30.09.2016

SMARTPHONEFÜHRERSCHEIN


Niceview ohne Smartphone

Gut eine Woche bin ich nun zurück in Berlin, und ich muss sagen, dass die Leute hier noch kränker sind, als ich sie in Erinnerung hatte. Das heißt jetzt nicht, dass die Menschen in dem kleinen Lande am Rande Europas, wo ich meine alljährliche Auszeit vom Taxifahren verbringe, gesünder wären. Das nicht! Obwohl, in gewisser Weise schon. Sie machen einfach nicht so viel Gewese um sich. Aber vor allem kommt man schneller in Kontakt mit ihnen, und sie sind wirklich interessiert, Neues zu erfahren. Die meisten Leute hier, egal ob Berliner oder Besucher, wissen immer schon alles, obwohl sie genau genommen gar nichts wissen. Und offen sind sie auch nur angeblich. Eines können sie aber: Auf ihrem Smartphone rumspielen. Aber selbst da wäre es noch besser, sie hätten einen Führerschein. Denn irgendwie laufen sie mir ständig, den Blick aufs Gerät und nicht auf die Straße gerichtet, vor mein Taxi. Möglicherweise ist es aber auch meine Schuld, dass ich immer genau dort lang will, wo sie gerade rumlaufen. Wer weiß ...

Text TaxiBerlin

29.09.2016

HOCHSCHLAFEN IM TAXI


Der Weg nach oben

Es kommt im Leben nicht darauf an, möglichst viele Zigaretten zu rauchen, wie der Autor Michel H. aus Frankreich behauptet. Es kommt im Leben darauf an, mit möglichst vielen Frauen zu schlafen, wie der Schauspieler Jean-Louis T., ebenfalls aus Frankreich, ganz richtig in dem Film "Das wilde Schaf" feststellt. Sieht man das Taxifahren unter diesem Aspekt, so ist es zwar gar keine soo schlechte Kontaktbörse, auf jeden Fall besser wie von vielen angenommen. Nur mit dem Hochschlafen im Taxi, das klappt in der Regel nicht, und das ist Schade, weil dann wäre das Taxifahren wirklich eine runde Sache. Hochfahren - ja! Aber Hochschlafen - nein! Und so fehlt halt mal wieder was, wie das so oft ist im Leben ...

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28.09.2016

MIT DEM TAXI ZUR TOILETTE


Am Nordgraben Ecke am Nordgraben

Die Toilette oder besser die Fahrt zu ihr ist ein großes Thema für jeden Taxifahrer, sofern er keinen Urinbeutel hat und/oder mit einem künstlichen Darmausgang versorgt ist. Auch so etwas gibt es, denn die Menschen werden heute nicht nur immer älter, sondern müssen auch immer länger arbeiten, insbesondere die Männer, von denen es unter den Taxifahrern jede Menge gibt, was aber schon wieder ein anderes Thema ist. In Sachen Toilettengang oder besser Toilettenfahrt gibt es jetzt etwas Neues zu berichten, und zwar obige öffentliche Toilette Am Nordgraben Ecke Am Nordgraben. Die Ecke gibt es wirklich, und wer's nicht glaubt, fährt einfach mal dort vorbei. Die Toilette ist, das wird alle Korinthenkacker interessieren, absolut kostenneutral. Es gibt nur einen Haken: Das Teil steht im absoluten Halteverbot.

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27.09.2016

MEIN NEUES MOTTO


Das ist es

"Wir können auch länger" ist mein neues Motto, nicht nur im Taxi, sondern allgemein, weswegen wir es auch Lebensmotto nennen können. Was bedeutet das, auch für dich, und wie erkläre ich es, damit auch du es verstehst? Hm, vielleicht fange ich mal mit dem Auto an, denn das steckt schon in Autofiktion drin, dem Titel dieses Blogs. Das Auto ist für den Mann die Verlängerung wovon? Genau, von seinem Schwanz, über den ich neulich erst schrieb, weswegen ich es an dieser Stelle nicht wiederholen muss, auch weil der Schwanz sowieso ein Relikt der Vergangenheit ist. "Wir können auch länger" ist globaler, also allumfassender, zu verstehen, wenn du verstehst, was ich meine. Mit anderen Worten: "Wir können auch länger" ist die Umkehrung des bekannten Satzes "Mann kann nicht alles haben!", der nicht stimmt. "Mann kann alles haben - Mann hat es nur nicht!"

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24.09.2016

"FICKST DU DIE?"


FICKE!

Das soll er wirklich gefragt haben, unser gewesener Innensenator, und zwar einen Parteikollegen. Das musst Du dir mal vorstellen! So reden die über uns! Obwohl, UNS trifft es nicht ganz. Die Dame, die sich gerade darüber beklagt, wie man über sie spricht, ist eine Parteikollegin. Oder sollte man besser sagen: NOCH Parteikollegin!?! Wie immer dem auch sei, vielleicht hat der Olle Henkel das gar nicht böse gemeint, sondern war einfach nur in Sorge? Gut, die Wortwahl lässt natürlich zu wünschen übrig - keine Frage. Aber was wäre, wenn er gefragt hätte: "Schläfst du mit der?" Oder einfach nur: "Hast du was mit der ihr?" Und dann gibt es da ja noch die, wie ich denke, politisch völlig korrekte Variante: "Hast du möglicherweise Kenntnis darüber, ob unsere liebe Parteikollegin ein erfülltes Sexualleben hat?"

