20.08.2017

GOLDENES AUSZEIT TAXI


"Hintergrundtaxi" mit "Vordergrundmusik"

Auch in der Auszeit am Rande unseres schönen Kontinents gibt es Taxis. Sie sind aber nicht beige wie in Berlin, sondern meist orange und manchmal fast so gelb wie in New York. In acht nehmen sollte man sich allerdings vor den goldenen Taxen (Foto Hintergrund), denn dort werden goldene Preise aufgerufen. In diesem außerplanmäßigen (außerplanmäßig ist in der Auszeit die Regel!) Beitrag (normalerweise wollte ich nur einmal die Woche im Internet sein) geht es aber nicht ums Taxi (und auch nicht um das goldene im Hintergrund), sondern darum, welche Musik im Vordergrund spielt - wenn du so willst um die "Vordergrundmusik". (Falls es die bisher noch nicht gab, ist sie hiermit erfunden.) Denn schon Kollege Nietzsche, der bereits meinte: "Man muss das Leben tanzen", sagte auch: "Wie wenig gehört zum Glücke! Der Ton des Dudelsacks. - Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum."

Foto&Text TaxiBerlin

17.08.2017

HIER SPRICHT TAXIBERLIN # 15


Drei Plätze – Zwei im Studio, einer am Telefon

Hier nun der angekündigte vorproduzierte Beitrag zu meinen vorproduzierten Radiosendungen. Wie bereits mehrfach erwähnt, wird HIER SPRICHT TAXIBERLIN # 15, so weit nicht noch kurzfristig etwas dazwischen kommt, am morgigen Freitag den 18. August auf dem legendären Pi-Radio ausgestrahlt. Mein Gast wird der Autor und verhinderte Taxifahrer Ingo Schulze sein, der mir zwar noch nicht im Taxi saß, dies aber gerne mal tun würde, alleine weil man bei mir im Taxi alles sagen darf, sogar die Wahrheit. Los geht es um 21 Uhr, in Berlin unter 88.4, in Potsdam ist es die 90.7 und auch im Internet als Live-Stream.

PS: Mein nächster vorproduzierter Beitrag wird voraussichtlich am 6. September hier auf dieser Seite erscheinen. Dass ich das jetzt bereits weiß, liegt, ich erwähnte es, nicht daran, dass ich in meiner Auszeit Hellseher geworden wäre, sondern daran, dass das Internet in meinem kleinen Gulag limitiert ist. In meinem nächsten vorproduzierten Beitrag vom 6. September wird es um die zweite bereits vorproduzierte Sendung HIER SPRICHT TAXIBERLIN # 16 gehen, die voraussichtlich am Folgetag (also am 7. September und zwar bereits ab 19 Uhr) ausgestrahlt werden wird. In ihr werde ich mit keinem geringeren als dem Psychoanalytiker, Psychotherapeut und Autor Hans-Joachim Maaz aus Halle an der Saale über sein neuestes Buch DAS FALSCHE LEBEN, das im März dieses Jahres bei C.H. Beck in München erschienen ist, am Telefon sprechen, der mir vor vielen Jahren schon mal im Taxi gesessen hat, im Gegensatz zu Ingo Schulze, der mir noch nicht im Taxi saß, dafür dann immer noch mit mir im Studio sitzen wird.


Foto&Text TaxiBerlin

13.08.2017

MAN MUSS DAS LEBEN TANZEN


Das dazugehörige Verkehrszeichen 


Es stimmt wirklich: MAN MUSS DAS LEBEN TANZEN! In meiner Auszeit am Rande unseres schönes Kontinents sind die Menschen permanent am Tanzen, sogar über die Straße wird getanzt, wie obiges Straßenschild beweist. Es ist also keine Überraschung, dass auch die Gäste in meinem kleinen Gulag tanzen müssen. Am Anfang ist es natürlich eine ziemliche Umstellung – keine Frage. In Berlin wird ja nicht getanzt. Party wird ohne Ende gemacht, aber tanzen tut in Berlin keiner mehr. Meistens laufen, stehen oder sitzen die Menschen dort nur dumm rum und haben schlechte Laune, wogegen noch kein Kraut gewachsen ist. Mit dem Tanzen ist es aber wie mit der Schönheit: Es (respektive sie) kommt von innen. Oder hast du schon mal einen schlecht gelaunten Menschen gut tanzen gesehen? Also ich nicht! Weil wir tanzen bei guter Laune nicht gewohnt sind, fällt uns das erst einmal nicht leicht. Das hängt oft auch mit den zu vielen Pfunden zusammen, die dabei durch die Gegend bewegt werden müssen. Andererseits haben dünne Menschen aber nicht automatisch gute Laune. In der Regel ist das Gegenteil der Fall, denn dünn sein bedeutet vor allem Verzicht. Und was gibt es schlimmeres als Verzicht beim ständigen Konsumieren müssen?! Hier kommt nun mein kleiner Gulag ins Spiel. In meinem kleinen Gulag gibt es nichts, was konsumiert werden könnte, sieht man mal von Sonne, Luft und Wasser ab. Deswegen purzeln auch die Pfunde. Es liegt also gar nicht an der vielen Arbeit, wie du vielleicht vermutet hattest. Die meiste Arbeit ist sowieso das permanente Tanzen  das allerdings bei konstant guter Laune.

