06.07.2016

"BETREUTES FAHREN"


Firmen-Eingangstür mit Aufkleber, bald Ex-Aufkleber

Meinen Chef habe ich, wie sollte es anders sein, im Taxi kennengelernt. Dass es in seiner Firma "Betreutes Fahren" geben würde, glaubte ich ihm nicht nur sofort, sondern es machte mich auch neugierig. Also wechselte ich bald darauf zu seiner Firma und ich muss sagen: Es stimmt wirklich! Mein Chef kümmert sich rührend um seine Fahrer. Um genau zu sein, kümmert er sich zu viel um sie und zu wenig um seine Wagen. Doch damit nicht genug. Wie die meisten, die eine  Taxifirma besitzen, hängt auch er dem Irrglauben an, dass man nur immer mehr Wagen haben müsste, dann würde sich das mit dem Gewinn schon von alleine ergeben. Diese Rechnung ist allerdings ohne die zu betreuenden Mitarbeiter sprich Patienten gemacht, die selbst Neuwagen innerhalb von sehr kurzer Zeit extrem alt aussehen lassen. Jetzt gibt es da eine neue Entwicklung, und deswegen dieser Beitrag. Nachdem mein Chef in dieser Angelegenheit lange Zeit beratungsresistent war, setzt sich nun auch bei ihm die Erkenntnis durch, dass es nicht darauf ankommt, wie viele Fahrzeuge eine Firma hat, sondern was für Fahrer. Die Tage des Aufklebers am Eingang zu seiner Firma (Foto) dürften also gezählt sein ...

Foto&Text TaxiBerlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen