31.12.2017

VERTRAUE DEINEM INSTINKT


Mein Vorsatz

Das sind nicht die wiedererstandenen Twin Towers von New York, sondern zwei professionelle Kotztüten, die ich mir, nachdem ich mir den Film "Fikkefuchs", von dem die Süddeutsche sagt, dass er "ein Knaller" ist, im Kino angesehen habe, zugelegt habe, und von denen ich hoffe, dass sie auch in der Silvesternacht nicht zum Einsatz kommen. Doch zurück zum Film "Fikkefuchs", wo nicht nur attraktive Blondinen mit "Du dumme Nuss" angesprochen werden, übrigens völlig zurecht, sondern wo auch heftig ins Taxi gekotzt wird, und zwar hier in Berlin. Der Kollege, im Film natürlich ein Schauspieler, hat den richtigen Riecher. Er weiß, dass es einem seiner Fahrgäste nicht gut geht. Und er weiß auch, dass der ihm noch ins Taxi kotzen wird. Es gibt, davon bin ich überzeugt, so etwas wie "gefühltes Wissen", was man früher einfach nur Instinkt nannte. Ich weiß, heute herrscht das "offensichtliche Nichtwissen", aber das ist "ein weites Feld", zu dem auch schon alles gesagt ist, und zwar "Wer nichts weiß, muss alles glauben." Ob man Instinkt wiedererlernen kann, das weiß auch ich nicht. Ob ich ihn noch habe, wird sich schon in dieser Nacht zeigen, in die ich gleich, genauer gesagt kurz nach Mitternacht, mit dem Taxi starten werde. Wünsch mir Glück, ich wünsch es dir auch in 2018.

Foto&Text TaxiBerlin

NO PARTY WITHOUT WOMEN'S SAFETY AREA


UNVERBINDLICH ANSPRECHEN: DAME *
(Gilt nicht nur Silvester!)

Ein "Women's Safety Area" gehört heute zum Party machen dazu wie der Vertrag zum Geschlechtsverkehr, insbesondere in "Party Town", wie unsere schöne Stadt auch genannt wird. Das derzeit bekannteste "Women's Safety Area" befindet sich in unmittelbarer Nähe vom Brandenburger Tor, und zwar im Bereich der südlichen Ebertstraße am Platz des 18. März. Ich habe mir die "Anlaufstelle für belästigte Frauen" noch nicht selber angeschaut, man kommt auch seit Tage mit dem Auto gar nicht ran dort, sie muss sich aber irgendwie gegenüber der neuen US-Botschaft befinden, die von ihrem Dach aus unsere frühere Kanzlerin ausgehorcht hat wie früher vom Teufelsberg den gesamten Osten, aber das nur nebenbei. Übergriffe auf Frauen können offensichtlich auch die Amerikaner nicht verhindern. Und da komme ich in's Spiel: Ich werde heute Nacht als alter Frauenversteher praktisch um das "Women's Safety Area" kreisen, um eventuell belästigte Frauen möglichst schnell nach hause in Sicherheit (?) zu bringen. Mein kleiner Bauchladen wird ebenfalls geöffnet sein, der auch, das muss der Ehrlichkeit halber gesagt werden, einen "Vertrag über den Geschlechtsverkehr" nach schwedischem Modell bereithält. Ich bin mir nicht sicher, ob das jetzt ein Widerspruch ist. Immerhin verkneife ich mir an dieser Stelle "Kommt gut rein!" zu wünschen.

Foto&Text TaxiBerlin

30.12.2017

EINE TAXIFAHRT OHNE HANDY IST MÖGLICH



und auch ein Konzertbesuch

Kollege Robert Zimmermann hatte bereits, bevor er sich Bob Dylan nannte, in seinem Taxi Handys, die auf amerikanisch "cell phones" heißen, verboten, da gab es sie noch gar nicht. Heute verbietet er sie auf seinen Konzerten, wie dieser nette Herr zu berichten weiß. Ja, es ist wirklich möglich, einem Konzert zu lauschen, ohne dabei ein Handy vor der Nase zu haben und auch nicht das von irgendjemand anders. Aber nicht nur ein Konzertbesuch ist ohne Handy möglich, sondern auch eine Taxifahrt, was ich mir erlaube hinzuzufügen. Und, jetzt kommt das wichtigste, es ist nicht nur möglich, sondern sogar verboten sein Handy zu benutzen, und zwar bei mit im Taxi, das ganze ab sofort, genauer gesagt ab dem neuen Jahr. Ich kündige das nur jetzt schon mal an, damit dann später keiner überrascht ist.

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Text TaxiBerlin

27.12.2017

HIER SPRICHT TAXIBERLIN # 20


2017

Morgen um 19Uhr ist es so weit, da bin ich wieder auf Sendung. In Berlin auf 88.4 MHz, in Potsdam auf 90.7 MHz und weltweit im Internet auf Pi-Radio. Es ist bereits die zwanzigste Show von "Hier spricht TaxiBerlin" und nicht die neunzehnte, wie es im Internet steht. Nicht alles, was im Internet steht, stimmt auch. Was stimmt, ist, dass wir morgen sowohl einen Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr wagen werden, als auch einen Ausblick auf 2018. Dieses Jahr hatten wir unter anderem den Autor und verhinderten Berliner Taxifahrer Ingo Schulze im Studio, mit dem ich über sein neuestes Buch "Peter Holtz" sprach. Am Telefon sprach ich mit Jochen Rausch und Hans-Joachim Maaz über ihre Bücher "Im Taxi" und "Das falsche Leben". (Das Interview mit letzterem kann man hier nachhören.) Im neuen Jahr werde ich mich unter anderem mit dem Thema "Trinkgeld" und "Handy im Taxi" beschäftigen. Musikalisch steht die Sendung morgen unter dem Motto: Die größten Ereignisse - das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden, was auf englisch heißt: Sometimes the silence can be like thunder. - Don't miss it!

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26.12.2017

"VATER, WARUM HAST DU MICH VERLASSEN?"


Wider der unbefleckten Empfängnis

Im Moment habe ich viel Zeit im Taxi. Das war früher zu Weihnachten noch anders. Warum das früher anders war, darüber habe ich mir schon viele Gedanken gemacht, weswegen ich jetzt Zeit habe, darüber nachzudenken, was uns antreibt, alle Jahre wieder unterm Weihnachtsbaum zu sitzen. Da gab es diese Jungfrau, die schwanger ward. Oder war sie fremd gegangen? Wer weiß das schon so genau. Was wir wissen, ist, dass ein Kind geboren wurde, dessen Vater gar nicht der Vater war. Aber was machen Kinder, die keinen richtigen Vater haben? Genau, sie suchen ihn. Und was fragen sie sich ständig? Vermutlich: Vater, warum hast du mich verlassen?

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25.12.2017

"OH, ES RIECHT GUT!"


Compliment Competition

Das sagte ein Fahrgast, kaum dass sie bei mir im Taxi saß und noch bevor sie das Fahrziel genannt hatte. Nachdem das klar war, konnten wir uns wieder dem Geruch in meinem Taxi zuwenden. Natürlich wollte ich wissen, was denn da so gut riechen würde ihrer Meinung nach. Einen Duftbaum oder irgendwelche anderen künstlichen "Luftverbesserer" gibt es bei mir im Taxi nicht. Also, was war es, was da so angenehm roch? Und vor allem, wonach? Es würde irgendwie nach Zitrone riechen, meinte mein Fahrgast, und da ich, was sie mir glaubte, keine Chemie benutze, könne nur ich es sein, der da so gut riecht. Das hatte ich noch nie gehört, zumindest nicht in meinem Taxi. Bisher war das größte Kompliment dort "Endlich gute Musik!". Ab sofort ist es "Oh, es riecht gut!" von heute. - Frohe Weihnachten!

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24.12.2017

TAXIBERLIN ALS WEIHNACHTSMANN



Obwohl in Berlin wie alle Jahre "an Weihnachten" viele "nach hause" gefahren und gestern auch noch die, die da sind, alle gelaufen sind, weil mit zehn Grad Celsius gefühlt der Frühling Einzug gehalten hat, rollt bei mir gerade richtig der Rubel. Natürlich willst du wissen woran das liegt, wenn es doch keine Fahrgäste in der Stadt gibt, und ich will es dir verraten. Es liegt an meinem kleinen Bauchladen, den ich neulich in meinem Taxi eröffnet habe. Alleine gestern habe ich 15 Bücher, 17 CDs, 13 DVDs und 51 Postkarten verkauft. Heute wird es mit Sicherheit noch mal viel mehr werden, obwohl ich da gar nicht fahren wollte. Vielleicht stelle ich mich auch nur irgendwo hin, zum Beispiel am Ostbahnhof, wo alle Leute vorbei müssen, die immer noch keine Geschenke für ihre Liebsten haben. Dann wird aus meinem kleinen mobilen Bauchladen zwar ein schnöder immobiler Kiosk, aber was tut der Mensch nicht alles seinen Nächsten zuliebe.

