17.08.2017

HIER SPRICHT TAXIBERLIN # 15


Drei Plätze – Zwei im Studio, einer am Telefon

Hier nun der angekündigte vorproduzierte Beitrag zu meinen vorproduzierten Radiosendungen. Wie bereits mehrfach erwähnt, wird HIER SPRICHT TAXIBERLIN # 15, so weit nicht noch kurzfristig etwas dazwischen kommt, am morgigen Freitag den 18. August auf dem legendären Pi-Radio ausgestrahlt. Mein Gast wird der Autor und verhinderte Taxifahrer Ingo Schulze sein, der mir zwar noch nicht im Taxi saß, dies aber gerne mal tun würde, alleine weil man bei mir im Taxi alles sagen darf, sogar die Wahrheit. Los geht es um 21 Uhr, in Berlin unter 88.4, in Potsdam ist es die 90.7 und auch im Internet als Live-Stream.

PS: Mein nächster vorproduzierter Beitrag wird voraussichtlich am 6. September hier auf dieser Seite erscheinen. Dass ich das jetzt bereits weiß, liegt, ich erwähnte es, nicht daran, dass ich in meiner Auszeit Hellseher geworden wäre, sondern daran, dass das Internet in meinem kleinen Gulag limitiert ist. In meinem nächsten vorproduzierten Beitrag vom 6. September wird es um die zweite bereits vorproduzierte Sendung HIER SPRICHT TAXIBERLIN # 16 gehen, die voraussichtlich am Folgetag (also am 7. September und zwar bereits ab 19 Uhr) ausgestrahlt werden wird. In ihr werde ich mit keinem geringeren als dem Psychoanalytiker, Psychotherapeut und Autor Hans-Joachim Maaz aus Halle an der Saale über sein neuestes Buch DAS FALSCHE LEBEN, das im März dieses Jahres bei C.H. Beck in München erschienen ist, am Telefon sprechen, der mir vor vielen Jahren schon mal im Taxi gesessen hat, im Gegensatz zu Ingo Schulze, der mir noch nicht im Taxi saß, dafür dann immer noch mit mir im Studio sitzen wird.


Foto&Text TaxiBerlin

13.08.2017

MAN MUSS DAS LEBEN TANZEN


Das dazugehörige Verkehrszeichen 


Es stimmt wirklich: MAN MUSS DAS LEBEN TANZEN! In meiner Auszeit am Rande unseres schönes Kontinents sind die Menschen permanent am Tanzen, sogar über die Straße wird getanzt, wie obiges Straßenschild beweist. Es ist also keine Überraschung, dass auch die Gäste in meinem kleinen Gulag tanzen müssen. Am Anfang ist es natürlich eine ziemliche Umstellung – keine Frage. In Berlin wird ja nicht getanzt. Party wird ohne Ende gemacht, aber tanzen tut in Berlin keiner mehr. Meistens laufen, stehen oder sitzen die Menschen dort nur dumm rum und haben schlechte Laune, wogegen noch kein Kraut gewachsen ist. Mit dem Tanzen ist es aber wie mit der Schönheit: Es (respektive sie) kommt von innen. Oder hast du schon mal einen schlecht gelaunten Menschen gut tanzen gesehen? Also ich nicht! Weil wir tanzen bei guter Laune nicht gewohnt sind, fällt uns das erst einmal nicht leicht. Das hängt oft auch mit den zu vielen Pfunden zusammen, die dabei durch die Gegend bewegt werden müssen. Andererseits haben dünne Menschen aber nicht automatisch gute Laune. In der Regel ist das Gegenteil der Fall, denn dünn sein bedeutet vor allem Verzicht. Und was gibt es schlimmeres als Verzicht beim ständigen Konsumieren müssen?! Hier kommt nun mein kleiner Gulag ins Spiel. In meinem kleinen Gulag gibt es nichts, was konsumiert werden könnte, sieht man mal von Sonne, Luft und Wasser ab. Deswegen purzeln auch die Pfunde. Es liegt also gar nicht an der vielen Arbeit, wie du vielleicht vermutet hattest. Die meiste Arbeit ist sowieso das permanente Tanzen  das allerdings bei konstant guter Laune.

PS: Das wichtigste hätte ich mal wieder fast vergessen. MAN MUSS DAS LEBEN TANZEN ist nicht von mir, sondern vom Kollegen Nietzsche, der auch schon einmal Gast in meinem kleinen Gulag war. Damals, als er noch viel gereist ist. Ich weiß, ist lange her. Deswegen hatte ich es auch fast vergessen.

PSPS: Der ein oder andere wird jetzt einwenden, dass ich doch selbst chronisch schlecht gelaunt bin und auch nicht tanzen kann. Das stimmt! Nur, der Berliner ist die personifizierte schlechte Laune, und so auch ich. Ich habe keine schlechte Laune – ich bin die schlechte Laune. Das ist ein Unterschied! Mit dem Tanzen ist es ganz genauso. Ich kann (außer Freestyle) nicht tanzen – das aber sehr gut.

