28.02.2017

ZWEIMAL LEBENSLÄNGLICH


"Er sei davon ausgegangen, die Geschwindigkeit zu beherrschen" ist ernsthaft ein Argument der Verteidigung der KuDamm-Raser (genau genommen war es auf dem Tauentzien, wo einer von ihnen einen ahnungslosen Rentner umnietete, der einfach nur bei Grün die Straße überqueren wollte), die gestern beide zu "lebenslänglich" verurteilt wurden. Aber es wird noch besser: "Er hätte nie gewollt, dass seinem geliebten Auto etwas passiert" - so eine weitere ernst gemeinte Begründung der Verteidigung, die eine Bewährungsstrafe gefordert hatte. Beim ersten Argument, also das mit der Geschwindigkeit (es waren mindestens 160 Stundenkilometer), soll es sich übrigens um "eine subjektive Fehleinschätzung" gehandelt haben. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich darüber lachen oder weinen soll ...

Text TaxiBerlin

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