28.08.2017

HIER SPRICHT TAXIBERLIN # 16


Kalte Dusche - in der Auszeit und am Telefon

Nächsten Donnerstag, den 7. September, ist es nun endlich so weit. Da wird, wenn nichts dazwischen kommt, die zweite vorproduzierte Sendung von HIER SPRICHT TAXIBERLIN auf Pi-Radio ausgestrahlt, und das bereits ab 19 Uhr. Keine Ahnung, ob sich ein Kreuz im Kalender noch lohnt, oder ob du dir das einfach merken kannst. Fest steht jedenfalls, dass ich mit keinem geringeren als dem Psychoanalytiker, Psychotherapeut und Autor Hans-Joachim Maaz aus Halle an der Saale über sein neuestes Buch DAS FALSCHE LEBEN am Telefon sprechen werde. Das Buch, das bereits im März dieses Jahres bei C.H. Beck in München erschienen ist, wurde bisher von keiner großen Zeitung besprochen, was sehr ungewöhnlich ist, denn Hans-Joachim Maaz ist nicht irgendein Autor. Hans-Joachim Maaz ist Autor zahlreicher Bücher, darunter den Bestsellern DER GEFÜHLSSTAU und DIE NARZISSTISCHE GESELLSCHAFT. Warum sein neuestes Buch bisher von keiner großen Zeitung besprochen worden ist, darüber kann man nur spekulieren. Wer etwas über das Buch direkt von seinem Autor Hans-Joachim Maaz, der mir vor einiger Zeit auch schon mal in Berlin im Taxi saß, erfahren möchte, der muss nächsten Donnerstag nur um 19 Uhr das Radio einschalten (in Berlin die 88.4, in Potsdam ist es bereits die 90.7), oder ins Internet gehen, um dort den Live-Stream zu hören. Das geht (Oh Wunder der Technik!), obwohl die Sendung gar nicht live, sondern wie gesagt eine Vorproduktion ist. Eines sollte ich noch erwähnen: In meiner Sendung, genauso wie bei mir im Taxi, darf jeder alles sagen, selbst unbequeme Wahrheiten aussprechen, auch wenn sie erst einmal wie eine kalte Dusche daherkommen.

Foto&Text TaxiBerlin

24.08.2017

NEUES AUS MEINEM KLEINEN GULAG


Neu: Auszeit-Innen-Toilette

Nicht nur für Taxifahrer ist die Toilette ein großes Thema, sondern auch in meinem kleinen Gulag am Rande unseres schönen Kontinents. Und da gibt es jetzt Neues, wenn nicht gar Revolutionäres zu berichten. Musste man bisher jedes Mal aufs Neue mit dem Spaten los, um erst ein kleines Loch zu graben, das man nach getaner Arbeit wieder sorgfältig verschließen musste, braucht man heute nur in den Keller zu gehen, wo neuerdings eine europäische Toilette bereitsteht. Angefangen bei der Toilettenbrille, die allerdings aus Serbien stammt, weil solche Brillen in der Auszeit, in der es nur Stehtoiletten gibt, noch gänzlich unbekannt sind. Der darunter stehende Eimer und auch das ihn verschließende umgedrehte Tablett (beides Edelstahl!) sind dafür original von hier. Das Toilettenpapier, das ebenfalls von hier ist und den schönen Namen GRAN FINAL hat, wird getrennt entsorgt, und zwar in den hellen Eimer links im Bild. Der dunkle Eimer rechts oben enthält geruchsneutralisierende Sägespäne, die in unseren Breiten für die kleinen Lieben (Haustiere) verwendet werden. Das kleine Fläschchen davor ist eine echte Innovation aus Amerika, und das nicht nur in meinem kleinen Gulag. Es nennt sich POO-POURRI, ist eine geschützte Marke wie COCA COLA und heißt im Untertitel THIS BEFORE-YOU-GO (ebenfalls geschützt) BLEND OF NATURAL ESSENTIAL OILS CREATES A BARRIER TO EMBARRASSING BATHROOM ODOR. Das Kleingedruckte sagt noch NEVER TESTET ON ANIMALS, was in meinem kleinen Gulag stattfindet, denn im Keller, das hatte ich eingangs vergessen, leben noch andere Gulag-Insassen wie Mäuse und Siebenschläfer. Die sind aber kein Problem, weil sie nachtaktiv sind und die Toilette nachts sowieso geschlossen ist. Das Problem ist der volle Eimer und wohin mit ihm. Den, der ihn voll macht, beißt es sprichwörtlich an bekanntem Ort, denn der muss nun mit dem bereits erwähnten Spaten los, ein jetzt großes Loch graben, dieses danach wieder sorgsam verschließen und das kann manchmal dauern ...



