20.02.2017

VON DEUTSCHEN SCHÄFERHUNDEN UND TÜRKISCHEN TAXIFAHRERN


Um Marilyn wissendes Hündchen

Die Fahrt ging vom Flughafen in Tegel nach Blankenburg. Meine Fahrgäste, ein Ehepaar in den Sechzigern, wohnen dort in einer Laubenkolonie. Im Vorgarten wartete bereits ein ausgewachsener Schäferhund auf die Heimkommenden. Dass er bei ihrer Ankunft gar nicht bellte, fiel mir erst auf, als die beiden sozusagen synchron meinten, dass er das nur bei türkischen Taxifahrern machen würde. Kaum losgefahren fiel mir ein, dass es Kneipen in Berlin gibt (und neuerdings auch Privatpersonen), die bei ihrer Taxibestellung angeben, sie hätten einen Hund dabei, obwohl sie gar keinen Hund haben. Der Grund ist, dass diese Kunden, warum auch immer, ihre Beweggründe und auch deren Bewertung sollen uns an dieser Stelle nicht interessieren, keinen türkischen Taxifahrer wünschen. Dazu muss man wissen, dass der Hund im Islam, ganz ähnlich übrigens im Judentum, als unrein gilt, weswegen türkische Taxifahrer diese Fahrten in der Regel ablehnen. Doch zurück zu unserem Deutschen Schäferhund in Blankenburg, der beim türkischen Kollegen anschlägt, was ich dem Ehepaar ungeprüft glaube. So etwas denkt man sich nicht aus. Klar, das Tier, in dem Fall der Hund, denkt nicht. Aber kann es nicht sein, dass das Tier nicht denkt, weil das Tier alles weiß?!

Foto&Text TaxiBerlin

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