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22.12.2017

WAS INSPEKTOR COLUMBO FRAGEN WÜRDE




Die wenigsten kennen ihn heute noch: Peter Falk alias Inspektor Columbo. Das war der, der immer wieder zum Tatort zurückkam und blöde Fragen stellte. Peter Falk hat auch im "Himmel über Berlin" von Wim Wenders mitgespielt, allerdings weniger als Inspektor Columbo, sondern mehr als sich selbst. Er kannte sich also etwas aus mit den hiesigen Örtlichkeiten, wäre bestimmt öfters zum Tatort am Breitscheidplatz zurückgekehrt und hätte möglicherweise folgende Fragen gestellt: Ist das in dem Video wirklich der LKW, der auf den Weihnachtsmarkt gefahren ist? Dazu müsste er nach rechts abbiegen, um durch eine schmale Gasse zwischen zwei Straßenschilder auf den Weihnachtsmarkt zu gelangen. Ist dafür seine Geschwindigkeit aber nicht viel zu hoch? Sein weiterer Weg sollte den LKW dann eigentlich genau unter die Lichterketten (rechts im Bild) geführt haben. Dürfte er diese aber nicht aufgrund seiner Höhe mitgenommen haben?

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21.12.2017

DIE GUTE NACHRICHT


Pauperisierung? Nie gehört.

Daraus wird nun nichts werden, dass das Party-Volk für Almosen durch die Berliner Nacht gefahren wird. Der Europäische Gerichtshof (EuGh) hat etwas dagegen. Manchmal ist Europa eben doch für etwas gut. Eine "innerstädtische Mitfahrzentrale" anstelle von regulären Taxis zu installieren und damit Kasse zu machen, funktioniert nur über eine weitere Pauperisierung derjenigen, die bereits jetzt nichts haben. Das Urteil verhindert ein weiteres Stück Bangladesh mitten in Berlin - zumindest vorerst. Eine gute Nachricht und ein Grund zur Freude.

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20.12.2017

TRAUMTOUR


So könnte sie aussehen

Seit Montag gibt es wieder ausreichend freie Parkplätze in der Stadt. Das liegt daran, dass die ersten bereits "nach hause" gefahren sind. Weihnachten gehört denen, die in Berlin zu hause sind. Richtung Silvester sieht es dann wieder anders aus. Da werden wir, wie alle Jahre, vom Party-Volk heimgesucht. Noch ein Wort zum Foto: "Die Fahrt zum Christkind" ist korrekt. Es gibt nur eins, weswegen es auch nur einen Christen geben kann, und der ist am Kreuz gestorben.

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19.12.2017

BREIT AUF DEM BREITSCHEIDPLATZ


BILD verstehen:

Jetzt Scheiß auf die Taxifahrt! Hier geht es um etwas anderes: Offensichtlich muss man in diesem Land erst unschuldig Opfer werden, dann ein Jahr warten, um mal "schonungslos" seine Kritik an unserer geliebten Führerin äußern zu dürfen. (Jetzt versteht man sogar Martin Schulz, diesen Waschlappen!) Habe ich da gar erste Worte der Selbstkritik heute vernommen? Eins ist, so denke ich, sicher: Das heute war und ist der Anfang vom Ende von Merkel!

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18.12.2017

TAUSCHEN IM TAXI oder TRADE WITH TAXIBERLIN


Bier und Wein von Sardinien

Jetzt vor Weihnachten läuft mein kleiner Bauchladen besonders gut. Du glaubst gar nicht, wie viele Leute keine Idee haben, was sie ihren Liebsten schenken sollen. Es geht aber auch anders, wie zum Beispiel gestern. Da habe ich drei Bücher und zwei Postkarten gegen zwei Flaschen Wein und genauso viele Flaschen Bier getauscht - allesamt von Sardinien. Im Moment kann ich weder zu dem Bier noch zu dem Wein was sagen. Die spare ich auf für "gut", also für Weihnachten. Was ich mit Sicherheit weiß, ist, dass sich niemand Sorgen machen muss wegen den Büchern und Postkarten. Mein Bauchladen ist bereits wieder aufgefüllt. Mit einem Postkarten-Motiv wird es allerdings langsam etwas eng, und das ist Die Schwanzlose Gesellschaft.

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17.12.2017

"NUR GEILE LEUTE"


Ich gebe es zu und es ist auch nichts Neues, dass mir Party People ziemlich auf die Nerven gehen, zumindest bei mir im Taxi (wo sonst?), denn im normalen Leben gehen sie mir am Arsch vorbei. Bei diesen gestern war das anders. Die wollten in einen Club mit Sauna und Spa, wo nur geile Leute sind. Das machte mich neugierig, denn es hörte sich für mich eher nach 'nem Swinger-Club an. Leider konnte meine Nachfrage nicht beantwortet werden, weil die Wortführerin in dem Moment von jemand aus dem Club angerufen wurde, und zwar von einer Person, auf die sie offensichtlich nicht gut zu sprechen war. Zum Glück war die Fahrt da schon fast zu Ende. Ich konnte mir nicht verkneifen, ihre Worte zu wiederholen, dass da ja "nur geile Leute" drin wären. Das fand sie aber gar nicht witzig, nein, ich muss sogar sagen, sie wurde regelrecht hysterisch. Und das verstehe ich nicht!

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16.12.2017

EINFAHRTEN EXPLIZIT KOSTENPFLICHTIG


"Ankunftszentrum"

Dass eine Einfahrt explizit für Taxis kostenpflichtig ist, kenne ich von keinem Ort in Berlin, sieht man mal von der Zufahrt zum großen Parkplatz nur für Taxen am Flughafen Tegel ab, wo es aber, wenn man so will, ein durchlaufender Posten ist, denn die Kosten pro Einfahrt bezahlt letztendlich der Fahrgast, der einem dort ins Taxi steigt. Die explizite Kostenpflicht für Besucher und Taxis (Foto) besteht übrigens auch an einem Berliner Flughafen, genauer an einem gewesenen, und zwar den in Tempelhof, und betrifft neuankommende Flüchtlinge. Überträgt man das Kostenmodell vom Flughafen Tegel auf Tempelhof, müsste die dann wohl auch die Kosten übernehmen. Wie hoch die nun wieder sind, kann ich nicht sagen, denn es steht nicht explizit dran. Wahrscheinlich weiß es auch keiner der Kollegen, da noch nie ein Taxi bis zum "Ankunftszentrum" vorgefahren ist. Möglich ist auch, dass es die explizit Berliner Art ist, den neu Ankommenden "Hallo!" zu sagen.

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15.12.2017

TANZEN LERNEN MIT TAXIBERLIN



Eigentlich mit Robert Zimmermann

Taxifahren, das wissen viele nicht, hat viel mit Tanzen zu tun. Ein guter Taxifahrer tanzt förmlich über die Straßen und Plätze. Sie sind, wenn du so willst, sein Dancefloor. Das wusste auch schon Kollege Nietzsche, der ganz und gar meinte, man müsse das Leben tanzen. Wo Nietzsche das Tanzen gelernt hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich lerne es auf der Straße und im Internet, und dort von Robert Zimmermann. Das ist der kleine Mann in der Mitte mit der Gitarre in der Hand. Er ist nicht nur für seinen Gesang bekannt, sondern auch für sein Beinspiel. Das ist einzigartig und nur schwer zu erlernen. Aber so muss es wohl aussehen, wenn man das Leben tanzt.

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13.12.2017

TAUSCHE KOTZTÜTE GEGEN HANDYBLOCKER


Nicht irgendeine!

Etwas zu teilen (to share) ist keine neue Erfindung, auch wenn man uns dies derzeit immer wieder einzureden versucht, genauso wenig wie Dinge zu tauschen. Dass ich ausgerechnet jetzt eine unbenutzte Kotztüte von "Air-Berlin" zum Tausch anbiete, liegt sicher nicht am Niedergang von "Air-Berlin", denn der interessiert mich als "Nicht-Flieger" nicht. Mir gehen einfach nur die Handy-Junkies in meinem Taxi auf die Nerven, und zwar gewaltig. Im neuen Jahr möchte ich mich in einer eigene Sendung dem Thema "Handy im Taxi" in meiner Show "Hier spricht TaxiBerlin" auf "Pi-Radio" widmen. Dazu würde ich ganz gerne über meine ganz persönlichen Erfahrungen mit einem Handyblocker in meinem Taxi berichten. Und dafür werfe ich nichts geringeres als eine Kotztüte von "Air-Berlin" in den Ring, nicht neu - aber unbenutzt! Wer weiß, was die eines Tages noch mal wert ist?!

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12.12.2017

BERLIN OHNE BERLINER TAXIS


Für Berliner Taxis gilt: Fackel aus am Flughafen!

