25.11.2016

"MEIN WUNSCHZETTEL"


Das Fest der Liebe steht vor der Tür und was viele nicht wissen, ist, dass man auch seine Feinde lieben soll. Auch deswegen möchte ich in Sachen Feindesliebe mit gutem Beispiel voran gehen. Ich tue dies am heutigen "Schwarzen Freitag" nicht in böser Absicht, sondern ganz im Gegenteil in der Hoffnung, dass ihr viele Dinge, die auf "Mein Wunschzettel" stehen, möglichst preiswert bekommt. Mein Wunsch wäre es, dass "Mein Wunschzettel" komplett abgearbeitet wird.

"Mein Wunschzettel" ist natürlich nicht meiner, das dürfte spätestens jetzt auch dem Letzten klar sein, sondern ist der vom "Armen Sascha" oder auch "Poor Sash", dem Kollegen, wohl besser "Kollegen", aus Marzahn, aber eigentlich aus Stuttgart. Ohne mich in Details zu verlieren, ist es so, dass ich dem "Kollegen" Sash (englische Aussprache, wie immer es ausgesprochen werden mag, ich weiß es nicht, aber darauf legt er Wert) immer nur helfen wollte, sowohl früher als auch jetzt, auch weil er mich irgendwann einmal um meine Hilfe gebeten hatte. Er wollte damals weniger politisch korrekt sein in seinen Texten - ein aussichtsloses Unterfangen. Darüber hinaus sollte man wissen, dass der "Arme Sascha" sich in chronischen Geldschwierigkeiten befindet, böse Zungen nennen seine Lebensumstände auch prekär, weswegen er immer wieder auf die verrücktesten Ideen der Geld-Akquise verfällt. Auf diesem Gebiet ist "Poor Sash" wirklich kreativ, wenngleich es sich in der Regel nur um Klein- und Kleinsbeträge handelt, aber immerhin. Besser als nüscht.

Der "Arme Sascha" steht mit seinen finanziellen Sorgen nicht alleine da. Nein, immer mehr Menschen können von ihrer Hände Arbeit nicht leben. Nicht alle bräuchten allerdings, so wie er, einfach nur mehr zu arbeiten, um sie loszuwerden. Das muss der Wahrheit wegen auch gesagt sein. Wahrscheinlich ist es die viele arbeitsfreie Zeit, die den "Armen Sascha" auf die unmöglichsten Ideen kommen lässt, das ist aber nur eine Vermutung. Neulich zum Beispiel, da hat "Poor Sash" einen persönlichen Verlust erlitten, und da ist er auf die Idee gekommen, diesen ganz demokratisch auf uns alle zu verteilen.

Auch hier liegt der "Arme Sascha" voll im Trend. Es ist kein Geheimnis, dass die Schere auch deswegen auseinander geht, weil Gewinne privatisiert, Verluste aber sozialisiert werden. Nur, wer Unterstützung von Amts wegen haben möchte, sollte auch einen Antrag stellen, und dieser sollte dann bitte sehr auch vollständig sein. Insbesondere wenn man wie der "Arme Sascha" Geld haben möchte, muss man dem Amt verraten, wie viel Kohle man braucht. Darauf habe ich mir erlaubt "Poor Sash" hinzuweisen, aber es kam wie es kommen musste: Schuld ist immer der Überbringer der Nachricht.

Deswegen sind diese Zeilen auch nicht an den "Armen Sascha" gerichtet, sondern an euch. Bitte erfüllt nun endlich seine Wünsche, er hat es wirklich verdient, also unser Mitleid, denn lange genug hat er gebettelt, und sogar einen Wunschzettel erstellt. Du findest ihn im Internet, wo sonst, oder eben hier bei mir. Der Wunschzettel vom "Armen Sascha" heißt, wie sollte es anders sein, einfache Menschen haben einfache Bezeichnungen, einfach nur "Mein Wunschzettel".

"Mein Wunschzettel" vom "Armen Sascha", auch bekannt als "Poor Sash" enthält immerhin 19 (neunzehn) Wünsche (oder sollte ich besser Items sagen?), was ganz ordentlich ist, wie ich denke. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mich mit Wunschzetteln nicht auskenne und auch selber keinen mein Eigen nenne, was aber nicht heißt, dass ich keine Wünsche habe oder gar bescheiden wäre - das nicht! Eher das Gegenteil ist der Fall, aber das nur nebenbei.

Nun kann ich hier nicht alle 19 (neunzehn) Wünsche des "Armen Saschas" aufzählen, das wäre der Feindesliebe dann doch zu viel. Ich habe mich entschlossen 3 (drei) Wünsche auszuwählen, auch damit du die prekären Lebensumstände kennst, in denen "Poor Sash" lebt, aber nicht leben muss, damit du weißt, wessen Wünsche du erfüllst.

Da haben wir als erstes die "Multifunktionsboxen", auch als Tupperware bekannt, im Vorteilspack, was 5 (fünf) Stück sind, so der Wunsch vom "Armen Sascha". Dazu muss man wissen, dass "Poor Sash" seit langem Schwierigkeiten hat sein Gewicht zu halten, weswegen er möglichst stündlich größere Mengen Süßigkeiten zu sich nehmen muss. Dazu die "Multifunktionsboxen", von denen für den Anfang 5 (fünf) gewünscht sind. Sie kosten nur 5,99 Euro und sind am heutigen "Schwarzen Freitag" eventuell noch preiswerter zu haben.

Der "Arme Sascha" hat aber nicht nur nichts zu Essen, sondern auch nichts anzuziehen, was fast genauso schlimm ist, weswegen er auf Kleiderspenden angewiesen ist. Auf Nummer sicher gehst du dabei mit schwarzer Umstandskleidung. Demzufolge müssen natürlich auch seine Schuhe schwarz sein, und da es des "Armen Saschas" "Standardschuhe" nicht mehr gibt, muss er "rumtesten" - der Ärmste. Immerhin kosten die von ihm gewünschten Unisex-Sneaker nur 37,20 Euro (ein Schnäppchen!), und heute vielleicht sogar noch weniger.

Der letzte Wunsch in meinem Beitrag zur Feindesliebe, auch der letzte auf des "Armen Saschas" "Mein Wunschzettel", ist ein Buch, wer hätte das gedacht. Aber nicht irgendeins, sondern "Denken-Nachdenken-Handeln"! Im Untertitel heißt es "Triviale Einsichten, die niemand befolgt". Der Kommentar von "Poor Sash" lautet: "ich bin ein guter Kandidat, mich da zu verbessern ;)", was ich bestätigen kann. Ich erlaube mir hinzuzufügen, dass ich mich darüber sehr freuen würde, wenn der "Arme Sascha" sich da verbessern würde, immerhin hatte er mich ja ursprünglich um Hilfe in dieser Angelegenheit gebeten, weswegen ich ihm das Buch am Besten selber schenke.

PS: Nach eigenen Angaben kannst du dem "Armen Sascha" auch damit helfen, wenn du dich, falls du dir selbst etwas kaufen möchtest, darauf über seinen Link hin klickst. Wie genau das geht, kann ich dir nicht sagen, Ich weiß nur, dass es bei A****n ist und - mit etwas Glück - auch am heutigen "Schwarzen Freitag" funktioniert.

Text TaxiBerlin

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