SPRITZ THE BOWL (gemeint ist die Kloschüssel, funktioniert aber auch im Eimer) BEFORE YOU GO AND NO ONE ELSE WILL EVER KNOW


KEEP AWAY FROM CHILDREN (deswegen mein kleiner Gulag nur für Erwachsenen) und wie gesagt NEVER TESTED ON ANIMALS

Foto&Text TaxiBerlin

20.08.2017

GOLDENES AUSZEIT TAXI


"Hintergrundtaxi" mit "Vordergrundmusik"

Auch in der Auszeit am Rande unseres schönen Kontinents gibt es Taxis. Sie sind aber nicht beige wie in Berlin, sondern meist orange und manchmal fast so gelb wie in New York. In acht nehmen sollte man sich allerdings vor den goldenen Taxen (Foto Hintergrund), denn dort werden goldene Preise aufgerufen. In diesem außerplanmäßigen (außerplanmäßig ist in der Auszeit die Regel!) Beitrag (normalerweise wollte ich nur einmal die Woche im Internet sein) geht es aber nicht ums Taxi (und auch nicht um das goldene im Hintergrund), sondern darum, welche Musik im Vordergrund spielt - wenn du so willst um die "Vordergrundmusik". (Falls es die bisher noch nicht gab, ist sie hiermit erfunden.) Denn schon Kollege Nietzsche, der bereits meinte: "Man muss das Leben tanzen", sagte auch: "Wie wenig gehört zum Glücke! Der Ton des Dudelsacks. - Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum."

Foto&Text TaxiBerlin

17.08.2017

HIER SPRICHT TAXIBERLIN # 15


Drei Plätze – Zwei im Studio, einer am Telefon

Hier nun der angekündigte vorproduzierte Beitrag zu meinen vorproduzierten Radiosendungen. Wie bereits mehrfach erwähnt, wird HIER SPRICHT TAXIBERLIN # 15, so weit nicht noch kurzfristig etwas dazwischen kommt, am morgigen Freitag den 18. August auf dem legendären Pi-Radio ausgestrahlt. Mein Gast wird der Autor und verhinderte Taxifahrer Ingo Schulze sein, der mir zwar noch nicht im Taxi saß, dies aber gerne mal tun würde, alleine weil man bei mir im Taxi alles sagen darf, sogar die Wahrheit. Los geht es um 21 Uhr, in Berlin unter 88.4, in Potsdam ist es die 90.7 und auch im Internet als Live-Stream.

PS: Mein nächster vorproduzierter Beitrag wird voraussichtlich am 6. September hier auf dieser Seite erscheinen. Dass ich das jetzt bereits weiß, liegt, ich erwähnte es, nicht daran, dass ich in meiner Auszeit Hellseher geworden wäre, sondern daran, dass das Internet in meinem kleinen Gulag limitiert ist. In meinem nächsten vorproduzierten Beitrag vom 6. September wird es um die zweite bereits vorproduzierte Sendung HIER SPRICHT TAXIBERLIN # 16 gehen, die voraussichtlich am Folgetag (also am 7. September und zwar bereits ab 19 Uhr) ausgestrahlt werden wird. In ihr werde ich mit keinem geringeren als dem Psychoanalytiker, Psychotherapeut und Autor Hans-Joachim Maaz aus Halle an der Saale über sein neuestes Buch DAS FALSCHE LEBEN, das im März dieses Jahres bei C.H. Beck in München erschienen ist, am Telefon sprechen, der mir vor vielen Jahren schon mal im Taxi gesessen hat, im Gegensatz zu Ingo Schulze, der mir noch nicht im Taxi saß, dafür dann immer noch mit mir im Studio sitzen wird.