Nun schon seit Jahren dürfen wir als Berliner Taxis zum Flughafen Berlin-Schönefeld zwar Fahrgäste hinbringen, aber keinen einzigen aufnehmen, und dass, obwohl fast sämtliche Fahrgäste nach Berlin rein wollen, die Fahrer dort keine Ortskunde für Berlin besitzen, dafür einen höheren Preis als Berliner Taxis verlangen. Ich komme auf diese alte Geschichte zurück, weil die Berliner-Taxi-Innung nun in einem Informations-Blatt die Berliner Taxifahrer dazu auffordert, sich wieder an die Taxihalteplätze zu stellen, (was sie seit einiger Zeit nicht zwingend müssen, wenn sie einen Funkauftrag haben wollen, weil das GPS sie auch erkennt, sobald sie sich nur in der Nähe des Halteplatzes aufhalten) damit uns die Stadt diese Halteplätze nicht wegnimmt, wenn der Flughafen Tegel irgendwann nicht mehr sein sollte. Keine Rede davon, dass man um Laderechte am neuen Flughafen BER, sollte er denn irgendwann einmal aufmachen, für Berliner Taxis kämpfen wird. Offensichtlich hat man bei der Innung bereits aufgegeben. Eine Interessenvertretung sieht anders aus.

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10.12.2017

ALSO SPRACH TAXIBERLIN (DIE DEFINITIVE SERIE)


Die Älteren kennen sie noch von früher, die "um Komplimente fischenden". Die haben zwar auch genervt, aber nicht so wie die "um Anerkennung bettelnden" von heute. Noch klingt fremd die Lehre: Tue Gutes - Aber schweige darüber! Also sprach TaxiBerlin

09.12.2017

DENKMALGERECHTE SANIERUNG EINES DENKMALS


Gedächtniskirche / Breitscheidplatz
früher Charlottenburg / heute Charlottenburg-Wilmersdorf

Dass ein Denkmal, auch wenn es "nur" um das Podium geht, "denkmalgerecht" (was immer das sein soll) saniert wird, sollte selbstverständlich sein. In Berlin ist es eine Überschrift (Foto) wert. Auf dem Podium standen neulich noch Kerzen, heute stehen schon wieder Weihnachtsmarktbuden drauf. Am 19. Dezember werden sie geschlossen bleiben, da jährt sich der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt, bei dem elf Menschen zu Tode kamen. Du willst wissen, was aus den Angehörigen geworden ist? Dann empfehle ich folgende Kolumne dieses Herrn, bei dem die wenigen schmackhaften Pilze Beiträge direkt neben den unzähligen ungenießbaren stehen.

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07.12.2017

ÜBER UBER ÄRSCHE


Sind wohl mehrere

Der neueste Trick von UBER sind schwarze Limousinen vorzugsweise mit einem LN-Kennzeichen für LÜBBEN. Mietwagen, das sind diese Limousinen offiziell, müssen laut Gesetz nach jeden Auftrag zu ihrem Betriebssitz zurückkehren, bevor sie den nächsten Auftrag ausführen. Da unsere schöne Stadt kein Personal hat, das zu kontrollieren, was, sieht man sich die heutigen Möglichkeiten der Kommunikation an, gar nicht zu kontrollieren ist, sollen dies wir Taxifahrer jetzt für sie übernehmen. In der aktuellen TAXI-NEWS Nr. 9 vom November 2017 gibt es auf Seite 19 einen AUFRUF, wie wir dazu vorgehen sollen:

1. Datum (der Bereithaltung)
2. Uhrzeit
3. Autokennzeichen
4. Marke (z.B. Toyota Prius, Mercedes E-Klasse etc.)
5. Ort
6. Name des Beobachters (damit wir auch Zeugen haben)
sollen notiert werden, am besten und wenn möglich sollen auch Fotos und Videos gemacht werden. Die Erfahrung sagt, dass dies aus zwei Gründen nichts bringt, nichts bringen wird:

1. ein Gesetzesverstoss gegen die Rückkehrpflicht von Mietwagen kann damit nicht bewiesen werden
2. gegen auswärtige Fahrzeuge kann in Berlin nichts unternommen werden (das ist kein Witz, das ist die offizielle Argumentation unserer Stadt), sie sind schließlich nicht von hier

Warum dann dieser AUFRUF, der am ehesten an eine IM-Tätigkeit erinnert, ohne dabei eine Verpflichtungserklärung unterschreiben zu müssen - ich weiß es nicht. Was ich weiß, ist, dass ich bei jeder Fahrt ab Flughafen Tegel, wo sich die meisten UBER ÄRSCHE mit ihren schwarzen Limousinen tümmeln, vom Fahrgast Geld für den Flughafenbetreiber, den Eigentümer des Flughafens, denn der ist Privatbesitz, eintreiben muss, damit dieser QUALITÄT beim Abtransport seiner Fluggäste anbieten kann. Es ist somit Aufgabe der Flughafengesellschaft, diese QUALITÄT auch zu sichern, oder zumindest für die Durchsetzung der Straßenverkehrsordnung. Das ist nicht zu viel verlangt. Die UBER ÄRSCHE stehen am Flughafen im Parkverbot, manchmal auch im Halteverbot, und das Stundenlang. Müssten die UBER ÄRSCHE, wie alle anderen Abholer auch, Parkplatzgebühren zahlen, hätte sich der Spuk am Flughafen umgehend erledigt. Offensichtlich ist die Flughafengesellschaft genau daran nicht interessiert, genauso wie die Stadt nicht daran interessiert ist, sich der Sache anzunehmen. Also, warum bitte sehr, soll ich hier den Spitzel spielen, und das noch auf Privatbesitz?

Foto&Text TaxiBerlin

05.12.2017

MIT DEM TAXI ZUR TOILETTE


Alexanderplatz / früher Mitte / heute Neue Mitte

Der Toilettengang, oder wegen mir auch die Fahrt zu ihr, ist ein wichtiges Thema für Taxifahrer, denn kaum ein Taxi hat eine Toilette an Bord, weswegen ich immer wieder darauf zurückkomme. Manch Taxifahrer geht gar nicht auf Toilette, wohl auch aus Kostengründen, aber nicht nur. Vielen trinken kaum etwas, oder zumindest nicht ausreichend, um erst gar nicht das Bedürfnis aufkommen zu lassen. Dass man für ein menschliches Bedürfnis hierzulande regelmäßig zur Kasse gebeten wird, ist eine Riesensauerei, aber nicht Thema dieses Beitrags. Thema dieses Beitrags ist DER PREIS, beispielsweise der für die WC-Tagesflat auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Alex, gleich neben der neuen Polizeiwache, die demnächst eingeweiht wird. Ob die geforderten 5 Euro gut angelegt sind, weiß ich nicht, weil ich kein Weihnachtsmarkt-Gänger bin. Was den PREIS AN SICH angeht, da meinte der bereits gestern von mir zitierte Oscar Wilde: "Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und von nichts den Wert."

Foto&Text TaxiBerlin

04.12.2017

VOR DIESEM VIDEO MUSS GEWARNT WERDEN:



Letzten Dienstag im Kino "Babylon"

"Wer unter die Oberfläche dringt, tut dies auf eigene Gefahr", das meinte zumindest Oscar Wilde, und der muss es gewusst haben, weswegen vor obigem Interview, das nach drei Tagen immerhin schon mehr als 30.000 mal angeklickt wurde, mit Daniele Ganser, der mir hier in Berlin auch schon im Taxi saß, nur gewarnt werden kann.

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01.12.2017

FEIERE DICH SELBST !


Die perfekte Anleitung

Mit meinem kleinen Taxi bringe ich nicht nur Leute von A nach B, sondern biete ihnen dabei auch noch dies und das an. Ich finde das nicht nur fair, schließlich muss ich mir auch diesen und jenen Unsinn von ihnen anhören, sondern befinde mit damit auch in der Tradition vom Eisernen Gustav, dem wohl bekanntesten Berliner Taxifahrer, der in seiner Droschke Postkarten aus eigener Produktion verkauft hat. Diese habe ich in meinem kleinen Bauchladen bereits seit einiger Zeit im Angebot, und neuerdings auch einen Satire-Klassiker der Weltliteratur. Ich erwähne das nicht, weil ich der Herausgeber bin - Herausgeber sein kann jeder! Ich schreibe darüber, weil Weihnachten vor der Tür steht, es also was zu feiern gibt, viele Leute aber nicht wissen, was oder wen sie feiern sollen. Ich empfehle dir: Feiere dich dich selbst! Feiere den Geizkragen in dir, der jeden Cent dreimal umdreht, bevor er ihn ausgibt und auch den, der sich am liebsten von anderen einladen lässt, ohne auch nur einen Gedanken an eine Gegeneinladung zu verschwenden! Das Buch ist, wenn du so willst, die perfekteste Anleitung zum sich selber feiern, die es gibt, und du bekommst sie, anders als die Postkarten, nicht nur bei mir im Taxi.