PS: Das wichtigste hätte ich mal wieder fast vergessen. MAN MUSS DAS LEBEN TANZEN ist nicht von mir, sondern vom Kollegen Nietzsche, der auch schon einmal Gast in meinem kleinen Gulag war. Damals, als er noch viel gereist ist. Ich weiß, ist lange her. Deswegen hatte ich es auch fast vergessen.

PSPS: Der ein oder andere wird jetzt einwenden, dass ich doch selbst chronisch schlecht gelaunt bin und auch nicht tanzen kann. Das stimmt! Nur, der Berliner ist die personifizierte schlechte Laune, und so auch ich. Ich habe keine schlechte Laune – ich bin die schlechte Laune. Das ist ein Unterschied! Mit dem Tanzen ist es ganz genauso. Ich kann (außer Freestyle) nicht tanzen – das aber sehr gut.

PSPSPS: Was ich auf jeden Fall kann, ist, in die Zukunft sehen. Und da sehe ich, dass mein nächster Beitrag hier bereits am Donnerstag veröffentlicht wird, in dem es noch einmal um die Sendetermine meiner vorproduzierten Radiosendungen geht. Dazu muss ich sagen, dass ich in meiner Auszeit (noch) kein Hellseher geworden bin, sondern nur das Internet in meinem kleinen Gulag streng limitiert ist, so dass ich auch meine dortigen Beiträge vorproduziere. Internet gibt es in meinem kleinen Gulag ein-, maximal zweimal die Woche, wobei zweimal bereits einmal zu viel ist.

Foto&Text TaxiBerlin

01.08.2017

TAXIBERLIN GOES TO HIS UNDERGROUND GULAG


Auszeit Taxi-Stand

Heute geht's los. Vielleicht auch erst morgen. Ist letztendlich auch egal. Was ist schon ein Tag! Und außerdem: Oben ist unten und unten ist oben. Du verstehst? Da, wo ich hinfahre, der erwähnte Rand unseres schönen Kontinents, ist JA sowieso NEIN und NEIN meistens JA. Oder mit anderen Worten: Schwarz ist weiß und weiß ist schwarz. Du weißt nicht, was ich meine?! Dann empfehle ich "Schwarze Katze, weißer Kater" von Emir Kusturica, von dem auch "Arizona Dream", "Underground" und ein absolut sehenswerter Film über "Maradona" ist. Über letzteren könnte ich einen ganzen Beitrag schreiben, obwohl ich überhaupt kein Fan von Maradona bin. Vielleicht ein andernmal ...

Wie alle Jahre, so begebe ich mich auch dieses in meinen kleinen Gulag, nicht unbedingt "down under", aber immerhin "underground", wie gesagt, ganz im Sinne von Kusturicas "Underground". Alle Gutscheine für meinen kleinen Gulag, den ich selbstverständlich selber leite, sind weg. Wenn du die Idee hattest, auch mal meinen kleinen Gulag zu besuchen, muss ich dich leider auf nächstes Jahr vertrösten. Möglicherweise hat der Genosse Stalin, der gleich nebenan seinen kleinen Familien-Gulag betreibt, aber noch ein paar Plätze frei. Bei Interesse kann ich gerne mal bei ihm nachfragen.

