29.07.2016

JETZT NEU: TAXI VIEW


Heißer Scheiß aus Amerika

Alles, was es heute in Amerika gibt, wird es morgen auch bei uns geben, beispielsweise einen Trump als Kanzlerkandidaten. Das ist nicht schön, aber die Wahrheit. Bevor es so weit ist, gibt es erstmal "Taxi View" im Taxi. Wie in allen New Yorker Yellow-Cabs schon seit langem, so geht neuerdings auch in einigen Berliner Taxen ein Monitor direkt vor der Nase des Fahrgastes an, wenn er in ein Taxi einsteigt. Was es auf dem Monitor zu sehen gibt? Natürlich Werbung! Was sonst? Im Unterschied zu New York hat die Werbung in Berliner Taxen zwar keinen Ton, kann dafür aber auch nicht abgeschaltet werden. Das ist insbesondere Nachts, wenn der Fahrgast nur noch seine Ruhe haben möchte, ärgerlich und nervig. Es sollen sich auch schon Fahrgäste darüber beschwert haben, natürlich beim Fahrer, obwohl der am allerwenigsten dafür kann. Selbst der Fahrer kann die Werbung nicht stoppen, zumindest versicherte mir das ein Kollege gestern am Flughafen Tegel. Ich selbst habe kein "Taxi View" im Taxi und würde meinem Chef auch davon abraten. Da mein Chef meist auf mich hört, ist davon auszugehen, dass es auch in Zukunft in seinen Taxen keine sinnlose Werbung zu sehen geben wird, selbst wenn er dadurch auf eine kleine Nebeneinnahme verzichtet. Ich weiß, es gibt jede Menge Leute, auch unter den Kollegen, wohl eher "Kollegen", die für Geld oder kleine Geschenke alles tun. Das macht die Sache nicht besser, ganz im Gegenteil. Die Kohle, die ein Taxiunternehmer kassiert, weil sich Fahrgäste in seinen Taxen Werbung ansehen müssen, steht, und damit möchte ich für den Moment enden, eigentlich auch nicht dem Unternehmer sondern dem Fahrgast zu, und zwar als Schmerzensgeld.

Foto&Text TaxiBerlin

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