18.01.2017

ALS GASTARBEITER AUF MAGGIES GULAG



Der "Maggies Gulag" Song

Ich bin nicht nur wegen dem Bademantel Modell "Zigeuner" in Amerika, auch nicht wegen UBER und schon gar nicht wegen Trump. Ich bin als Arbeiter in Amerika, auch wenn ich offiziell gar nicht arbeiten darf hier. Deswegen nennen wir das Ganze besser "Erfahrungsaustausch", was es auch irgendwie trifft. Wer meinen Blog regelmäßig ließt, weiß, dass ich nicht nur Taxifahrer, sondern auch Gulagmanager bin. Meist ist mein Taxi mein kleiner Gulag, am Rande Europas habe ich noch einen großen. Nun ist es so, dass es immer gut ist, einmal die andere Seite kennenzulernen. So suchen wir beispielsweise noch einen bekennenden Taxihasser oder zumindest jemanden, der viel Taxi fährt, damit er uns in unserer Radiosendung (die nächste ist am 3.Februar) einmal darüber berichten kann. Ich bin jetzt gerade dabei und mache die Erfahrung, wie es ist, wenn man selbst in einem Gulag arbeitet. Schön ist das nicht, das kannst du mir glauben. Arbeit gibt es, das sage ich meinen Leuten auch immer, für das ganze chinesische Volk. Immerhin gibt es regelmäßig zu essen. Manchmal werden wir auch durch die Gegend gefahren, meist zum Baumarkt, um Material zu kaufen. Und diese Fahrten sind für mich ehrlich gesagt das Größte. Aber nicht etwa, weil es auf dem Baumarkt auch mal andere Frauen zu sehen gibt. Nein, es ist deswegen das Größte, weil Maggie, die unseren kleinen Gulag leitet und eigentlich Virginia heißt, eine verdammt gute Fahrerin ist, und es nichts Größeres für einen Taxifahrer gibt, als einmal von einer verdammt guten Fahrerin durch die Gegend gefahren zu werden.

Video YouTube
Text TaxiBerlin

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