menschen geschaffene künstliche Intelligenz klüger wäre als sie selbst. Und nachdem wir bereits sowohl die Produktion als auch die Reproduktion ausgelagert haben, werden wir wohl bald auch das Denken jemand anderem überlassen. In Zukunft wird künstliche Intelligenz uns sagen, was gut für uns ist und was nicht. Vielleicht wird die künstliche Intelligenz aber auch sagen, was gut für die Welt ist und was nicht. Wer weiß das schon so genau. Sollte es die künstliche Intelligenz mehr mit der Welt und weniger mit dem Menschen halten, was man ihr nicht verdenken kann, kann es passieren, dass sie den Menschen auffordern wird, irgendwann einen bestimmten Knopf zu drücken. Keine schöne Vorstellung, oder? Mir persönlich gefällt auch das Bild besser, dass der Mensch eines Tages von der Welt weg-gewischt wird, ganz genauso wie er selbst heute noch auf seinem Smartphone rum-wischt.

Foto&Text TaxiBerlin

14.11.2017

VIVA LA ANARCHIE


Taxihalte mit Baustelle, Charlotten- Ecke Behrenstraße,
früher Mitte, heute Neue Mitte

Der ein oder andere erinnert sich: Es gab irgendwann mal Wahlen. Seitdem treten unsere Politikerdarsteller nicht mehr im Parlament, sondern auf dem Balkon auf. Zugegeben, das nervt. Und es nervt deswegen, weil man sie gar nicht vermissen würde, wenn sie auch das nicht mehr täten. Es ist nämlich so, dass es seitdem besser läuft. Früher nannte man ohne Regierung Anarchie, heute Sondierung oder so. Ist aber auch egal, Namen sind nur Schall und Rauch. Jedenfalls läuft es seither nicht nur im Taxi besser, sondern auch auf unseren zahlreichen Baustellen in der Stadt (Foto), und ich weiß auch schon, wo ich am 31.Juli 2018 um 18 Uhr mit meinem Taxi sein werde.

Foto&Text TaxiBerlin

11.11.2017

DER DÜMMSTE TAXIFAHRER


Der dümmste Taxifahrer kommt, nein, nicht aus Berlin, sondern aus Wien. Von dort aus hat er seinen Fahrgast aus Monte Carlo abgeholt, um erstmal mit ihm über Nizza und Brüssel nach London zu fahren, von wo es weiter ging über die Slowakei und Nordrhein Westfahlen zurück nach London. Dort stellte der Fahrgast dann fest, dass sein Geld auf einer Bank in Mexiko ist, weshalb beide kurzerhand nach Mexiko flogen (was tut man nicht alles für Geld!), wo dann aber der Fahrgast plötzlich verschwunden ist, weswegen der Taxifahrer sich von seiner Frau Geld überweisen lassen musste, um über Toronto und Island nach Wien zurückzukehren. Dort ist er bereits wieder mit seinem Taxi unterwegs und hofft auf weitere Fernfahrten, diesmal aber bitte mit Vorkasse, das rät dem Taxifahrer aus Wien TaxiBerlin.

09.11.2017

DER ALLTÄGLICHE SEXISMUS IM TAXI UND ANDERSWO


Zum Beispiel in der Werbung für Reinigungen: Man(n) = blöd

Jetzt ist es auch noch jemand anderem aufgefallen, dass bei der aktuellen Sexismusdebatte ausschließlich Männer die Täter und Frauen die Opfer sind, und zwar Dr. Reimer H., Psychiater aus Berlin-Wilmersdorf. Dr. Reimer H. saß mir zwar noch nicht im Taxi, zumindest nicht wissentlich, hat dafür aber neulich in einem Leserbrief im Spiegel (Nr. 44/28.10.2017) sein Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass im vorherigen (Nr. 43/21.10.2017) "alle vier Beiträge (Leitartikel, Titel, Interview, Debatte) die gleiche unkritische Aussage machen: 'Die Männer sind schuld'", um weiterhin darüber zu berichten, wie es in seiner Praxis aussieht: "Männer, die von Frauen sexuell belästigt werden; Ehemänner, die von ihren Frauen zum Sex gezwungen werden" und kommt zu dem "Fazit, eine alte Rechtsregel: 'Auch der andere Teil muss gehört werden.'"