Foto&Text TaxiBerlin

30.11.2017

HIER SPRICHT TAXIBERLIN # 19


Ist mit Sicherheit dabei!

Heute Abend ab 19 Uhr ist es wieder so weit, da sind Layne alias TaxiGourmet, die Kollegin aus New York, und ich wieder auf Sendung. Das ganze auf Pi-Radio, was in Berlin die 88.4 ist, in Potsdam bereits die 90.7 und weltweit im Internet als Live Stream unter piradio.de. (Dazu musst du dort nur rechts relativ weit oben "Stream hören" anklicken.) In unserer heutigen Sendung "Hier spricht TaxiBerlin" (es ist bereits unsere neunzehnte und nicht die achtzehnte, wie im Internet angeben) werde wir über "TaxiFilme" sprechen, genau genommen über sechs oder sieben von ihnen. Mal sehen, wie weit wir kommen. Natürlich willst du wissen, welche Filme das sind. Dazu musst du heute Abend um 19 Uhr nur das Radio einschalten oder ins Netz gehen, denn uns gibt es nur "live" und nicht zum "nachhören"!

Foto TaxiGourmet
Text TaxiBerlin

28.11.2017

"AN ALLEM IST ZU ZWEIFELN"


BBC "News Update" vom 11. September 2001

"An allem ist zu Zweifeln", das meinte bereits Marx, der, jetzt ist auch dem letzten klargeworden, mit allem, was er über den Kapitalismus sagte, Recht behalten sollte, weswegen es mir schwer fällt, seinem Zitat hinzuzufügen: "Selbst an Verschwörungstheorien!" Heute hast auch du Gelegenheit zum Zweifeln, und das gleich zweimal, einmal um 16:30 Uhr und das andere mal um 20:00 Uhr, hier in Berlin, im Kino "Babylon" am Rosa-Luxemburg-Platz. Da gibt es einen Vortrag von dem Schweizer Historiker und Friedensforscher (nicht Verschwörungstheoretiker!) Dr. Daniele Ganser, der mir möglicherweise auch schon mal im Taxi saß, mit dem schönen Titel: "WTC 7: Feuer oder Sprengung?" Der Hintergrund ist der, dass am 11. September 2001 nicht nur die beiden Hochhäuser, die als Zwillingstürme bekannt sind, sondern auch ein drittes Gebäude einstürzte, in das zwar kein Flugzeug hineingeflogen war, dessen Einsturz dafür zuvor von der BBC angekündigt worden war. Woher wussten die das nur? Vielleicht gibt es heute Abend eine Antwort.

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Text TaxiBerlin

27.11.2017

REIFENWECHSEL AUF DEM KURFÜRSTENDAMM


Ich bin mir nicht sicher, ob es sich schon um einen neuen Trend handelt, das Potential dazu hat der "Reifenwechsel auf dem Kurfürstendamm" aber auf jeden Fall, weswegen ich ihn dir nicht vorenthalten möchte. Ganz wichtig ist, möglichst weit vorne was zu finden, also ich sag mal irgendwo zwischen Gedächtniskirche und Fasanenstraße, weil sonst sieht dich ja keiner. Leider sieht es gerade dort mit geeigneten Plätzen auf dem Mittelstreifen extrem rar aus, obwohl gerade die besonders zu empfehlen sind, denn dann sehen dich die Leute sowohl von links als auch von rechts. Obwohl ich gleich mehrere beim Aufziehen der neuen Reifen gesehen habe, so vergaß ich doch ein Foto machen. Du musst es mir einfach glauben. Für mich kommt der neue Trend leider zu spät. Ich hab meine Reifen bereits letzte Woche ganz langweilig bei uns auf dem Hinterhof gewechselt.

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26.11.2017

ENDZEITSTIMMUNG


Der Notarzt ist schon unterwegs

Endzeitstimmung in Germany, "Stunde Null" titelt die Bild-Zeitung für Abiturienten aus Hamburg. Niemand möchte mehr mit unser großen geliebten Führerin, die auf aktuellen Bildern schon ganz krank aussieht, regieren. Vorbei die Zeit, als alle ihr noch blind folgten. Schuld sind natürlich immer die anderen: Alles Männer! So weit keine Überraschung. Aber sind die Beschuldigten auch die Schuldigen? Zweifel kommen auf jeden Fall, stellt man die Diagnose anhand der anerkannten systemübergreifenden vier Phasen der Planung:

1. Euphorie (über den Plan)
2. Ernüchterung (weil Plan ist nicht zu schaffen)
3. Suche (nach den Schuldigen)
4. Bestrafung (der Unschuldigen)

Aber wer ist nun der wahre Schuldige? Ist es vielleicht auch ein Mann? Möglicherweise sogar der unserer großen geliebten Führerin, der seit vielen Jahren ihr treuer Hausmann ist. Ein gut informierter Fahrgast meinte gestern, dass der treue Hausmann unserer großen geliebten Führerin genau dort, also zu Hause, auch in Zukunft lieber alleine sein möchte, ohne sie. Deswegen soll er unserer großen geliebten Führerin neulich empfohlen haben, sich noch mal wählen zu lassen.

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25.11.2017

"FIKKEFUCHS" - EIN TAXIFAHRERLEHRFILM


und seine Ankündigung

Der Taxifahrer in dem gerade angelaufenen Kinofilm "Fikkefuchs" hat alles richtig gemacht. Er hat höflich nachgefragt, ob es seinen beiden Fahrgästen gut geht, und das gleich mehrfach. Der Berliner Kollege hat seinen Fahrgästen geglaubt, als diese ihm antworteten, dass alles OK sei, obwohl seine Vermutung, dass eher das Gegenteil zutrifft, auf ausgesprochener Menschenkenntnis basierte. Darüber hinaus hat er sich noch vorbildlich auf die Straße und den Verkehr konzentriert, wobei Mann sich bekanntlich schwer tut mit "Multitasking", Frau aber auch, denn "Multitasking" ist, das ist bekannt, ein Mythos. Trotzdem hat einer seiner Fahrgäste ihm am Ende der Fahrt ins Taxi gekotzt. Wie man als Taxifahrer damit umgeht, und vor allem, wie man trotz Kotze an seine Kohle kommt, das erfährst du in "Fikkefuchs", der laut "Süddeutscher Zeitung" "Ein Knaller", was immer das heißen mag, und wenn es nach "Deutschlandfunk Kultur" geht, "Jetzt schon Kult" ist. In dem Film geht es auch noch um Männer und Frauen, also um Schnee von gestern, denn heute gibt es ja keine Geschlechter mehr, denn die sind, das ist Dank dem Genderismus bekannt, nur ein "soziales Konstrukt". Natürlich willst du wissen, wie der Kollege an seine Kohle kommt, und zwar sowohl für die Fahrt, als auch für die teure Spezialreinigung, nachdem ihm einer seiner Fahrgäste wirklich heftig ins Taxi gekotzt hat. Dazu musst du dir nur den Film "Fikkefuchs" ansehen. Ich möchte so viel verraten, dass das nicht leicht war, aber zum Film passt, denn der ist auch alles andere als leichte Kost.

Foto&Text TaxiBerlin

22.11.2017

DAS TAXIBERLIN GEDENKZIMMER


Schillstraße, früher Tiergarten, heute Neue Mitte

Nachdem klar ist, dass es wegen der Quote keine TaxiBerlinStraße in Berlin geben wird, musste ich mir etwas anderes einfallen lassen. Warum nicht ein eigenes GedenkZimmer in einem großen Hotel, und das schon zu Lebzeiten?! Das Hotel "Berlin Berlin" am Lützowplatz ist ein solch großes Hotel, und seit Neuestem habe ich dort "mein eigenes Zimmer", in dem Bilder von und mit mir an der Wand hängen, neben einem kleinen Erinnerungstext an mich, obwohl ich noch gar nicht tot bin. Du glaubst mir nicht? Dann frage heute noch nach dem "TaxiBerlin Gedenkzimmer" an der Schillstraße im ersten Stock!

"TaxiBerlin GedenkWand"

Fotos&Text TaxiBerlin

21.11.2017

HEUTE BLEIBE ICH IM BETT


Mein Bett im Hotel Berlin

Heute bleibe ich im Bett, das ist der Plan, dafür bin ich gestern umgezogen, und zwar in eines der unzähligen Berliner Hotels. Ich hatte das schon immer mal machen wollen: Da schlafen, wo die vielen blöden Touristen pennen, die immer zahlreicher unsere Stadt und manchmal auch mein Taxi heimsuchen. Für gestern Abend wurde mir der Besuch eines bekannten Strip-Lokals im Viertel empfohlen. Selbst dort waren sie, die blöden Touristen und auch Touristinnen. Ja, heutzutage geht man paarweise in Bars, wo Frauen sich nach Musik ausziehen, was aber ignoriert werden muss. Schade um die schönen Frauen, die mitunter sehr kunstvoll ihrem Handwerk der, zugegeben nicht ganz vollständigen Entkleidung nachgingen. Bei manch einer war es bereits Kunst, das nur für die, die nicht zuschauen konnten. Wie gesagt, das Strip-Lokal wurde mir empfohlen, und zwar vom Wagenmeister. Wagenmeister wissen manchmal (nicht immer!) sehr viel, das ist so ähnlich wie mit den Taxifahrern, glaube ich. Heute werde ich das nicht weiter überprüfen können, denn heute bleibe ich, ich sagte es bereits, im Bett und schaue auch keine Nachrichten, ganz genauso wie es gestern der Kollege Morrissey empfohlen hat.

