26.12.2016

KIEZSPAZIERGANG


Supermarkt an der Ecke

Fahre ich einmal nicht Taxi, was selten vorkommt, weil ich praktisch im Taxi lebe, laufe ich auch gerne durch meinen Kiez. Heute war ich dort mal wieder unterwegs, auch weil da die Wege frei waren. Sind ja alle "nach hause" gefahren und wer nicht "nach hause" gefahren ist, hat seinen Eltern seinen Kiez gezeigt. Ich war also nicht ganz alleine unterwegs. Und zu sehen gab es auch so einiges. Beispielsweise obige Werbung bei dem Supermarkt bei mir an der Ecke. Der ist vor allem dadurch bekannt, dass da täglich neue Gesichter auftauchen. Die meisten machen "airbnb", mein Nachbar bietet beispielsweise seine komplette Wohnung an. Der Rest ist gekommen um zu bleiben.

Getto im Kiez

Und für die, die gekommen sind um zu bleiben, entstehen jetzt überall neue Gettos wie oben. Da wird mit viel Beton gearbeitet. Seele haben diese Bauten auf keinen Fall. Aber für die, die da drin wohnen wollen, wird's wohl reichen. Man sieht den Beton am Ende auch gar nicht. Kommt überall Gipskarton drüber, der Rest wird zugespachtelt. Im Prinzip genauso wie bei den Leuten, die da drin wohnen werden. Das ist leider auch wahr.


Zelt auf'm Boxi

Und dann gab es da noch dieses Zelt auf dem Boxi, wie der Boxhagener Platz von Kiez-Insidern liebevoll genannt wird. Ob das Zelt jetzt irgendwie mit den neuen Wohnungen zu tun hat oder gar mit einer alten, aus der der Bewohner des Zeltes eventuell vertrieben wurde, kann nicht Bestimmtheit gesagt werden. Der Zelt-Bewohner war nämlich nicht anwesend. Wahrscheinlich Flaschen sammeln. Als Taxi-Fahrgast, so viel steht fest, ist er auf jeden Fall verloren.

Fotos&Text TaxiBerlin

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