Dieser Beitrag richtet sich aber an erster Stelle an die, die hierbleiben müssen, weil sie weder in einen Gulag einziehen, noch nach Hause fahren, wobei zu Hause oft auch nur ein Gulag ist, in dem man einiges auszuhalten muss. Hierbleiben ist gar nicht so schlimm. Bei der oft zitierten Völkerwanderung gab es auch immer welche, die zurückbleiben mussten. Als "Zurückbleibender" und auch als "Hierbleibender" hast du immerhin die Möglichkeit, meine beiden bereits vorproduzierten Sendungen von "Hier spricht TaxiBerlin" exklusiv anzuhören, vorausgesetzt: Es kommt nichts dazwischen.

Das kann durchaus passieren. Dort, wo ich hinfahre, ist es sogar die Regel. Bei Pi-Radio sollte es noch nicht so sein, so hoffe ich zumindest. Andernfalls sieh es einfach als Vorbereitung auf das, was kommt. Es schadet also nichts, wenn du dir für den 18. August um 21 Uhr ein Kreuz im Kalender machst, oder wegen mir auch den Alarm von deinem Smartphone stellst. Da werde ich nämlich mit dem Autor und verhinderten Taxifahrer Ingo Schulze sprechen, eigentlich über seine sozialkritischen Sachen von vor sieben Jahren, aber dann doch über seinen neuen Roman, auch wenn der noch nicht erschienen ist.

Interessanter wird es am 15. September um 21 Uhr, da spreche ich mit dem Psychoanalytiker und Autor Hans-Joachim Maaz über sein im März dieses Jahres erschienenes Buch "Das falsche Leben". In diesem Zusammenhang muss ich den Autor und verhinderten Taxifahrer Ingo Schulze ein klein wenig in Schutz nehmen: Jeder Künstler möchte natürlich immer nur nach seinem letzten Werk befragt werden, und nicht nach dem, was er vor sieben Jahren mal geschrieben hat. Sieben Jahre sind so lange her, da ist heute gar nichts mehr wahr.

Umso bedauerlicher ist es, dass ausgerechnet bei der Ausstrahlung der zweiten Sendung mit Hans-Joachim Maaz immer noch etwas dazwischen kommen kann, weswegen du gut beraten bist, immer mal wieder hier vorbeizuschauen, um nichts zu verpassen. Ausgestrahlt werden beide Sendungen, so Gott will, vom legendären Pi-Radio, wobei das "Pi" für Pirat steht, allerdings nicht in meinen Sendungen. Da steht es für was anderes, aber am besten du hörst sie dir selber an. Du empfängst Pi-Radio in Berlin unter 88.4, in Potsdam ist es bereits die 90.7 und im Internet musste hier links relativ weit oben "Stream hören" klicken. Das wirste ja wohl noch hinkriegen, oder?

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29.07.2017

NIEMAND MUSS NACH INDIEN FAHREN


oder auch zum Inder gehen

Zugegeben, es ist schon ein klein wenig her, aber es stimmt wirklich: Ein weiblicher Fahrgast wollte mit mir mal nach Indien fahren, mit dem Taxi. Sie hatte sogar schon den Fahrpreis ausgerechnet. Ich habe ihn aber wieder vergessen. Aus der Fahrt ist auch nichts geworden. Eigentlich wollte sie, glaube ich, auch nur was von mir. So etwas soll vorkommen, sogar öfter als manch einer denkt. Ich würde gerne mal nach Indien fahren. So ist es nicht. Aber das meiste findet man auch in Berlin. Und sich selbst findet man sowieso nur bei sich selbst. Es gibt also keinen wirklichen Grund nach Indien zu fahren, auch nicht mit dem Taxi. Trotzdem will die halbe Welt nach Indien. Auch wenn es hoffnungslos ist, sage ich immer nur: Fahr an den Rand unseres schönen Kontinents. Dort findest du alles, was du auch in Indien findest und sogar noch mehr. Und glaub mir, ich weiß wovon ich rede. Ich begebe mich seit Jahren regelmäßig in meiner Auszeit dorthin, so auch demnächst wieder. Die wichtigste Eigenschaft, die du brauchst, ist eigentlich nur die Fähigkeit, dich überraschen zu lassen. Und du musst natürlich bereit sein, mal deine Komfortzone zu verlassen. Vielleicht das schwierigste an der ganzen Geschichte mit Indien.