Foto&Text TaxiBerlin

13.08.2017

MAN MUSS DAS LEBEN TANZEN


Das dazugehörige Verkehrszeichen 


Es stimmt wirklich: MAN MUSS DAS LEBEN TANZEN! In meiner Auszeit am Rande unseres schönes Kontinents sind die Menschen permanent am Tanzen, sogar über die Straße wird getanzt, wie obiges Straßenschild beweist. Es ist also keine Überraschung, dass auch die Gäste in meinem kleinen Gulag tanzen müssen. Am Anfang ist es natürlich eine ziemliche Umstellung – keine Frage. In Berlin wird ja nicht getanzt. Party wird ohne Ende gemacht, aber tanzen tut in Berlin keiner mehr. Meistens laufen, stehen oder sitzen die Menschen dort nur dumm rum und haben schlechte Laune, wogegen noch kein Kraut gewachsen ist. Mit dem Tanzen ist es aber wie mit der Schönheit: Es (respektive sie) kommt von innen. Oder hast du schon mal einen schlecht gelaunten Menschen gut tanzen gesehen? Also ich nicht! Weil wir tanzen bei guter Laune nicht gewohnt sind, fällt uns das erst einmal nicht leicht. Das hängt oft auch mit den zu vielen Pfunden zusammen, die dabei durch die Gegend bewegt werden müssen. Andererseits haben dünne Menschen aber nicht automatisch gute Laune. In der Regel ist das Gegenteil der Fall, denn dünn sein bedeutet vor allem Verzicht. Und was gibt es schlimmeres als Verzicht beim ständigen Konsumieren müssen?! Hier kommt nun mein kleiner Gulag ins Spiel. In meinem kleinen Gulag gibt es nichts, was konsumiert werden könnte, sieht man mal von Sonne, Luft und Wasser ab. Deswegen purzeln auch die Pfunde. Es liegt also gar nicht an der vielen Arbeit, wie du vielleicht vermutet hattest. Die meiste Arbeit ist sowieso das permanente Tanzen  das allerdings bei konstant guter Laune.

PS: Das wichtigste hätte ich mal wieder fast vergessen. MAN MUSS DAS LEBEN TANZEN ist nicht von mir, sondern vom Kollegen Nietzsche, der auch schon einmal Gast in meinem kleinen Gulag war. Damals, als er noch viel gereist ist. Ich weiß, ist lange her. Deswegen hatte ich es auch fast vergessen.

PSPS: Der ein oder andere wird jetzt einwenden, dass ich doch selbst chronisch schlecht gelaunt bin und auch nicht tanzen kann. Das stimmt! Nur, der Berliner ist die personifizierte schlechte Laune, und so auch ich. Ich habe keine schlechte Laune – ich bin die schlechte Laune. Das ist ein Unterschied! Mit dem Tanzen ist es ganz genauso. Ich kann (außer Freestyle) nicht tanzen – das aber sehr gut.

PSPSPS: Was ich auf jeden Fall kann, ist, in die Zukunft sehen. Und da sehe ich, dass mein nächster Beitrag hier bereits am Donnerstag veröffentlicht wird, in dem es noch einmal um die Sendetermine meiner vorproduzierten Radiosendungen geht. Dazu muss ich sagen, dass ich in meiner Auszeit (noch) kein Hellseher geworden bin, sondern nur das Internet in meinem kleinen Gulag streng limitiert ist, so dass ich auch meine dortigen Beiträge vorproduziere. Internet gibt es in meinem kleinen Gulag ein-, maximal zweimal die Woche, wobei zweimal bereits einmal zu viel ist.

Foto&Text TaxiBerlin