Foto&Text TaxiBerlin

20.11.2017

#METOO: "SPENT THE DAY IN BED"




Der Typ, also Morrissey, ist Scheiße, was bei Künstlern normal ist. Dieser Song ist aber wirklich toll, und nicht nur, weil ich heute, nach meiner "Arbeitswoche" (dem Wochenende von "Normalverbrauchern") genau das tun werde - im Bett bleiben, sondern weil ich, genauso wie der "Künstler" es empfiehlt, auch aufhöre die "News" zu schauen - heute, morgen, übermorgen ...

PS: Wichtig für Taxifahrer auch: "no bus, no boss, no rain, no train, no emasculation, no castration, no highway, no freeway, no motorway, no bus, no boss, no rain, no train ..."

PSPS für alle und keinen: "Stop watching the news! Because the news contrives to frighten you, to make you feel small and alone, to make you feel that your mind isn't your own."
Video VeVo
Text TaxiBerlin

19.11.2017

HIGHWAY TO HELL IN BERLIN


Am Lustgarten, früher Mitte, heute Neue Mitte

"Unter den Linden" wird nicht nur gebaut, sondern auch getrommelt, und zwar auf Mülltonnen, wozu sind sie sonst da. Na gut, ein paar Flaschensammler bergen dort manchmal auch wahre Schätze, aber nicht gestern, und vor allem nicht am Lustgarten. Man kann auch "Highway to Hell" trommeln, oder vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, denn gestern hat sich alles irgendwie nach dem Song von AC/DC aus der Feder von Angus' großem Bruder Malcom (RIP!) angehört.

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18.11.2017

DEM ANONYMEM SAMENSPENDER


Irmgard- Ecke Waltraudstraße

Die Ecke gibt es wirklich, und das lange vor der Frauenquote für Berliner Straßennamen. Eine Quote für Männer gibt es nicht und wird es wohl auch nicht geben, da der Mann gerade abgeschafft wird. Obwohl, eine Möglichkeit gibt es noch, und zwar als "Straße für den anonymen Samenspender". Wie wär's mit Ecke "In Vitro Insemination"?

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17.11.2017

"WIR SCHAFFEN DAS" SCHAFFT ES NICHT


Der Weg nach Jamaika

Eine alte Taxiweisheit sagt: Auf jemanden, der am Boden liegt, soll man nicht einschlagen. So lange sich alle anderen aber nie mit Inhalten, sondern immer nur mit der Gemütslage der vorzugsweise männlichen Sondierer beschäftigen, darf man, so denke ich, darauf hinweisen, dass nur Mitläuferin sein nach Jamaika nicht ausreicht.

Foto&Text TaxiBerlin

16.11.2017

WERBUNG VERSTEHEN


"sharing friends"

Ich bin mir nicht sicher, ob ich noch auf dem neuesten Stand bin. Will sagen: Ob uns nicht doch schon eine allerneueste Sau als die total geniale und vor allem völlig neue Idee der "sharing econonmy" verkauft wurde, mit der Betonung auf verkauft. Ausgerechnet ein junger Russe in meinem Taxi war es, der mich darauf brachte. Die Fahrt war lang, von Mitte nach Marzahn so weit ich mich erinnere. Sein Deutsch war nicht das beste, aber irgendwie verstanden wir uns. Er meinte jedenfalls, dass Freunde sich für den Kapitalismus nicht rechnen, und dass es in Russland das Sprichwort gibt, dass Freunde wichtiger sind als Geld. Brauchst du 100 Rubel und hast 100 Freunde, borgt dir jeder einen Rubel, den du mit etwas Glück nicht zurückzahlen musst. Schließlich ist es dein Freund. Dass dir ein einzelner Freund 100 Rubel borgt, ist dagegen eher unwahrscheinlich. Heute kannst du Freunde "adden", was immer das heißen mag. Möglicherweise gibt es ja bereits "sharing friends", wo man Freunde kaufen kann, und ich habe es nur noch nicht mitbekommen.

Foto&Text TaxiBerlin

15.11.2017

ÜBER KÜNSTLICHE INTELLIGENZ, DRÜCKEN, WISCHEN UND DAS ENDE DER WELT


Frankfurter Alle Ecke Niederbarnimstraße,
früher Friedrichshain, heute Friedrichshain-Kreuzberg

Der Glauben ist wichtig, er kann bekanntlich Berge versetzen, und wer will schon als Ungläubiger gelten heutzutage. Ungläubiger wird man schneller als man denkt, beispielsweise indem man an Geld, das Grundgesetz oder an künstliche Intelligenz glaubt. Du lachst, aber Menschen machen so was! Gerade der ungläubige Glaube an künstliche Intelligenz ist problematisch. Dass Geld oder auch das Grundgesetz klüger wären als wir Menschen, auf diese Idee würde keiner kommen. Bei der künstlichen Intelligenz ist das anders. Da glauben Leute wirklich, dass die von Menschen geschaffene künstliche Intelligenz klüger wäre als sie selbst. Und nachdem wir bereits sowohl die Produktion als auch die Reproduktion ausgelagert haben, werden wir wohl bald auch das Denken jemand anderem überlassen. In Zukunft wird künstliche Intelligenz uns sagen, was gut für uns ist und was nicht. Vielleicht wird die künstliche Intelligenz aber auch sagen, was gut für die Welt ist und was nicht. Wer weiß das schon so genau. Sollte es die künstliche Intelligenz mehr mit der Welt und weniger mit dem Menschen halten, was man ihr nicht verdenken kann, kann es passieren, dass sie den Menschen auffordern wird, irgendwann einen bestimmten Knopf zu drücken. Keine schöne Vorstellung, oder? Mir persönlich gefällt auch das Bild besser, dass der Mensch eines Tages von der Welt weg-gewischt wird, ganz genauso wie er selbst heute noch auf seinem Smartphone rum-wischt.

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14.11.2017

VIVA LA ANARCHIE


Taxihalte mit Baustelle, Charlotten- Ecke Behrenstraße,
früher Mitte, heute Neue Mitte

Der ein oder andere erinnert sich: Es gab irgendwann mal Wahlen. Seitdem treten unsere Politikerdarsteller nicht mehr im Parlament, sondern auf dem Balkon auf. Zugegeben, das nervt. Und es nervt deswegen, weil man sie gar nicht vermissen würde, wenn sie auch das nicht mehr täten. Es ist nämlich so, dass es seitdem besser läuft. Früher nannte man ohne Regierung Anarchie, heute Sondierung oder so. Ist aber auch egal, Namen sind nur Schall und Rauch. Jedenfalls läuft es seither nicht nur im Taxi besser, sondern auch auf unseren zahlreichen Baustellen in der Stadt (Foto), und ich weiß auch schon, wo ich am 31.Juli 2018 um 18 Uhr mit meinem Taxi sein werde.

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11.11.2017

DER DÜMMSTE TAXIFAHRER


Der dümmste Taxifahrer kommt, nein, nicht aus Berlin, sondern aus Wien. Von dort aus hat er seinen Fahrgast aus Monte Carlo abgeholt, um erstmal mit ihm über Nizza und Brüssel nach London zu fahren, von wo es weiter ging über die Slowakei und Nordrhein Westfahlen zurück nach London. Dort stellte der Fahrgast dann fest, dass sein Geld auf einer Bank in Mexiko ist, weshalb beide kurzerhand nach Mexiko flogen (was tut man nicht alles für Geld!), wo dann aber der Fahrgast plötzlich verschwunden ist, weswegen der Taxifahrer sich von seiner Frau Geld überweisen lassen musste, um über Toronto und Island nach Wien zurückzukehren. Dort ist er bereits wieder mit seinem Taxi unterwegs und hofft auf weitere Fernfahrten, diesmal aber bitte mit Vorkasse, das rät dem Taxifahrer aus Wien TaxiBerlin.

