02.01.2017

DIE SILVESTERNACHT - EIN RÜCKBLICK


Es war ungefähr die zwanzigste (gefühlt mindestens die fünfzigste) Silvesternacht, die ich Taxifahrend auf den Berliner Straßen verbracht habe. Die Idee, dieses Mal dabei einen Bademantel zu tragen, entpuppte sich als wahrer Glücksfall, vor allem was das Trinkgeld angeht. Dazu später mehr. Erst einmal noch ein Wort zu meinem Bademantel, der kein einfacher Bademantel vom Flohmarkt ist, sondern ein edles Designer-Stück, Modell "Zigeuner", ich erwähnte es. Trotz der zahlreichen Fahrten, wie das in DER Nacht des Jahres zu erwarten war, kommentierten nur etwa ein Drittel der Leute mein Outfit, was an sich kein schlechter Schnitt ist, fällt mir gerade ein, wo ich es aufschreibe. Normalerweise kannst du ja neunzig Prozent komplett vergessen. Im Prinzip kann ich es kurz machen. Die dreißig Prozent waren das aussterbende Berliner Taxipublikum, der Rest Bloody Tourists. Ein Grenzfall zwischen beidem war das Paar aus Australien mit Wohnsitz in Charlottenburg. Der Mann riet mir, nach seiner Meinung zu meinen Plänen mit dem selben Bademantel nach Amerika zu reisen befragt, unbedingt Business-Class zu fliegen. Und so wie es im Moment aussieht, also Trinkgeldmäßig, ist ein solches zumindest monetär nicht zu unterschätzendes Vorhaben, nicht mehr völlig auszuschließen, auch wenn ich sonst für das selbe Geld eher Automobile, wenn nicht gar Immobilien erwerbe. Vorher werde ich aber, das empfahl mir gerade eben eine junge Frau aus meinem Kiez, die sich mit Werbung auskennt, noch eine Bademantelschicht im Sommer einlegen, bei der ich, im Gegensatz zu letzter Nacht, nichts drunter tragen soll, und über die ich selbstverständlich wie gehabt hier an dieser Stelle berichten werde. Ich freu mich drauf!

Text TaxiBerlin

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