09.06.2016

TAXIBERLINS FAHRGAST AKTIONSPLAN


Ärztehaus / Hohenschönhausen / Herrentoilette

"Wenn alle nur noch Gutes tun, wie soll man da noch individuell sein?" Das fragte mich mein Fahrgast ganz im Ernst, um sogleich die Antwort dazu zu liefern: "Ganz einfach: Indem man Böses tut!" Was genau das sein soll, wusste er zwar nicht, da ging es ihm wie mir mit obigem Aufkleber, den ich bis heute nicht wirklich deuten kann, obwohl ich ihn bereits letzte Woche fotografiert habe. Unabhängig davon hatte er sich aber schon so seine Gedanken gemacht, wer denn das Ziel des noch unbekanntem Bösen sein könnte: "Was ist beispielsweise mit diesen Typen, die einem permanent im Weg rumstehen, weil sie ständig mit ihrem Scheiß-I-Phone vor der Nase rumlaufen? Was suchen die überhaupt draußen, wenn sie sowieso ganz woanders sind? Kann man denen keinen Stubenarrest verpassen? Oder was ist mit denen, die immer und überall telefonieren müssen? Wären da nicht Sprechverbote sinnvoll? Und was ist mit den Kopfhörer tragenden Fahrradfahrern, die Asozialsten überhaupt! Kann man da nicht das Fahrrad konfiszieren wie nach dem Krieg?"

Foto&Text TaxiBerlin

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