09.11.2017

DER ALLTÄGLICHE SEXISMUS IM TAXI UND ANDERSWO


Zum Beispiel in der Werbung für Reinigungen: Man(n) = blöd

Jetzt ist es auch noch jemand anderem aufgefallen, dass bei der aktuellen Sexismusdebatte ausschließlich Männer die Täter und Frauen die Opfer sind, und zwar Dr. Reimer H., Psychiater aus Berlin-Wilmersdorf. Dr. Reimer H. saß mir zwar noch nicht im Taxi, zumindest nicht wissentlich, hat dafür aber neulich in einem Leserbrief im Spiegel (Nr. 44/28.10.2017) sein Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass im vorherigen (Nr. 43/21.10.2017) "alle vier Beiträge (Leitartikel, Titel, Interview, Debatte) die gleiche unkritische Aussage machen: 'Die Männer sind schuld'", um weiterhin darüber zu berichten, wie es in seiner Praxis aussieht: "Männer, die von Frauen sexuell belästigt werden; Ehemänner, die von ihren Frauen zum Sex gezwungen werden" und kommt zu dem "Fazit, eine alte Rechtsregel: 'Auch der andere Teil muss gehört werden.'"

Mir zum Beispiel fassen regelmäßig wildfremde Frauen ans Knie. Das ist auch der eigentliche Grund, jetzt kann ich es endlich verraten, weswegen Fahrgäste generell hinten zu sitzen haben im Taxi. Ich muss dazu sagen, dass es mir meist gar nicht unangenehm ist, wenn mir Frauen ans Knie fassen. Das ist leider auch die Wahrheit. Es gibt da natürlich auch eine Grenze, selbst bei mir, aber das ist eher eine Altersgrenze. Also ab dann, wann Frauen sich beim Arzt nicht mehr frei machen müssen. Manchmal werde ich auch von Schwulen ans Ohrläppchen gefasst. Ich will nicht sexistisch sein, aber das finde ich nicht so schön. Vor allem, wenn ich es mit dem ans Knie fassen der Frauen vergleiche. Ich muss gestehen: Einmal habe auch ich schon 'ner Frau wohin gefasst. Ich weiß, das ist total unprofessionell. Ich meine, ich bin als Taxifahrer nicht nur nüchtern, sondern vor allem Profi. Aber was soll ich sagen: Der Frau hat das gefallen - damals.

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08.11.2017

"JOURNALISM IS PRINTING WHAT SOMEONE ELSE DOES NOT WANT PRINTED: EVERYTHING ELSE IS PUBLIC RELATIONS."


Dass ich noch einmal ein Buch lesen würde, dass verboten ist, hätte ich mir nicht träumen lassen. Genau genommen ist es auch nicht verboten, sondern sein Autor Hamed Abdel-Samad wird "nur" mittels Fatwa mit dem Leben bedroht. Für seine Leser scheint die Drohung (noch) nicht zu gelten, aber heutzutage kann man nicht vorsichtig genug sein, insbesondere wenn es in dem Buch um den Propheten Mohammed geht. Spätestens nachdem der käuflichste unter unseren Bundespräsidenten meinte, dass der Islam zu Deutschland gehört, sollte jeder etwas mehr wissen über diese Religion, so denke ich. Beispielsweise, warum die Zeitrechnung im Islam etwa am 24. September 622 christlicher Zeit beginnt, obwohl Mohammed da bereits über 50 Jahre alt war. Oder warum der Prophet seine Gebetsrichtung nach Mekka verlegte, die vorher gen Jerusalem ging.

Das mit der Richtung müssen auch die Kollegen beachten, die seit einiger Zeit immer zahlreicher auf dem großen Parkplatz nur für Taxifahrer gen Mekka beten. Auch immer mehr junge Männer sind unter ihnen, die immer öfter ihren kleinen Gebetsteppich aus dem Taxi holen und auf ihnen entweder zwischen den Taxen oder in der südöstlichsten Ecke ihr Gebet verrichten. Ich war mir lange nicht sicher, ob es wirklich eine so gute Idee ist, das Buch von Hamed Abdel-Samad im Taxi am Flughafen Tegel zu lesen. Ausgerechnet der gerade wieder viel gelesene George Orwell machte mir Mut. Von ihm stammt der Titel dieses Beitrages, der ins Deutsche übertragen lautet: "Journalismus heißt, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations."

Text TaxiBerlin

06.11.2017

DAS INTERVIEW MIT HANS-JOACHIM MAAZ




Hier nun endlich das Interview, das ich bereits am 7.Juni 2017 aufgezeichnet habe und welches am 7.September auf Pi-Radio ausgestrahlt wurde, zum Nachhören. Pi-Radio ist ein freies Radio, das in Berlin auf 88.4 MHz, in Potsdam auf 90.7 MHz und im Internet unter www.piradio.de weltweit als Live Stream zu empfangen ist. Hans-Joachim Maaz aus Halle an der Saale ist Psychoanalytiker, Psychotherapeut und Autor zahlreicher Bücher, wie beispielsweise "Der Gefühlsstau" und "Die narzisstische Gesellschaft". In meiner Sendung "Hier spricht TaxiBerlin" unterhalte ich mich mit Hans-Joachim Maaz, der mir auch schon mal in Berlin im Taxi saß, über sein im März diesen Jahres erschienenes Buch "Das falsche Leben", über den Begriff der "Normopathie" und über den Philosophen Friedrich Nietzsche, welcher der Meinung war, dass die Wahrheit dann am seltensten Vertreter findet, wenn es, so wie heute, langweilig ist. "Hier spricht TaxiBerlin" gibt es alle vier Wochen Donnerstags um 19Uhr auf Pi-Radio, das nächste Mal wieder am 30.November 2017.

Interview&Text TaxiBerlin

MIR DOCH EGAL, WIE DAS ARSCHLOCH ZUR ARBEIT KOMMT!


Das Kind, das in Moabit reanimiert wurde, liegt, wie jetzt bekannt wurde, im künstlichen Koma im Virchow-Klinikum. Sein Name und auch die der Eltern sind bekannt. Wie der 23-jährige heißt, der nicht zur Arbeit konnte, weil der Rettungswagen sein Auto zugeparkt hatte, und der deswegen nicht nur dem Rettungswagen den Spiegel abtrat, sondern sich auch noch dem Sanitäter, der den Notfallkoffer und die Beatmungsmaske holte, in den Weg stellte, ist nicht bekannt. Einige Zeitungen nennen ihn verharmlosend Pöbler. Ich nenne ihn Arschloch.

Text TaxiBerlin

05.11.2017

BEI MOZART GIBT'S MEHR TRINKGELD


Fahrgäste können so dankbar sein!

Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Nicht nur Kühe geben bei Mozart mehr Milch, das wurde mehrfach bewiesen, sondern Fahrgäste geben bei der Musik von Mozart auch mehr Trinkgeld, das habe ich in jahrelangen Versuchsreihen herausgefunden. Einmal musste ich sogar schon alle meine Mozart-CDs rausrücken, weil der Fahrgast ohne sie einfach nicht aus dem Taxi aussteigen wollte. Ich schreibe das nicht, um mich irgendwie wichtig zu machen. Das habe ich nicht nötig.

Ich schreibe das, um mein Wissen mit möglichst vielen Kollegen zu teilen, insbesondere mit denen, die für ein wenig Trinkgeld alles tun, beispielsweise dem Fahrgast den Hintern zu küssen. Ja, so etwas kommt vor. Menschen machen so was. Ich muss dazu sagen, dass man nicht automatisch ein besserer Mensch wird, nur weil man Mozart hört. Das wäre zu einfach. Eines aber steht fest: Fahrgäste geben garantiert mehr Trinkgeld bei Mozart, so dass die Gefahr, deswegen dem Fahrgast "im Arsch zu lecken", praktisch gegen Null geht.

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04.11.2017

"MIR DOCH EGAL, WER HIER GERADE REANIMIERT WIRD!"


Wenn es stimmt, was die Zeitungen schreiben, und manches ist wohl wirklich wahr, sagte das ein Mann im Berliner Stadtteil Moabit, der zur Arbeit wollte ("Verpisst euch, ich muss zur Arbeit!"), es aber nicht konnte, weil sein Auto von einem Rettungswagen zugeparkt war. Die Rettungskräfte waren gerade dabei, ein Kind wiederzubeleben, das beim Spielen plötzlich umgefallen war. Der Mann, der deswegen nicht zur Arbeit konnte, trat dem Rettungswagen währenddessen gleich mal den Spiegel ab. Der, also der Spiegel, musste daraufhin für die Fahrt zur Intensivstation notdürftig repariert werden. Polizei, das nur nebenbei, musste natürlich auch herangezogen werden, die Rettungskräfte verzichteten aber auf eine Anzeige wegen Bedrohung, besser: Verrohung! Der Zustand des Kindes soll übrigens unklar sein.

