13.08.2017

MAN MUSS DAS LEBEN TANZEN


Das dazugehörige Verkehrszeichen 


Es stimmt wirklich: MAN MUSS DAS LEBEN TANZEN! In meiner Auszeit am Rande unseres schönes Kontinents sind die Menschen permanent am Tanzen, sogar über die Straße wird getanzt, wie obiges Straßenschild beweist. Es ist also keine Überraschung, dass auch die Gäste in meinem kleinen Gulag tanzen müssen. Am Anfang ist es natürlich eine ziemliche Umstellung – keine Frage. In Berlin wird ja nicht getanzt. Party wird ohne Ende gemacht, aber tanzen tut in Berlin keiner mehr. Meistens laufen, stehen oder sitzen die Menschen dort nur dumm rum und haben schlechte Laune, wogegen noch kein Kraut gewachsen ist. Mit dem Tanzen ist es aber wie mit der Schönheit: Es (respektive sie) kommt von innen. Oder hast du schon mal einen schlecht gelaunten Menschen gut tanzen gesehen? Also ich nicht! Weil wir tanzen bei guter Laune nicht gewohnt sind, fällt uns das erst einmal nicht leicht. Das hängt oft auch mit den zu vielen Pfunden zusammen, die dabei durch die Gegend bewegt werden müssen. Andererseits haben dünne Menschen aber nicht automatisch gute Laune. In der Regel ist das Gegenteil der Fall, denn dünn sein bedeutet vor allem Verzicht. Und was gibt es schlimmeres als Verzicht beim ständigen Konsumieren müssen?! Hier kommt nun mein kleiner Gulag ins Spiel. In meinem kleinen Gulag gibt es nichts, was konsumiert werden könnte, sieht man mal von Sonne, Luft und Wasser ab. Deswegen purzeln auch die Pfunde. Es liegt also gar nicht an der vielen Arbeit, wie du vielleicht vermutet hattest. Die meiste Arbeit ist sowieso das permanente Tanzen  das allerdings bei konstant guter Laune.

PS: Das wichtigste hätte ich mal wieder fast vergessen. MAN MUSS DAS LEBEN TANZEN ist nicht von mir, sondern vom Kollegen Nietzsche, der auch schon einmal Gast in meinem kleinen Gulag war. Damals, als er noch viel gereist ist. Ich weiß, ist lange her. Deswegen hatte ich es auch fast vergessen.

PSPS: Der ein oder andere wird jetzt einwenden, dass ich doch selbst chronisch schlecht gelaunt bin und auch nicht tanzen kann. Das stimmt! Nur, der Berliner ist die personifizierte schlechte Laune, und so auch ich. Ich habe keine schlechte Laune – ich bin die schlechte Laune. Das ist ein Unterschied! Mit dem Tanzen ist es ganz genauso. Ich kann (außer Freestyle) nicht tanzen – das aber sehr gut.

PSPSPS: Was ich auf jeden Fall kann, ist, in die Zukunft sehen. Und da sehe ich, dass mein nächster Beitrag hier bereits am Donnerstag veröffentlicht wird, in dem es noch einmal um die Sendetermine meiner vorproduzierten Radiosendungen geht. Dazu muss ich sagen, dass ich in meiner Auszeit (noch) kein Hellseher geworden bin, sondern nur das Internet in meinem kleinen Gulag streng limitiert ist, so dass ich auch meine dortigen Beiträge vorproduziere. Internet gibt es in meinem kleinen Gulag ein-, maximal zweimal die Woche, wobei zweimal bereits einmal zu viel ist.

Foto&Text TaxiBerlin

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