Foto&Text TaxiBerlin

27.07.2017

ENDLICH VERSTEHT MICH MAL JEMAND


TaxiBerlin 1007

Zehn Jahre schreibe ich nun schon hier übers Taxifahren in Berlin und so bescheuert sich das anhören mag: Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, dass das jemand wirklich versteht. Es ist wie gesagt nur ein Gefühl, was daran liegt, dass dieser jemand in einer anderen Sprache über mich geschrieben hat. Dieser jemand ist genau genommen eine sie und die Sprache, in der sie über mich geschrieben hat, englisch. Nun ist mein englisch alles andere als perfekt, und trotzdem glaube ich, dass diese junge Frau verstanden hat, worum es mir auf meiner Seite geht. Was ich mit Bestimmtheit sagen kann, ist, dass ich sie nicht kenne, und sie mir, so weit ich mich erinnern kann, auch noch nicht in meinem Taxi gesessen hat. Sie muss mich auf einem anderen Weg gefunden, vermutlich über meinen Blog im Internet, denn bei Facebook bin ich nicht. Ist letztendlich auch egal, denn eigentlich wollte ich nur sagen, dass es manchmal etwas dauert, bis jemand einen versteht. Mach dir also keine Sorgen, wenn dir das noch nicht passiert ist, sicherlich findet sich dieser jemand auch noch bei dir. Damit du ihn oder auch sie nicht verpasst, schreibe ich dir einfach mal auf, wie das aussehen könnte. Ist aber wie gesagt auf englisch:

"A taxi driver in Berlin. When I first discovered Autofiktion, I had no idea what this guy was going on about. His commentary - from backseat conversation to political issues - is always sharp and excessively ironic, so I suggest you grab some popcorn on the way. Cab drivers are usually just the extras in the background of urban life. It's nice to finally hear one of them speak up, and by speaking I mean eloquently an intelligently transforming little anecdotes into saucy Berlin poetry."

Foto&Text TaxiBerlin

ALSO SPRACH TAXIBERLIN (DIE DEFINITIVE SERIE)


Das Leben ist Veränderung, sagte schon Buddha. Dass jede Veränderung auch eine zum Guten ist, sagte Buddha nicht. Meist handelt es sich nur um einen weiteren Sozialabbau im Rahmen der globalisierten Pauperisierung. Neulich wurde Uber-Chef Kalanick gegangen. Was einige freute, machte mich nachdenklich. Klar, Kalanick war übel. Aber was danach kommt, kann nur übler sein. Daran musste ich gestern denken, als ich erfuhr, dass Ex Bild-Chef Kai Diekmann jetzt im Aufsichtsrat von Uber sitzt. Ich musste auch an all die Kollegen denken, die mit Bild niemals nie etwas zu tun haben wollten. Genau genommen war es bloß der eine. Bald wird wohl auch er in einem Uber sitzen. Dazu muss man kein Prophet sein. Wer als Tiger startet, landet in der Regel als Bettvorleger, und wenn es der von Springer ist, der auch bei Uber investiert. Irgendwann wird Taxi auch hierzulande nicht mehr Taxi heißen, sondern nur noch Uber.

Also sprach TaxiBerlin

26.07.2017

ANFRAGE EINER BESORGTEN LESERIN


"Fundstücke" der Straße

Ja, es stimmt wirklich. Es gibt nicht nur besorgte Bürger, sondern auch besorgte Leserinnen. Soeben erreichte mich die Anfrage einer solchen, wahrscheinlich der einzige Leserin meines Blogs überhaupt, ob bei mir alles OK wäre, weil ich jetzt schon zwei (2!) Tage nichts geschrieben hätte. Letzteres stimmt wirklich, aber das nur nebenbei. Erst einmal möchte ich sowohl der besorgten Leserin als auch dem besorgten Leser, der sich noch nicht bei mir gemeldet hat, beruhigen. Bei mir ist alles in Ordnung. Wenn ich einen Tag mal nichts schreibe, kann das auch einfach daran liegen, dass ich nichts zu sagen habe, oder zumindest nichts Neues. Ich weiß, das ist insbesondere heute, wo es jeden Tag mindestens eine neue Wahrheit gibt, ein hohes Risiko. Man ist schneller vergessen, als man gemeinhin so denkt. Deswegen sind besorgte Leserinnen und auch besorgte Leser so wichtig. Das wichtigste an ihnen ist aber nicht, dass sie einen daran erinnern, dass man lange nichts Neues geschrieben hat, sondern ihre Empathie. Die ist geradezu unbezahlbar, weil sie regelrecht im Aussterben begriffen ist, auch und gerade im Taxi. Andererseits, das kommt auch vor, lassen Menschen im Taxi gerne auch mal ihre Maske der Wohlanständigkeit fallen und ihren wahren Gefühlen sozusagen freien Lauf. Also wenn das Nichts ist, dann weiß ich auch nicht ...