Mir zum Beispiel fassen regelmäßig wildfremde Frauen ans Knie. Das ist auch der eigentliche Grund, jetzt kann ich es endlich verraten, weswegen Fahrgäste generell hinten zu sitzen haben im Taxi. Ich muss dazu sagen, dass es mir meist gar nicht unangenehm ist, wenn mir Frauen ans Knie fassen. Das ist leider auch die Wahrheit. Es gibt da natürlich auch eine Grenze, selbst bei mir, aber das ist eher eine Altersgrenze. Also ab dann, wann Frauen sich beim Arzt nicht mehr frei machen müssen. Manchmal werde ich auch von Schwulen ans Ohrläppchen gefasst. Ich will nicht sexistisch sein, aber das finde ich nicht so schön. Vor allem, wenn ich es mit dem ans Knie fassen der Frauen vergleiche. Ich muss gestehen: Einmal habe auch ich schon 'ner Frau wohin gefasst. Ich weiß, das ist total unprofessionell. Ich meine, ich bin als Taxifahrer nicht nur nüchtern, sondern vor allem Profi. Aber was soll ich sagen: Der Frau hat das gefallen - damals.

Foto&Text TaxiBerlin

08.11.2017

"JOURNALISM IS PRINTING WHAT SOMEONE ELSE DOES NOT WANT PRINTED: EVERYTHING ELSE IS PUBLIC RELATIONS."


Dass ich noch einmal ein Buch lesen würde, dass verboten ist, hätte ich mir nicht träumen lassen. Genau genommen ist es auch nicht verboten, sondern sein Autor Hamed Abdel-Samad wird "nur" mittels Fatwa mit dem Leben bedroht. Für seine Leser scheint die Drohung (noch) nicht zu gelten, aber heutzutage kann man nicht vorsichtig genug sein, insbesondere wenn es in dem Buch um den Propheten Mohammed geht. Spätestens nachdem der käuflichste unter unseren Bundespräsidenten meinte, dass der Islam zu Deutschland gehört, sollte jeder etwas mehr wissen über diese Religion, so denke ich. Beispielsweise, warum die Zeitrechnung im Islam etwa am 24. September 622 christlicher Zeit beginnt, obwohl Mohammed da bereits über 50 Jahre alt war. Oder warum der Prophet seine Gebetsrichtung nach Mekka verlegte, die vorher gen Jerusalem ging.

Das mit der Richtung müssen auch die Kollegen beachten, die seit einiger Zeit immer zahlreicher auf dem großen Parkplatz nur für Taxifahrer gen Mekka beten. Auch immer mehr junge Männer sind unter ihnen, die immer öfter ihren kleinen Gebetsteppich aus dem Taxi holen und auf ihnen entweder zwischen den Taxen oder in der südöstlichsten Ecke ihr Gebet verrichten. Ich war mir lange nicht sicher, ob es wirklich eine so gute Idee ist, das Buch von Hamed Abdel-Samad im Taxi am Flughafen Tegel zu lesen. Ausgerechnet der gerade wieder viel gelesene George Orwell machte mir Mut. Von ihm stammt der Titel dieses Beitrages, der ins Deutsche übertragen lautet: "Journalismus heißt, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations."

