13.11.2016

EIN KRÄMER IM TAXI


Lange habe ich nichts über den "Kollegen" Sash (englische Aussprache, was immer es heißen mag, aber darauf legt er Wert!), besser bekannt als "Armer Sascha" oder auch "Poor Sascha" aus Marzahn (eigentlich aus Stuttgart) geschrieben. Neulich hat er mal wieder von sich reden gemacht, genau genommen war es wohl vorgestern, da stand er wie immer am Ostbahnhof, wo ihm auch die junge Frau einstieg, die zum Boxhagener Platz, also in meinen Kiez wollte. Das ist keine allzu weite Fahrt, da muss jeder zusehen, wo er bleibt. Dass der "Arme Sascha" froh war, dass die junge Frau kein Geld dabei hatte, wird den ein oder anderen jetzt überraschen. Nicht so "Kollege" Sash, der bescheiden geworden ist, wie er schreibt. Der freute sich, und zwar auf die 20 bis 40 Cent Wartezeitgeld auf seinem Taxameter (von denen ihm über den Daumen gepeilt knapp 40 % zustehen), wenn die Kundin Geld vom Automaten holt. Über die genaue Summe lässt der "Arme Sascha" seine Leser aus unerfindlichen Gründen im Unklaren. Das ist sonst gar nicht seine Art, macht aber nichts, denn ich kann mir auch so bildlich vorstellen, wie der "Arme Sascha" nach der Fahrt die schmierigen Cent-Stücke aus seiner Geldbörse fingerte, um sie korrekt wie ein Krämer "einstreichen zu können" - wohin auch immer.

PS: Wer jetzt Mitleid mit dem "Kollegen" Sash bekommen hat, dem sei gesagt, dass er, wenn ich mich recht erinnere, bald Geburtstag hat, man aber auch unabhängig davon ganzjährig für ihn spenden kann.

Text TaxiBerlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen