01.08.2017

TAXIBERLIN GOES TO HIS UNDERGROUND GULAG


Auszeit Taxi-Stand

Heute geht's los. Vielleicht auch erst morgen. Ist letztendlich auch egal. Was ist schon ein Tag! Und außerdem: Oben ist unten und unten ist oben. Du verstehst? Da, wo ich hinfahre, der erwähnte Rand unseres schönen Kontinents, ist JA sowieso NEIN und NEIN meistens JA. Oder mit anderen Worten: Schwarz ist weiß und weiß ist schwarz. Du weißt nicht, was ich meine?! Dann empfehle ich "Schwarze Katze, weißer Kater" von Emir Kusturica, von dem auch "Arizona Dream", "Underground" und ein absolut sehenswerter Film über "Maradona" ist. Über letzteren könnte ich einen ganzen Beitrag schreiben, obwohl ich überhaupt kein Fan von Maradona bin. Vielleicht ein andernmal ...

Wie alle Jahre, so begebe ich mich auch dieses in meinen kleinen Gulag, nicht unbedingt "down under", aber immerhin "underground", wie gesagt, ganz im Sinne von Kusturicas "Underground". Alle Gutscheine für meinen kleinen Gulag, den ich selbstverständlich selber leite, sind weg. Wenn du die Idee hattest, auch mal meinen kleinen Gulag zu besuchen, muss ich dich leider auf nächstes Jahr vertrösten. Möglicherweise hat der Genosse Stalin, der gleich nebenan seinen kleinen Familien-Gulag betreibt, aber noch ein paar Plätze frei. Bei Interesse kann ich gerne mal bei ihm nachfragen.

Dieser Beitrag richtet sich aber an erster Stelle an die, die hierbleiben müssen, weil sie weder in einen Gulag einziehen, noch nach Hause fahren, wobei zu Hause oft auch nur ein Gulag ist, in dem man einiges auszuhalten muss. Hierbleiben ist gar nicht so schlimm. Bei der oft zitierten Völkerwanderung gab es auch immer welche, die zurückbleiben mussten. Als "Zurückbleibender" und auch als "Hierbleibender" hast du immerhin die Möglichkeit, meine beiden bereits vorproduzierten Sendungen von "Hier spricht TaxiBerlin" exklusiv anzuhören, vorausgesetzt: Es kommt nichts dazwischen.

Das kann durchaus passieren. Dort, wo ich hinfahre, ist es sogar die Regel. Bei Pi-Radio sollte es noch nicht so sein, so hoffe ich zumindest. Andernfalls sieh es einfach als Vorbereitung auf das, was kommt. Es schadet also nichts, wenn du dir für den 18. August um 21 Uhr ein Kreuz im Kalender machst, oder wegen mir auch den Alarm von deinem Smartphone stellst. Da werde ich nämlich mit dem Autor und verhinderten Taxifahrer Ingo Schulze sprechen, eigentlich über seine sozialkritischen Sachen von vor sieben Jahren, aber dann doch über seinen neuen Roman, auch wenn der noch nicht erschienen ist.

Interessanter wird es am 15. September um 21 Uhr, da spreche ich mit dem Psychoanalytiker und Autor Hans-Joachim Maaz über sein im März dieses Jahres erschienenes Buch "Das falsche Leben". In diesem Zusammenhang muss ich den Autor und verhinderten Taxifahrer Ingo Schulze ein klein wenig in Schutz nehmen: Jeder Künstler möchte natürlich immer nur nach seinem letzten Werk befragt werden, und nicht nach dem, was er vor sieben Jahren mal geschrieben hat. Sieben Jahre sind so lange her, da ist heute gar nichts mehr wahr.

Umso bedauerlicher ist es, dass ausgerechnet bei der Ausstrahlung der zweiten Sendung mit Hans-Joachim Maaz immer noch etwas dazwischen kommen kann, weswegen du gut beraten bist, immer mal wieder hier vorbeizuschauen, um nichts zu verpassen. Ausgestrahlt werden beide Sendungen, so Gott will, vom legendären Pi-Radio, wobei das "Pi" für Pirat steht, allerdings nicht in meinen Sendungen. Da steht es für was anderes, aber am besten du hörst sie dir selber an. Du empfängst Pi-Radio in Berlin unter 88.4, in Potsdam ist es bereits die 90.7 und im Internet musste hier links relativ weit oben "Stream hören" klicken. Das wirste ja wohl noch hinkriegen, oder?

Foto&Text TaxiBerlin

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