Text TaxiBerlin

06.11.2017

DAS INTERVIEW MIT HANS-JOACHIM MAAZ




Hier nun endlich das Interview, das ich bereits am 7.Juni 2017 aufgezeichnet habe und welches am 7.September auf Pi-Radio ausgestrahlt wurde, zum Nachhören. Pi-Radio ist ein freies Radio, das in Berlin auf 88.4 MHz, in Potsdam auf 90.7 MHz und im Internet unter www.piradio.de weltweit als Live Stream zu empfangen ist. Hans-Joachim Maaz aus Halle an der Saale ist Psychoanalytiker, Psychotherapeut und Autor zahlreicher Bücher, wie beispielsweise "Der Gefühlsstau" und "Die narzisstische Gesellschaft". In meiner Sendung "Hier spricht TaxiBerlin" unterhalte ich mich mit Hans-Joachim Maaz, der mir auch schon mal in Berlin im Taxi saß, über sein im März diesen Jahres erschienenes Buch "Das falsche Leben", über den Begriff der "Normopathie" und über den Philosophen Friedrich Nietzsche, welcher der Meinung war, dass die Wahrheit dann am seltensten Vertreter findet, wenn es, so wie heute, langweilig ist. "Hier spricht TaxiBerlin" gibt es alle vier Wochen Donnerstags um 19Uhr auf Pi-Radio, das nächste Mal wieder am 30.November 2017.

Interview&Text TaxiBerlin

MIR DOCH EGAL, WIE DAS ARSCHLOCH ZUR ARBEIT KOMMT!


Das Kind, das in Moabit reanimiert wurde, liegt, wie jetzt bekannt wurde, im künstlichen Koma im Virchow-Klinikum. Sein Name und auch die der Eltern sind bekannt. Wie der 23-jährige heißt, der nicht zur Arbeit konnte, weil der Rettungswagen sein Auto zugeparkt hatte, und der deswegen nicht nur dem Rettungswagen den Spiegel abtrat, sondern sich auch noch dem Sanitäter, der den Notfallkoffer und die Beatmungsmaske holte, in den Weg stellte, ist nicht bekannt. Einige Zeitungen nennen ihn verharmlosend Pöbler. Ich nenne ihn Arschloch.

Text TaxiBerlin

05.11.2017

BEI MOZART GIBT'S MEHR TRINKGELD


Fahrgäste können so dankbar sein!

Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Nicht nur Kühe geben bei Mozart mehr Milch, das wurde mehrfach bewiesen, sondern Fahrgäste geben bei der Musik von Mozart auch mehr Trinkgeld, das habe ich in jahrelangen Versuchsreihen herausgefunden. Einmal musste ich sogar schon alle meine Mozart-CDs rausrücken, weil der Fahrgast ohne sie einfach nicht aus dem Taxi aussteigen wollte. Ich schreibe das nicht, um mich irgendwie wichtig zu machen. Das habe ich nicht nötig.

Ich schreibe das, um mein Wissen mit möglichst vielen Kollegen zu teilen, insbesondere mit denen, die für ein wenig Trinkgeld alles tun, beispielsweise dem Fahrgast den Hintern zu küssen. Ja, so etwas kommt vor. Menschen machen so was. Ich muss dazu sagen, dass man nicht automatisch ein besserer Mensch wird, nur weil man Mozart hört. Das wäre zu einfach. Eines aber steht fest: Fahrgäste geben garantiert mehr Trinkgeld bei Mozart, so dass die Gefahr, deswegen dem Fahrgast "im Arsch zu lecken", praktisch gegen Null geht.

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Text TaxiBerlin

04.11.2017

"MIR DOCH EGAL, WER HIER GERADE REANIMIERT WIRD!"


