24.03.2017

SEX IM TAXI


Immer wieder werde ich gefragt, wie es sich mit dem Sex im Taxi verhält. Fahrgäste sind nun mal neugierig, insbesondere Nachts. So weit, so normal. Das Problem ist auch nur: Ich weiß immer weniger, was ich antworten soll. Natürlich kann ich zum Thema etwas sagen, keine Frage. Ich kann es nur immer weniger einordnen, weswegen ich es immer öfter vorziehe zu schweigen. Bis gestern. Da ging mir ein Licht auf. Es war im Taxi. Wo sonst?! Ein Fahrgast erzählte mir, dass wir hierzulande mal wieder Weltmeister sind. Diesmal beim Porno schauen. Ich habe es überprüft. Es stimmt wirklich. Aber darum geht es nicht. Sondern darum, dass mit dem Pornokonsum eine andere Entwicklung einhergeht, und zwar die, dass immer weniger wirklicher Sex passiert. In den Neunzigern hatten die Menschen hierzulande immerhin noch 60 bis 65 mal Sex, heute nur noch 53 mal im Jahr, also im Schnitt einmal pro Woche. Früher war eben doch einiges besser. Nun gut, nicht zu ändern. Es kann aber durchaus sein, dass selbst der Demographische Wandel, wie unsere Sorge um den Nachwuchs gerne kryptisch umschrieben wird, damit zusammenhängt. Bewiesen ist das aber nicht. Möglicherweise spielt auch die sexuelle Orientierung eine Rolle. Doch zurück zum Sex im Taxi, dem Thema dieses Beitrags. Jetzt, wo ich weiß, wie es um den Sex allgemein bestellt ist, würde ich spontan sagen, dass das Taxi auch diese Entwicklung mal wieder vorweg genommen hat. Gut, die genauen Daten liegen mir noch nicht vor. Ich müsste alles mal zusammenzählen und dann den Durchschnitt ausrechnen. Ja, das könnte ich bei Gelegenheit wirklich mal machen. Auch damit ich in Zukunft meinen Fahrgästen wieder antworten kann.

Übrigens: Auch die jungen Leute von heute sind sexuell weniger aktiv. Die so genannten Millenials und die Generationen nach ihnen haben weniger Sex als ihre Eltern und Großeltern im selben Alter.

Text TaxiBerlin

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