07.06.2016

IM TAXI MIT STEFAN ZWEIG


Don't miss the Donkeys!

Wenn ich's mir recht überlege, lese auch ich (und nicht nur die Amerikaner) gerne Stefan Zweig, und eben nicht Thomas Mann, von dem ich glaube, dass sein Stil bereits zu Lebzeiten antiquiert war. Warum Stefan Zweig bei den Amerikanern, bei denen er einmal neben Thomas Mann der meistgelesene deutsche Autor war, lange Zeit vergessen war, weswegen wohl auch der aktuelle Kinofilm "Vor der Morgenröte", den ich mir gestern angesehen habe, ein deutscher ist, kann ich nur vermuten. Dort, also im Kinofilm, war ein Journalist extra aus New York nach Buenos Aires gereist, um Stefan Zweig zu einem Statement gegen Hitler zu bewegen, was der aber nicht tat, weswegen ihm der New Yorker Journalist Feigheit vorwarf, obwohl Stefan Zweig ihm vorher erklärt hatte, warum er sich einem solchen Statement verweigere, aber so war das wohl mit den Journalisten damals schon, sie können einfach nicht zuhören. Stefan Zweig sagte, dies für alle interessierten oder Kinophoben Leser, dass ein solches Statement, wenn man selbst nicht im Epizentrum sondern weit weg in Sicherheit lebt, einfach nur billig und vor allem eitel sei. Verständlich zwar, aber für manch Schreiberling schwere Kost.

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Text TaxiBerlin

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