02.12.2016

"DIE GEDANKEN DER ANDEREN"


Es ist eigentlich Schade, dass ich nicht mehr in die Kneipe gehe. In Cafés gehe ich schon lange nicht mehr. Obwohl ich dort, wenn es da nicht diese komischen Kaffees geben würde, sicherlich stundenlang sitzen könnte. Ich könnte da sitzen und, nein, nicht andere Menschen beobachten, sondern mir meine Gedanken machen. Das ist nämlich wichtig, dass man sich seine eigenen Gedanken macht und nicht die der Anderen. Die meisten machen sich ja nur fremde Gedanken und geben diese dann als die ihren aus. Gut, die Gedanken sind frei, und so soll es auch bleiben. Aber wenn uns die freien Gedanken daran hindern, uns unsere eigenen Gedanken zu machen, dann stimmt doch irgendwas nicht, oder? Naja, auf jeden Fall könnte ich, wenn ich wie gesagt noch in Kneipen und Cafés gehen würde, genau über "Die Gedanken der Anderen" (Der Titel ist von mir!) jede Menge schreiben. Das überlasse ich nun Anderen. (Also anderen Anderen!) Ich beklage mich nicht darüber. Dafür habe ich keine Zeit. Die brauche ich, um mir meine eigenen Gedanken zu machen, und zwar bei mir im Taxi.

Text TaxiBerlin

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