27.07.2017

ENDLICH VERSTEHT MICH MAL JEMAND


TaxiBerlin 1007

Zehn Jahre schreibe ich nun schon hier übers Taxifahren in Berlin und so bescheuert sich das anhören mag: Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, dass das jemand wirklich versteht. Es ist wie gesagt nur ein Gefühl, was daran liegt, dass dieser jemand in einer anderen Sprache über mich geschrieben hat. Dieser jemand ist genau genommen eine sie und die Sprache, in der sie über mich geschrieben hat, englisch. Nun ist mein englisch alles andere als perfekt, und trotzdem glaube ich, dass diese junge Frau verstanden hat, worum es mir auf meiner Seite geht. Was ich mit Bestimmtheit sagen kann, ist, dass ich sie nicht kenne, und sie mir, so weit ich mich erinnern kann, auch noch nicht in meinem Taxi gesessen hat. Sie muss mich auf einem anderen Weg gefunden, vermutlich über meinen Blog im Internet, denn bei Facebook bin ich nicht. Ist letztendlich auch egal, denn eigentlich wollte ich nur sagen, dass es manchmal etwas dauert, bis jemand einen versteht. Mach dir also keine Sorgen, wenn dir das noch nicht passiert ist, sicherlich findet sich dieser jemand auch noch bei dir. Damit du ihn oder auch sie nicht verpasst, schreibe ich dir einfach mal auf, wie das aussehen könnte. Ist aber wie gesagt auf englisch:

"A taxi driver in Berlin. When I first discovered Autofiktion, I had no idea what this guy was going on about. His commentary - from backseat conversation to political issues - is always sharp and excessively ironic, so I suggest you grab some popcorn on the way. Cab drivers are usually just the extras in the background of urban life. It's nice to finally hear one of them speak up, and by speaking I mean eloquently an intelligently transforming little anecdotes into saucy Berlin poetry."

Foto&Text TaxiBerlin

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