Foto&Text TaxiBerlin

24.07.2017

TAXIBERLIN ALS DIENSTLEISTER


Kundenhinweis

Gestern fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass ich als Taxifahrer vor allem eines bin: Dienstleister. Ob du es glaubst oder nicht: Mir was das vorher nicht klar. Um genau zu sein war es so, dass mich ein Fahrgast darauf hinwies. Das musst du dir mal vorstellen, was manche Fahrgäste sich herausnehmen. Als wenn es nicht schon schlimm genug wäre, dass die immer bestimmen dürfen, wo ich hinzufahren habe, obwohl ich viel besser weiß, wo sie hingehören. Nein, jetzt soll ich auch noch Dienstleister sein, und zwar an erster Stelle. Und ich dachte immer, dass ich an erster Stelle Mensch bin.

Foto&Text TaxiBerlin

23.07.2017

GEFÜHLSTRAINING IM GEFÜHLSTAXI


Marktlücke Gefühl

Bei mir im Taxi, ich kann das nicht oft genug wiederholen, darf man nicht nur alles sagen, sogar die Wahrheit, sondern auch alle Gefühle zeigen, wobei das eine die Voraussetzung für das andere ist, wie ich denke. Wie ich heute erfahren habe, sind Gefühle aber nicht nur was fürs Taxi, sondern auch eine Marktlücke, weswegen jetzt sogar ganze Praxen für sie bereitgestellt werden. Das begrüße ich, wenngleich es den Hinweis "Uns geht es gut!" bei mir im Taxi nicht gibt. Ich meine, wie soll es einem sonst gehen, nachdem man endlich fühlen durfte.

Foto&Text TaxiBerlin

22.07.2017

DINGE, DIE DIE WELT NICHT BRAUCHT



Und Dinge, die die Welt braucht

Neben Handys und Smartphones haben die so genannten Spinner bei mir Taxiverbot. Ich weiß, wir haben die Beförderungspflicht und dürfen nur ausnahmsweise einen Fahrgast ablehnen, aber wenn die Fahrsicherheit nicht mehr gegeben ist, dann schon. Bei Handys, Smartphones und auch bei den so genannten Spinner kann ich diese Sicherheit nicht mehr gewährleisten. Bei letzterem, also bei den so genannten Spinnern oder auch "Handschmeichlern", gibt es allerdings auch Ausnahmen, wie obiges Video beweist. Und zwar dann, wenn aus dem "Handschmeichler" ein "Busenschmeichler" wird, auch wenn es sich beim Busen bzw. der Brust nur um eine Körperdrüse handelt.

Video YouTube
Text TaxiBerlin

20.07.2017

HIER SPRICHT TAXIBERLIN # ?


Vielleicht die letzte Vorstellung

Morgen ist es wieder so weit, da gibt es die nächste Ausgabe von "Hier spricht TaxiBerlin" auf Pi-Radio. Auf der dortigen Homepage ist für morgen die Wiederholung der Sendung vom 26. Mai angekündigt. Der ein oder andere erinnert sich, das war die Sendung, wo ich zwei Fahrgäste aus Kalifornien, genauer gesagt aus Long Beach, weswegen ich sie auch die "Long Beach Boys" genannt habe, direkt vom Flughafen Tegel in die Lottumstraße gekarrt habe, um endlich auch mal Fahrgäste im Studio zu haben. Der Nachteil (zumindest für mich) war, dass ich den ganzen Abend englisch sprechen und das dann auch noch ins Deutsche übersetzen musste, was ich aber immerhin (im Gegensatz zum Englischen) zumindest so halbwegs beherrsche.

Morgen wird diese Sendung nun nicht wie angekündigt wiederholt, und ich werde auch kein englisch sprechen, sondern deutsch, und das mit Susi, die mir vor vielen vielen Jahren einmal im Taxi saß. Ich tue also mal wieder etwas sowohl für die Fahrgast- als auch für die Frauenquote im Studio. Aber es kommt noch besser: Susi ist nicht einfach nur ein ehemaliger Fahrgast, sondern sie ist auch noch die Muse eines bekannten Berliner Bildhauers, den ich mittlerweile auch kennengelernt habe, und mit dem ich eine bestimmte Leidenschaft teile, die etwas mit unserem gemeinsamen Sternzeichen zu tun hat.