PS: Der wahrscheinlichere Grund für den "Aufschrei" ist, das meinte zumindest ein Fahrgast hinter vorgehaltener Hand, dass die Träume vom "Mitte Mädchen" in die lokale Politik zu gehen durch das schlechte Abschneiden der Berliner CDU geplatzt sind, und sie nun einfach einen Schuldigen sucht. Dass es ausgerechnet Klaus Henkel trifft, ist grundsätzlich nicht verkehrt, aber eben rein zufällig.

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23.09.2016

DIE SCHWANZLOSE GESELLSCHAFT


So sieht sie aus ...

Der Schwanz ist ein soziales Konstrukt, somit gedanklicher bzw. theoretischer Natur, weswegen er auch weg kann. Sich an ihn zu fassen, ist schon lange verboten. Es gibt keine Links- und auch keine Rechtsträger mehr, genauso wie es kein Rechts und Links mehr gibt. Und um im Sitzen zu pullern, braucht man auch keinen Schwanz.

Ungeklärt ist bisher noch, ob die Brüste der Frau auch nur ein soziales Konstrukt sind. Wenn JA: Wozu dann noch Büstenhalter? Andererseits würde, sollte es wirklich so weit kommen, eine ganze Industrie vor die Hunde gehen, und zwar die für Dessous. Aber wer will das schon?

Wenn alles ein soziales Konstrukt ist, warum dann noch unterschiedliche Toiletten? Reicht dann nicht eine für alle? Ist das Schwanzabschneiden vielleicht die höchste Form der Beschneidung und alle uns bisher bekannten Beschneidungen nur das "Vorspiel"?

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21.09.2016

WIR WERDEN DAS SCHAFFEN


Berlin mit Fernsehturm "on air"

Im Moment sieht es so aus, dass wir das heute Abend mit der Sendung schaffen. Deswegen auch der neue Titel "Wir werden das schaffen", der viel zuversichtlicher klingt als "Wir schaffen das" von gestern. Aber Vorsicht! Noch ist nichts geschafft. In acht Stunden wissen wir mehr, denn da startet "Hier spricht TaxiBerlin #4". Ab Punkt 20 Uhr MEZ kannst du uns sowohl im Radio (in Berlin unter 88,4 und in Potsdam unter 90,7) als auch im Internet-Livestream hören.

Mein heutiger Studiogast ist mein absoluter Wunschkandidat. Kennengelernt haben wir uns bei mir im Taxi (wo sonst?), in das er mir eines Nachts zum Zwecke der Personenbeförderung sprang, und wo er mich bei der Gelegenheit für seine Firma für "Betreutes Fahren" anwarb, die er seinerzeit sein Eigen nannte. Später (nicht in jener Nacht) sagte er dann auch noch was richtig Kluges (man kann schon fast sagen Denkwürdiges) über den Taxischein: "Man sollte ihn unbedingt machen, weil es andere Jobs, die einem auf zugegeben niedrigem Niveau so unabhängig und frei belassen kaum gibt und man sich immer in den Wind des realen Lebens begeben kann, auch wenn man ansonsten andere und qualifizierte Beiträge für die Gemeinschaft leisten kann ...", womit wir an das Thema "Taxischein machen - Ja oder Nein?" unserer letzten Sendung anknüpfen.

Das Einzige, was ich (und auch du!) jetzt noch tun kann, ist Beten, dass er auch kommt. Und vielleicht noch den Wecker stellen ...

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20.09.2016

WIR SCHAFFEN DAS


Wer immer uns auch im Wege stehen mag ...

Dieser Beitrag mit einem allseits bekannten Titel ist ein Nachtrag zum gestrigen. Es stimmt wirklich: Für die morgige Sendung gibt es weder ein Thema noch einen Studiogast. Darüber hinaus bin ich noch nicht mal in Berlin. Zur Not mache ich die Sendung alleine und am Telefon. Das geht! Überhaupt geht vieles - wenn man will! Selbst schaffen kann man fast alles. Man muss nur wollen. Und wenn du morgen Studiogast sein willst, dann schreib einfach eine e-mail an: taxi.berlin@gmx.de

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19.09.2016

HIER SPRICHT TAXIBERLIN #4


Sendeplan

Balkanischer geht's nicht! Obwohl das Erste Berliner Eseltaxi und ich noch gar nicht in Berlin angekommen sind, soll ich schon wieder Radio machen und zwar am Mittwoch um 20 Uhr. Bisher habe ich weder einen Studiogast noch einen Plan für die Sendung. Wenn du nicht willst, dass sich die Sendung um das Erste Berliner Eseltaxi dreht (Glaube mir, das willst du nicht!), dann bewirb dich noch heute unter taxi.berlin@gmx.de als Studiogast für die vierte Sendung von "Hier spricht TaxiBerlin". Am Schönsten wäre es, wenn du ein bekennender Taxihasser wärst. Dann könnten wir zusammen mal so richtig vom Leder ziehen (Du über Taxifahrer und ich über Fahrgäste!), was ein prima Einstand für mich zurück in Berlin wäre.

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