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NIETZSCHE ÜBER DEN ISLAM


Dass es DEN Islam nicht gibt, das konnte der Kollege Nietzsche noch nicht wissen. Aber vielleicht ist ja trotzdem etwas dran an seiner Feststellung: Wenn der Islam das Christentum verachtet, so hat er tausendmal recht dazu: Der Islam hat Männer zur Vorraussetzung. Beispielsweise die, die ihrerzeit den jüdischen Stamm der Banu Quraiza auslöschten, weil dieser vertragsbrüchig geworden war. Zugegeben, es ist ein paar Jahre her, und es wurden auch nur die Männer getötet, Frauen und Kinder kamen in die Sklaverei. Alles übrigens mit dem Segen des Propheten - aber das nur nebenbei.

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03.11.2017

GOTT, GRAMMATIK UND GUTER GESCHMACK


Eine Sache will mir nicht aus, oder besser: in den Kopf. Während Oscar Wilde noch glaubte, dass das Ende der Grammatik auch das Ende des guten Geschmacks sei, ist Kollege Nietzsche sich sicher, dass wir Gott nicht los werden, weil wir noch an die Grammatik glauben.

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02.11.2017

VOM UBER-FAHRER ZUM ÜBER-FAHRER


Aktuelle Uber-Werbung in Berlin

Der Teufel liegt bekanntlich im Detail, und manchmal lügt er dort auch. Dass der Attentäter von New York ursprünglich aus Usbekistan kommt, wissen die meisten noch. Manch einem ist darüber hinaus auch bekannt, dass er Taxifahrer gewesen ist. Genau genommen war er kein Taxi- sonder Uber-Fahrer, was sich dann so liest: "hat für den Taxi-Vermittler Uber gearbeitet." Nur: Uber vermittelt keine Taxis sondern Privatfahrzeuge, zumindest offiziell. Denn das ist, besser: war! ja gerade die revolutionäre Idee von Uber: Eine innerstädtische Mitfahrzentrale von privat für privat. Dass dabei aus einem bereits prekären Job, nämlich Taxi-Fahrer, ein Job wird, und zwar Uber-Fahrer, von dem kein Mensch leben kann, maximal über-leben!, das interessiert dabei niemanden. Und inwieweit dieser Umstand zum Attentat von New York geführt haben könnte, natürlich auch nicht.

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01.11.2017

HIER TANZT TAXIBERLIN # 18



Morgen ab 19 Uhr sind wir wieder im Radio zu hören, und zwar auf Pi-Radio, was in Berlin die 88.4 und in Potsdam die 90.7 ist. Im Internet kann man uns sogar weltweit hören, auch wenn man nicht alles glauben darf, was im Internet geschrieben steht. Beispielsweise, dass das morgen unsere 17. Sendung sei. In Wahrheit ist es bereits die 18. Aber mit solchen Nebensächlichkeiten beschäftigen wir uns nicht. Wir haben wichtigeres zu tun, nämlich im Studio zu tanzen. Auch im Taxi reiße ich regelmäßig die Stühle raus, damit meine Fahrgäste und ich tanzen können. Es stimmt wirklich: Man muss das Leben tanzen! Und: Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum! Welche Musik sich alles dazu eignet, das erfährst du morgen in der Sendung von Layne und mir.

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31.10.2017

WES DAS HERZ VOLL IST



Des geht der Mund über

"Perlen vor die Säue werfen" - wer tut es nicht gelegentlich? Oder "sein Licht unter den Scheffel stellen"? Oder "aus seinem Herz eine Mördergrube machen"? Oder die "Zähne zusammenbeißen"? Oder "ein Machtwort sprechen"? Oder arbeiten - "im Schweiße des Angesichts"? Oder "auf Sand bauen" und "etwas ausposaunen"? Unsere gemeinsame Sprache samt seinen Lutherwörtern soll das einzige sein, was uns heute kulturell ausmacht, sagt unsere Integrationsbeauftrage, und die muss es wissen. Dann aber bitte mit einer korrekten Grammatik, denn mit einer geschändete Sprache zu leben, das ist "des Guten zuviel", wie bereits unser Freund Dietrich in obigem Video befand.

Video RobertWeber
Text TaxiBerlin

30.10.2017

MEIN RÜCKEN IST KEIN KLAVIER


Ich erlaubte mir, die Mutter darauf hinzuweisen, dass ich etwas gegen die Fußtritte ihrer etwa fünfjährigen Tochter in meinen Rücken hätte. Da konnte ich noch nicht wissen, dass ihre Tochter gerade angefangen hatte Klavier zu lernen. Der Zusammenhang zwischen den gerade begonnenen Klavierlektionen der Tochter und ihren anhaltenden Fußtritten in meinen Rücken wollte mir nicht einleuchten, aber was weiß ich schon, wie heutzutage Klavier gespielt wird. Auf jeden Fall blieb ich hart, was meinen Rücken anging, woraufhin mir von der Mutter schlechte Laune und mangelndes Mitgefühl mit ihrer Tochter attestiert wurden. Was die schlechte Laune anging, die war wahrlich im Anmarsch. Auch mit dem mangelnden Mitgefühl hatte die Mutter recht. Das hielt sich in Grenzen. Klar, die Tochter tat mir leid, aber welches Kind hätte nicht Grund, über seine Eltern zu weinen? Ich bin mir nicht sicher, ob es sich vermessen anhört, aber was ich mir an der Stelle gewünscht hätte, wäre ein klein wenig Mitgefühl mit meinem Rücken gewesen. Das mit dem Fahren klappt auch mit Fußtritten.

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29.10.2017

DAS ENDE DER SOMMERZEIT


Immer auch ein Neubeginn!

Sonntag ist traditionell Flohmarkttag. Der fällt heute aus wegen Wetter, weswegen ich Zeit habe, über die letzte Nacht zu Ende gehende Sommerzeit zu schreiben. Alle sind sich einig: Die Sommerzeit ist Unsinn. Ihre Einführung vor vielen Jahren folgte ausschließlich ökonomischen Erwägungen. Seit langem ist bekannt: Nichts wird eingespart. Wäre es anders, wüssten wir es, gäbe es irgendeine Statistik, die uns genau das beweisen soll. Da es sie nicht gibt, wird eher das Gegenteil der Fall sein. Die Zeitumstellung ist bestenfalls ein Nullsummenspiel, bringt dafür jede Menge unnütze Unruhe und zusätzliche Arbeit. Zweimal im Jahr müssen Fahrpläne verändert und Uhren umgestellt werden, von der unnötigen Verwirrung von Mensch und Tier nicht zu reden. Trotzdem geht der Unsinn weiter und wird weiter gehen. Die gute Nachricht ist, dass das auch früher so war, weil: "Das haben wir schon immer so gemacht!"

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28.10.2017

GESTERN ABEND AM FLUGHAFEN


Werbung am Flughafen Tegel (TXL)

Gestern gab es am Flughafen Tegel nicht nur die letzte Landung einer Air-Berlin Maschine, sondern auch eine kleine Demonstration. Ich glaube, es ging dabei um Rosa Luxemburg, falls die noch jemand kennt. Zumindest sind alle, es waren immerhin einige hundert Demonstranten, durch den Tunnel gelaufen, durch den man durch muss, um zum Flughafen zu kommen, und wo mit dem Luxemburg-Zitat Werbung für Berlin gemacht wird, also die Stadt und nicht die Fluggesellschaft, die es seit gestern Abend nicht mehr gibt. Das komplette Zitat, das wie von heute klingt, lautet übrigens so: 

Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für die Mitglieder einer Partei - mögen sie auch noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit. Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden. Nicht wegen des Fanatismus der "Gerechtigkeit", sondern weil all das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die "Freiheit" zum Privilegium wird.

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27.10.2017

VERTRAG ÜBER DEN GESCHLECHTSVERKEHR


Eins gibt's gratis

In Berlin sind gerade Ferien, das Geschäft ist ruhiger und ich habe mal wieder etwas Zeit zum Nachdenken. Ich hatte bereits darüber geschrieben, dass ich in meinem Taxi einen Bauchladen habe und meine Fahrgäste bei mir Postkarten aus eigener Produktion (ganz genauso wie der "Eiserne Gustav" - mein großes Vorbild!), Bücher (also richtige Literatur!) und Musik-CDs (meist Klassik, aber nicht nur!), Taschentücher (hochwertig!) und Mineralwasser (gekühlt!) kaufen können. Ab heute gibt es nun etwas Neues bei mir im Angebot, und zwar den "Vertrag über den Geschlechtsverkehr", der im Untertitel: "Ja, wir stimmen zu, miteinander Sex zu habe" heißt. Danach ist alles Multiple Choice, meinem nächtlichen Publikum angepasst, das nur noch Kreuze zu machen braucht, beispielsweise bei: vaginaler Verkehr, oral, anal, Französisch mit oder ohne Gummi/Schlucken, Griechisch, Dominant und so weiter, was es halt so alles gibt. (Das herauszufinden, damit habe ich mich die ganze letzte Nacht beschäftigt, aber das nur nebenbei.) Das mit dem Vertrag macht Sinn, weil es Nachts, wenn ich vorzugsweise fahre, dunkel ist, weswegen es da auch öfter zum Verkehr kommt als am Tage. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Vertrag, den alle (manchmal sind es auch mehr als zwei!) unterschreiben müssen, von mir als neutraler Dritter, der nicht nur nüchtern ist, sondern auch über Ortskenntnisse verfügt, wenn du so willst, beglaubigt wird, so dass später keine/r sagen kann, er/sie hätte nicht gewusst, worauf sie/er sich einlässt. Das ganze Prozedere gibt es natürlich nicht umsonst. Mein "Einführungspreis" sind zehn (10) Euro (runtergehen kann man immer!), wobei da bereits ein Kondom gratis dabei ist. Auch wenn es in Amerika schon eine entsprechende App zum Runterladen geben soll, bin ich, soweit ich informiert bin, im Taxi der Erste, der einen solchen Vertrag im Angebot hat. Kann es vielleicht ganz und gar sein, dass ich mal wieder und ganz nebenbei einen neuen Trend setze?