Natürlich willst du wissen, wer dieser bekannte Berliner Bildhauer ist, den ich mittlerweile auch kennengelernt habe, welche Leidenschaft ich mit ihm teile und was das alles mit unserem gemeinsamen Sternzeichen zu tun hat. Vor allem willst du aber wissen, was es mit seiner Muse Susi auf sich hat, und wieso Susi damals darauf bestanden hat, dass ich unbedingt den Künstler kennenlerne, dessen Muse sie damals bereits war. Eines kann ich immerhin schon über den Künstler verraten: Er ist nicht einer von den Typen, die ständig über sich, ihre Kunst oder gar über Fördergelder und Stipendien sprechen müssen. Gott bewahre! Und überhaupt: Jesus hatte auch kein Stipendium!

Die Sendung wird wieder komplett werbefrei sein und wir werden wie immer gemeinsam mit unserer Muse Susi unserem Bildungsauftrag nachkommen, den wir als Fahrer eines öffentlichen Verkehrsmittel mit Beförderungspflicht haben, und den Stadtplan vorlesen, was vor TaxiBerlin noch nie jemand getan hat. (Das Telefonbuch schon - aber noch nie den Stadtplan!) Los geht es wie immer Freitagabend um 21 Uhr, das ganze auf "Pi-Radio", in Berlin ist das die 88.4, in Potsdam die 90.7 und auch hier im Internet auf der Homepage von "Pi-Radio", und zwar links relativ weit oben "Stream hören" anklicken.

Wie eingangs erwähnt, sollte morgen eigentlich eine Wiederholung der Sendung vom 26. Mai ausgestrahlt werden. Der Grund für diese ursprünglich geplante Wiederholung sind irgendwelche Probleme beim Sender, auf die ich nicht weiter eingehen möchte, weil sie mich nicht persönlich interessieren. Ich will einfach nur Radio machen und meinen Spaß haben, wenn es schon keine Kohle gibt. Die beiden nächsten Sendungen sind bereits vorproduziert, sollten also auch ausgestrahlt werden im August und September. Ich habe absolut Null Ahnung, ob und wie es danach weiter geht. Vielleicht ist das morgen auch schon die letzte Live-Sendung von "Hier spricht TaxiBerlin".

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19.07.2017

IM TAXI MIT THOMAS BERNHARD


Auf dem Weg zur Preisverleihung

Gestern geträumt, dass mir Thomas Bernard ins Taxi steigt und zu einer Preisverleihung nach West-Berlin will. Es war also nicht der Nobel-Preis, obwohl er auch für den im Gespräch war. Thomas Bernhard, wer ihn kennt, war kein Mann der großen Worte. Was er zu sagen hatte, hat er aufgeschrieben, und zwar in seinen Büchern. Unter keinen Umständen wollte er einen Preis annehmen, aber das Geld mochte er schon. Deswegen wird er jetzt auch gleich in der ersten Reihe sitzen und einen Preis entgegennehmen. Ich war also nicht wirklich überrascht, als Thomas Bernhard plötzlich sagte: "Ich bin geldgierig, ich bin charakterlos, ich bin selbst so ein Schwein."

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17.07.2017

ALSO SPRACH TAXIBERLIN (DIE DEFINITIVE SERIE)


Dabei ist der gar nicht von hier

Wer nichts zu sagen hat, sollte wenigstens über sich reden, wenn er/sie/es unbedingt etwas sagen muss. Also sprach TaxiBerlin

16.07.2017

ALSO SPRACH TAXIBERLIN (DIE DEFINITIVE SERIE)


Man nennt ihn auch ALTER XL

Vor einigen Tagen habe ich im Zusammenhang mit G20 in Hamburg gefragt, woher dieser Hass und diese Wut kommt. Nicht nur beim armen Sascha, sondern auch bei Linken und auch der Polizei. Ich behaupte, dass es ein und dieselbe Quelle ist. Nicht nur bei Linken und Polizei, sondern auch bei Rechten. Es ist ein und dieselbe Quelle. Also sprach TaxiBerlin

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15.07.2017

IST DENN SCHON WAHLKAMPF ?


"Nur" ein Roman ...

