20.09.2017

DER ARME SASCHA HAT NICHTS ANZUZIEHEN


Dass ich immer mal wieder über den Kollegen, besser „Kollegen“, Sascha aus Marzahn, aber eigentlich aus Stuttgart, schreibe, liegt nicht daran, dass ich ihn nicht leiden kann. Vielmehr sorge ich mich um ihn, der am liebsten über Klein- und Kleinstbeträge schreibt, seiner wohl größten Leidenschaft. Kaum zurück in Berlin muss ich feststellen, dass der arme Sascha immer noch keine Schuhe hat. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass er sich neulich noch einen Anzug in der Friedrichstraße für fünfhundert (in Zahlen: 500) Euro Maßschneidern ließ. Das ganze übrigens wegen einer Hochzeit in Bayern, zu der er eingeladen war, also nicht seine eigene, denn selber Hochzeit machen, das kann der arme Sascha sich nicht noch mal leisten. Genauso wie eigenes Schuhwerk, weswegen es bis heute auf seinem Wunschzettel, böse Zungen nennen es auch Bettelliste, steht und deswegen auch dieser Aufruf: Liebe Leute, kauft dem armen Sascha endlich Schuhe! Sie kosten auch nur 64,25 und keine 500 (fünfhundert) Euro wie der Anzug, damit er nicht weiter barfuß durch Berlin laufen muss!

Text TaxiBerlin

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