Wenn es stimmt, was die Zeitungen schreiben, und manches ist wohl wirklich wahr, sagte das ein Mann im Berliner Stadtteil Moabit, der zur Arbeit wollte ("Verpisst euch, ich muss zur Arbeit!"), es aber nicht konnte, weil sein Auto von einem Rettungswagen zugeparkt war. Die Rettungskräfte waren gerade dabei, ein Kind wiederzubeleben, das beim Spielen plötzlich umgefallen war. Der Mann, der deswegen nicht zur Arbeit konnte, trat dem Rettungswagen währenddessen gleich mal den Spiegel ab. Der, also der Spiegel, musste daraufhin für die Fahrt zur Intensivstation notdürftig repariert werden. Polizei, das nur nebenbei, musste natürlich auch herangezogen werden, die Rettungskräfte verzichteten aber auf eine Anzeige wegen Bedrohung, besser: Verrohung! Der Zustand des Kindes soll übrigens unklar sein.

Text TaxiBerlin

NIETZSCHE ÜBER DEN ISLAM


Dass es DEN Islam nicht gibt, das konnte der Kollege Nietzsche noch nicht wissen. Aber vielleicht ist ja trotzdem etwas dran an seiner Feststellung: Wenn der Islam das Christentum verachtet, so hat er tausendmal recht dazu: Der Islam hat Männer zur Vorraussetzung. Beispielsweise die, die ihrerzeit den jüdischen Stamm der Banu Quraiza auslöschten, weil dieser vertragsbrüchig geworden war. Zugegeben, es ist ein paar Jahre her, und es wurden auch nur die Männer getötet, Frauen und Kinder kamen in die Sklaverei. Alles übrigens mit dem Segen des Propheten - aber das nur nebenbei.

Text TaxiBerlin

03.11.2017

GOTT, GRAMMATIK UND GUTER GESCHMACK


Eine Sache will mir nicht aus, oder besser: in den Kopf. Während Oscar Wilde noch glaubte, dass das Ende der Grammatik auch das Ende des guten Geschmacks sei, ist Kollege Nietzsche sich sicher, dass wir Gott nicht los werden, weil wir noch an die Grammatik glauben.

Text TaxiBerlin

02.11.2017

VOM UBER-FAHRER ZUM ÜBER-FAHRER


Aktuelle Uber-Werbung in Berlin

Der Teufel liegt bekanntlich im Detail, und manchmal lügt er dort auch. Dass der Attentäter von New York ursprünglich aus Usbekistan kommt, wissen die meisten noch. Manch einem ist darüber hinaus auch bekannt, dass er Taxifahrer gewesen ist. Genau genommen war er kein Taxi- sonder Uber-Fahrer, was sich dann so liest: "hat für den Taxi-Vermittler Uber gearbeitet." Nur: Uber vermittelt keine Taxis sondern Privatfahrzeuge, zumindest offiziell. Denn das ist, besser: war! ja gerade die revolutionäre Idee von Uber: Eine innerstädtische Mitfahrzentrale von privat für privat. Dass dabei aus einem bereits prekären Job, nämlich Taxi-Fahrer, ein Job wird, und zwar Uber-Fahrer, von dem kein Mensch leben kann, maximal über-leben!, das interessiert dabei niemanden. Und inwieweit dieser Umstand zum Attentat von New York geführt haben könnte, natürlich auch nicht.

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01.11.2017

HIER TANZT TAXIBERLIN # 18



Morgen ab 19 Uhr sind wir wieder im Radio zu hören, und zwar auf Pi-Radio, was in Berlin die 88.4 und in Potsdam die 90.7 ist. Im Internet kann man uns sogar weltweit hören, auch wenn man nicht alles glauben darf, was im Internet geschrieben steht. Beispielsweise, dass das morgen unsere 17. Sendung sei. In Wahrheit ist es bereits die 18. Aber mit solchen Nebensächlichkeiten beschäftigen wir uns nicht. Wir haben wichtigeres zu tun, nämlich im Studio zu tanzen. Auch im Taxi reiße ich regelmäßig die Stühle raus, damit meine Fahrgäste und ich tanzen können. Es stimmt wirklich: Man muss das Leben tanzen! Und: Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum! Welche Musik sich alles dazu eignet, das erfährst du morgen in der Sendung von Layne und mir.

Foto&Text TaxiBerlin