Das Schlimmste am Taxifahren sind nicht die Fahrgäste, wie man beim Lesen mancher meiner Beiträge vermuten könnte, sondern die Geschwindigkeit, mit der man unterwegs ist. Denn obwohl man in Berlin nur allzu oft alles andere als zügig voran kommt, verpasst man meist das Wichtigste. Das ist auch der Grund, warum ich manchen Fahrgästen zum Laufen rate. Und gestern bin ich selbst auch wieder gelaufen, durch meinen Kiez, wie der Berliner sein Viertel liebevoll nennt. Es gibt da so eine Runde, die ich mehrfach die Woche ablaufe, ich nenne sie auch die "Antiquariats-Route". Über die könnte ich, fällt mir gerade ein, bei Gelegenheit auch mal schreiben, wenn du magst. Gestern stieß ich dabei auf obiges Motiv, dass mich sofort fragen ließ, ob der Wahlkampf schon begonnen hat. Es war aber "nur" ein Roman.

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14.07.2017

"DER PROPHET GILT NICHTS IM EIGENEN LAND"


Halteverbot für Heilande

Dass der Prophet nichts gilt im eigenen Land, das wusste schon der Heiland, obwohl der zu Lebzeiten keine Follower in Amerika hatte. Das ist bei TaxiBerlin anders. Aber keine Sorge. Ich schreibe das nur, damit auch hier dem Letzten klar wird, dass sich die Zeiten ändern. Früher war eben doch nicht alles besser, sondern vieles nur anders. Und trotzdem bleibt da eine gewisse Unsicherheit, oder genauer die Frage: Wie versteht man den Berliner Propheten in Amerika? (Oder verstehen sie ihn vielleicht gar nicht?) Sprechen die da alle Deutsch? Oder nehmen sie den Google-Translater? Den kann ich empfehlen, denn der (und nur der!) macht aus TaxiBerlin einen Propheten.

Text TaxiBerlin

13.07.2017

GEHEIMWAFFE "MARIA"



Im Taxi mit Maria Callas

Lange habe ich Bob Dylan in meinem Taxi gehört, vor allem lange bevor er neulich diesen Preis bekam. Da hatte ich bereits auf Mozart umgestellt, der eigentlich auch einen Preis verdient hätte, und zwar für sein "Leck mich im Arsch". Aber es wird noch besser: Bei Mozart geben nicht nur Kühe mehr Milch, das ist mehrfach wissenschaftlich bewiesen worden, sondern Fahrgäste auch mehr Trinkgeld. Letzteres wird von mir im Taxi durch einen Langzeittest überprüft, der genau genommen noch anhält. Nun kommt es aber gerade in letzter Zeit immer öfter vor, dass Fahrgäste vor allem Eines tun, nämlich rumnerven, weswegen man sie eigentlich nur so schnell es geht loswerden will. Und da kommt die Callas ins Spiel, also ihre Stimme, denn sie selbst lebt ja nicht mehr. Was jetzt das "loswerden" von Fahrgästen angeht, da bietet Maria Callas jede Menge Material. Obiges "Vien, diletto, è in ciel la luna" ist nur einer von vielen von mir getesteten Rausschmeißersongs. Wichtig ist, dass es unbedingt von Maria Callas gesungen sein muss. Alle Anderen bringen es nicht. Auch das wurde von mir überprüft. Der Song ist aus Vincenzo Bellinis Oper "I Puritani" ("Die Puritaner") und heißt auf deutsch "Komm Geliebter, am Himmel steht der Mond". Also eher was für Nachtfahrer.

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Text TaxiBerlin

11.07.2017

ER IST EINE SIE


und noch unverheiratet

Als hätte ich es geahnt, dass die Preise bald steigen werden, habe ich mir kurz vor Hamburg noch rasch einen Gebrauchten zugelegt. Genau genommen ist es eine Sie und hört auf den Namen "Liana". Ob "Liana" auch heiraten darf, kann ich nicht genau sagen. Prinzipiell wahrscheinlich schon, kann ja heutzutage jede/r jede/n heiraten. Möglicherweise ist "Liana" mit ihren vierzehn (14) Jahren noch etwas zu jung dafür. Wer den offiziellen Umrechnungsfaktor von Auto- in Menschenjahre kennt, kann sich ja mal bei mir melden. Ist aber eigentlich nicht so wichtig, weil "Liana" bald in den Gulag geht und dann wichtigeres zu tun hat als zu heiraten. Apropos: Es gibt immer noch einige wenige freie Plätze in "Meinem kleinen Gulag". Eines hatte ich dem Zusammenhang vergessen zu erwähnen: Der Genosse Stalin betreibt gleich nebenan seinen "Grill Stalin", der sowohl für seine phantastischen Forellen als auch für seine hochmotivierten Mitarbeiterinnen bekannt ist. Bei guter Führung gehe ich als Gulag-Manager mit meinen Mitarbeitern immer Sonntags beim Genossen Stalin essen. Diesmal werden wir Dank "Liana" wohl fahren ...