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MITTE IMMER MEHR WIE MANHATTAN


Hilft auch nicht

Berlin Mitte wird immer mehr wie Manhattan, zumindest für uns Taxifahrer. Bist du einmal in Mitte, verreckst du auch in Mitte. Raus kommst du nur ohne Fahrgäste. Mit ihnen geht es immer über die Linden rüber: Vom Bahnhof Friedrichstraße zum Gendarmenmarkt, vom Hilton zum Hackeschen Markt und von dort zum Fernsehturm. Alles Fahrten zwischen 5,50 und 7,70€, die kein Mensch braucht, sieht man mal von den Bloody Tourists ab. Einen Unterschied gibt es zu Manhattan: Dort gibt es bei kurzen Fahren meist gutes Trinkgeld.

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26.10.2017

IM TAXI MIT HARVEY WEINSTEIN


Harvey Weinstein ist ein Schwein, da sind sich alle einig. Auch ich halte ihn für ein solches, obwohl ich nicht mit ihm im Bett war und er mir auch nicht im Taxi gesessen hat. Aber wo bitte sehr hatten die vielen Frauen ihre Augen? Ich meine, wer lädt heute noch jemand in sein Hotelzimmer ein? Und wenn dieser jemand dann auch noch im Bademantel die Tür öffnet, dann gehe ich doch nicht auch noch hinein, oder? Dass er sich dann dort seines Bademantels entledigt - geschenkt! Es ist sein zu Hause, da kann er rumlaufen wie er will. Natürlich weiß auch ich nicht, wo die vielen Frauen ihre Augen hatten. Ich vermute aber, dass sie nicht auf Harvey Weinstein gerichtet waren. Nein, das will ich einfach nicht glauben! Ich bin mir sicher, dass sie an etwas anderes dachten. Was sie genau im Auge hatten, weiß auch nicht, aber offensichtlich war es ihnen so wichtig, dass sie deswegen sogar mit einem Schwein ins Bett gingen. Sie tun auch mir leid, die vielen Frauen, aber nicht wegen der Geschichte mit Harvey, sondern weil sie dafür auch Scheiße fressen würden.

PS: Leid tun mir auch die vielen männlichen "Kollegen", denen es nicht peinlich ist, sich jetzt mit: "Ich wusste, dass er ein Arschloch war" zu Wort melden, denn auch sie würden Scheiße fressen.

Text TaxiBerlin

25.10.2017

ES GESCHIEHT IN BERLIN




Es geschieht heute (nicht gestern oder vorgestern!), unter uns, in Party-Town, im weltoffenen Berlin und nicht am anderen Ende der Welt (liegt es vielleicht daran?!). Eine Frau gründet eine liberale Moschee und ein Mann äußert sich kritisch zum Islam. Beide verbindet darüber hinaus, dass sie mit dem Leben bedroht werden (auch ein schöner Ausdruck) und deswegen unter Polizeischutz stehen. So weit, so bekannt. Oder doch unbekannt? Wer es wissen will, so denke ich, weiß es. Was ich mich frage, ist, wo sind eigentlich all die, die immer dann aufstehen wollten, wenn das Grundgesetz in Gefahr ist? Vermutlich tun sie gerade wieder am anderen Ende der Welt Gutes.

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24.10.2017

VOM COWBOY ZUM CABDRIVER


TaxiBerlin mit einer PferdeStärke

Mit dem Reiten ist es wie mit dem Taxifahren - man verlernt es nicht. Früher sind wir viel geritten. Damals gab es ja noch keine Taxis, zumindest da, wo ich herkomme. Es gab auch keine Supermärkte, weswegen wir immer mit allerhand Gepäck durch die Gegend zogen. Wenn die Leute heute durch die Gegend ziehen, haben sie meist kein Gepäck, dafür möglichst viele Pferdestärken (PS) - weiß der Teufel warum. Fahren können sie nicht, aber was sie alle können, ist ihren Motor aufheulen lassen. Das habe ich früher auch immer gemacht, allerdings mit dem Mund und nicht mit dem Fuß, und zwar als ich mein kleines Spielzeugauto auf dem Fußboden hin und her schob: "Brm, brrrrmmm, brrrrrrrrrmmmmmmm .............................. "

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23.10.2017

NEULICH AN DER TANKSTELLE oder WIE ICH MAL GANZ IN RUHE EINE WURST ESSEN WOLLTE


Ich traf den Kollegen, wohl eher "Kollegen", an der Tanke, wo ich gerade eine Wurst aß. Er trug eine von diesen gelben Warnwesten, was gerade Mode ist. Sie im Auto zu tragen, meine ich. Keine Ahnung, was das wieder zu bedeuten hat, ich will es auch gar nicht wissen. Ich wollte einfach nur in Ruhe meine Wurst essen, bin schließlich kein Vegetarier. Die Leute werden ihre Gründe haben, warum sie in ihrem Wagen eine Warnweste tragen. Man kann heute nicht vorsichtig genug sein. Jetzt erinnere ich mich: Früher wollte er eine Waffe tragen, und jetzt trägt er halt eine Warnweste. Warum denn nicht?! Menschen machen so was. Vielleicht hat er auch einfach nur Angst, dass man ihn übersieht. Wer weiß?! Aber musste er mich deswegen gleich so aggressiv vollquatschen, wo ich doch nur in Ruhe meine Wurst essen wollte? Mit vollem Mund konnte ich ihm nicht antworten, selbst wenn ich gewollt hätte. Ich solle gefälligst mal darüber nachdenken, riet er mir, bevor er die Tanke verließ. Und ob du es glaubst oder nicht: Ich denke immer noch darüber nach, was er wohl gemeint haben könnte.

Text TaxiBerlin

21.10.2017

DAS FEMINISTEN DILEMMA


Und seine Lösung

Erst soll er weicher werden. Ist er es, ist es auch nicht recht, denn dann ist er keiner mehr. Die Ärmsten, die dieses falsche Spiel nicht irgendwann durchschauen. Also sprach TaxiBerlin

20.10.2017

DER BEISCHLAFTUNNEL


Den Beischlaftunnel gibt es wirklich, natürlich in Berlin - wo sonst?! Dass der Beischlaftunnel regelmäßig zum Nadelöhr wird, ist für den, der sich etwas mit dem Beischlaf auskennt, keine Überraschung. Ebensowenig die Tatsache, dass der Beischlaftunnel immer mal wieder komplett dicht gemacht wird, wobei da die Meinungen auseinandergehen, ob es deswegen ist, damit es überhaupt noch zum Beischlaf kommt, oder doch wegen überhöhtem Beischlaf. Eine ältere Dame fasste einmal in meinem Taxi ihr Unverständnis für den eigenen Sohn, der gerade eine Jüngere geehelicht hatte, mit den Worten zusammen: "Und das alles nur wegen dem bisschen Beischlaf!" Damals war ich noch neu im Geschäft. Später realisierte ich, dass wir in dem Moment durch den Beischlaftunnel fuhren. Natürlich möchtest auch du wissen, wo in Berlin der Beischlaftunnel ist. Glaube mir, nur zu gerne würde ich es dir verraten, damit auch du bald mal Beischlaf haben kannst. Leider kann ich es nicht, und zwar deshalb, weil ich auch morgen noch gut durch den Beischlaftunnel durchkommen will - allerdings ohne dem ganzem Party-Volk, das bis dato zum Glück "nur" auf den Berliner Brücken herumlungert. Ich bitte um Verständnis!

Text TaxiBerlin

18.10.2017

ALSO SPRACH TAXIBERLIN (DIE DEFINITIVE SERIE)


Berliner Mülleimer mit Kippenloch (funktionslos)

Es gibt nichts schlimmeres als Frauen, die Yoga machen, sich vegan ernähren, Alkohol nur in Maßen trinken und allen Ernstes glauben, dass Rauchen ihr einziges Laster sei. Also sprach TaxiBerlin