PSPSPS: Was ich auf jeden Fall kann, ist, in die Zukunft sehen. Und da sehe ich, dass mein nächster Beitrag hier bereits am Donnerstag veröffentlicht wird, in dem es noch einmal um die Sendetermine meiner vorproduzierten Radiosendungen geht. Dazu muss ich sagen, dass ich in meiner Auszeit (noch) kein Hellseher geworden bin, sondern nur das Internet in meinem kleinen Gulag streng limitiert ist, so dass ich auch meine dortigen Beiträge vorproduziere. Internet gibt es in meinem kleinen Gulag ein-, maximal zweimal die Woche, wobei zweimal bereits einmal zu viel ist.

Foto&Text TaxiBerlin

01.08.2017

TAXIBERLIN GOES TO HIS UNDERGROUND GULAG


Auszeit Taxi-Stand

Heute geht's los. Vielleicht auch erst morgen. Ist letztendlich auch egal. Was ist schon ein Tag! Und außerdem: Oben ist unten und unten ist oben. Du verstehst? Da, wo ich hinfahre, der erwähnte Rand unseres schönen Kontinents, ist JA sowieso NEIN und NEIN meistens JA. Oder mit anderen Worten: Schwarz ist weiß und weiß ist schwarz. Du weißt nicht, was ich meine?! Dann empfehle ich "Schwarze Katze, weißer Kater" von Emir Kusturica, von dem auch "Arizona Dream", "Underground" und ein absolut sehenswerter Film über "Maradona" ist. Über letzteren könnte ich einen ganzen Beitrag schreiben, obwohl ich überhaupt kein Fan von Maradona bin. Vielleicht ein andernmal ...

Wie alle Jahre, so begebe ich mich auch dieses in meinen kleinen Gulag, nicht unbedingt "down under", aber immerhin "underground", wie gesagt, ganz im Sinne von Kusturicas "Underground". Alle Gutscheine für meinen kleinen Gulag, den ich selbstverständlich selber leite, sind weg. Wenn du die Idee hattest, auch mal meinen kleinen Gulag zu besuchen, muss ich dich leider auf nächstes Jahr vertrösten. Möglicherweise hat der Genosse Stalin, der gleich nebenan seinen kleinen Familien-Gulag betreibt, aber noch ein paar Plätze frei. Bei Interesse kann ich gerne mal bei ihm nachfragen.

Dieser Beitrag richtet sich aber an erster Stelle an die, die hierbleiben müssen, weil sie weder in einen Gulag einziehen, noch nach Hause fahren, wobei zu Hause oft auch nur ein Gulag ist, in dem man einiges auszuhalten muss. Hierbleiben ist gar nicht so schlimm. Bei der oft zitierten Völkerwanderung gab es auch immer welche, die zurückbleiben mussten. Als "Zurückbleibender" und auch als "Hierbleibender" hast du immerhin die Möglichkeit, meine beiden bereits vorproduzierten Sendungen von "Hier spricht TaxiBerlin" exklusiv anzuhören, vorausgesetzt: Es kommt nichts dazwischen.

Das kann durchaus passieren. Dort, wo ich hinfahre, ist es sogar die Regel. Bei Pi-Radio sollte es noch nicht so sein, so hoffe ich zumindest. Andernfalls sieh es einfach als Vorbereitung auf das, was kommt. Es schadet also nichts, wenn du dir für den 18. August um 21 Uhr ein Kreuz im Kalender machst, oder wegen mir auch den Alarm von deinem Smartphone stellst. Da werde ich nämlich mit dem Autor und verhinderten Taxifahrer Ingo Schulze sprechen, eigentlich über seine sozialkritischen Sachen von vor sieben Jahren, aber dann doch über seinen neuen Roman, auch wenn der noch nicht erschienen ist.

Interessanter wird es am 15. September um 21 Uhr, da spreche ich mit dem Psychoanalytiker und Autor Hans-Joachim Maaz über sein im März dieses Jahres erschienenes Buch "Das falsche Leben". In diesem Zusammenhang muss ich den Autor und verhinderten Taxifahrer Ingo Schulze ein klein wenig in Schutz nehmen: Jeder Künstler möchte natürlich immer nur nach seinem letzten Werk befragt werden, und nicht nach dem, was er vor sieben Jahren mal geschrieben hat. Sieben Jahre sind so lange her, da ist heute gar nichts mehr wahr.

Umso bedauerlicher ist es, dass ausgerechnet bei der Ausstrahlung der zweiten Sendung mit Hans-Joachim Maaz immer noch etwas dazwischen kommen kann, weswegen du gut beraten bist, immer mal wieder hier vorbeizuschauen, um nichts zu verpassen. Ausgestrahlt werden beide Sendungen, so Gott will, vom legendären Pi-Radio, wobei das "Pi" für Pirat steht, allerdings nicht in meinen Sendungen. Da steht es für was anderes, aber am besten du hörst sie dir selber an. Du empfängst Pi-Radio in Berlin unter 88.4, in Potsdam ist es bereits die 90.7 und im Internet musste hier links relativ weit oben "Stream hören" klicken. Das wirste ja wohl noch hinkriegen, oder?

Foto&Text TaxiBerlin