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10.07.2017

ACHT STUNDEN SEX


Ich habe schon so einiges gehört im Taxi, aber dass jemand acht (8) Stunden Sex hat, und zwar am Stück, das war dann auch für mich neu. Das sagt übrigens kein Mann, sondern eine Frau, weswegen es wohl stimmen wird. Natürlich willst du wissen, warum mir die Frau das erzählt hat. Ihr Problem ist, dass sie mit dem Mann nicht zusammen ist, mit dem sie von Zeit zu Zeit acht (8) Stunden Sex hat, also nicht richtig, zusammen - meine ich. Aber es gibt noch ein weiteres Problem: Er kommt nicht! Und trotzdem macht es der Frau Spaß, was bei ihr schon was heißt, weil das nicht so oft vorkommt bei ihr, wie sie sagt. Was den Umstand angeht, dass er nicht kommt, selbst nach acht (8) Stunden nicht, konnte ich immerhin so viel sagen, dass mir das sehr danach aussieht, als wenn das nun wirklich sein Problem wäre, was sie doch zumindest etwas beruhigt hat.

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09.07.2017

VOM ARMEN SASCHA UND DEM ALLGEMEINEN UNWOHLSEIN, DAS ER VERURSACHT


Was gegen's Unwohlsein

Kollege, besser "Kollege" Sascha aus Marzahn, aber eigentlich aus Stuttgart, hat nicht nur einen Taxi-Blog, auf dem er am liebsten über Klein- und Kleinstbeträge schreibt, seiner wohl größten Leidenschaft, sondern auch noch einen privaten Blog mit dem "schönen" Namen "Säbelzahnhamster", was irgendwie witzig sein soll, aber eigentlich den zahnlosen Tiger meint, der er im Grunde ist. Denn der arme Sascha bezeichnet sich selbst als ein "recht friedliebender Mensch", wenngleich er sich vor fast zwanzig Jahren auch schon einmal vermummt hat, indem er ein Halstusch über seine Nase zog. Heute sitzt der arme Sascha mit reichlich Übergewicht in seinem Taxi, und wenn nicht da, dann zu hause vor seinem Computer. Von dort aus versucht er mittels Internet in der Welt zumindest "ein allgemeines Unwohlsein zu verursachen", denn das ist "vielleicht Sinn der Sache". Dieses Ziel hat der arme Sascha mit seinem aktuellen Beitrag über den G20 Gipfel in Hamburg erreicht. Ob es wirklich "Sinn der Sache" ist, oder vielleicht nur "vielleicht", darüber kann man durchaus geteilter Meinung sein. Eine Frage könnte etwas Licht ins Dunkel bringen: Woher kommt dieser Hass und diese Wut bei den Leuten, beispielsweise auch beim armen Sascha - ich meine wirklich!?!

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08.07.2017

TÄGLICH KASPERLE VORSTELLUNGEN


"Das einzig Wahre ist wieder da!"

Ab nächsten Freitag gibt es nun auch Kasperle Vorstellungen in Berlin. Allerdings nicht im Friedrichshain, wie das Plakat behauptet. Ich habe extra noch mal in meinen analogen Stadtplan nachgeschaut, und dort ist obige Ecke bereits im Prenzlauer Berg. Möglicherweise habe ich aber mal wieder gar keinen Plan, bin also völlig von vorgestern. Zumindest war vorgestern noch jedem klar: Die Straße heißt Dimitrow. Oder doch Dimitroff? Gemeint ist auf jeden Fall der, der damals antanzen musste. Du weißt schon: Reichstagsbrandpozess. Nein, nicht in Berlin. In Leipzig. Ja, der Reichstag war damals schon in Berlin, aber der Prozess war in Leipzig. Und da musste der antanzen, der bulgarische Kommunist Dimitrow oder wegen mir auch Dimitroff. Deswegen heißt die Straße jetzt auch Danzinger. Ecke Kniprode ist aber im Prenzlauer Berg. Das stimmt wirklich.

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