30.05.2016

DER IRRE SCHILDERSTREIT VON SCHÖNEFELD


"Zeit zum Abschmatzen"

Alle fragen sich, was ist da bloß los in Berlin, warum können die keinen Flughafen eröffnen, und selbst vielen Berlinern sind die wahren Gründe nicht klar, warum sie immer noch mit dem Bus nach Tegel müssen, obwohl die Bahn nach Schönefeld, wie vieles andere auch, seit Jahren einsatzbereit ist. Dem Berliner Taxifahrer ist es vielleicht als einzigem Recht, dass er noch in Tegel stehen darf, bevor er mangels Laderechten in Schönefeld der gekniffene ist, weswegen Aufklärung über die wahren Ursachen für die jahrelangen Verzögerungen von seiner Seite eher nicht zu erwarten waren.

Andererseits ist der Taxifahrer einer der wenigen, oder sollte es zumindest sein, der sich mich Ge- und auch mit Verbotsschildern auskennt, denn die sind der wahre Grund, dass Schönefeld nicht öffnen kann, und nicht etwa, weil der Schutz vor "Brand" mangelhaft wäre, wie uns immer wieder eingeredet wird, denn dafür (besser: dagegen!) heißt der Flughafen, obwohl noch gar nicht offen, doch schon seit Jahren Flughafen Willy "Brand" International.

Erstmals gelangen hiermit Bilder (über und unter diesem Text) über den irren Schilderstreit von Schönefeld an die Öffentlichkeit. Auch dieser Job, der früher investigativen Journalisten vorbehalten war, bleibt heute am Berliner Taxifahrer hängen. Brandenburger Taxifahrer und ihre Interessenvertreter haben in Schönefeld kurzerhand "Kiss & Fly" Zonen eingerichtet, obwohl es doch der Berliner ist, der sich mit Zonen auskennt. Deswegen konnte das auch nichts werden mit den "Kiss & Fly" Zonen, obwohl man (frau auch!) sich dort, das soll der Wahrheit wegen erwähnt sein, immerhin eine Viertelstunde abschmatzen und, wer wollte, auch ablecken durfte - alles umsonst, oder auch kostenneutral, und ganz legal - versteht sich.

Nur heißt der Flughafen, zumindest offiziell, "Berlin/Brandenburg", auch wenn Berliner Taxen dort bestenfalls wohlgelitten sind, weil er sich außerhalb ihrer Stadtgrenze befindet, immerhin dürfen sie Fahrgäste zu ihm hinbringen. Die Viertelstunde, in der sich diese in der "Kiss & Fly" Zone auch im Berliner Taxi verabschieden können dürfen, hört sich, zugegeben, erstmal gut an. Wer aber weiß, wie lange ein Taxi am Flughafen auf den nächsten Fahrgast warten muss, der weiß auch, dass da eine Viertelstunde definitiv zu kurz ist.

Und deswegen möchte der Berliner Taxifahrer auch eine "F**k & Fly" anstelle der "Kiss & Fly" Zone, aber nicht etwa der Alliteration wegen, falls die jemand kennt. Das ist der Umstand, dass bei "F**k & Fly" beide Wörter mit F beginnen. Dieser Grund ist natürlich nur vorgeschoben! Es geht dem Berliner Taxifahrer um die eine Stunde, die er sich in der "F**k & Fly" Zone "bereithalten" darf, um Fahrgäste nach Berlin aufzunehmen, von denen es auch am neuen Flughafen so einige geben soll, und damit er dort nicht länger der "gef**kte" ist.

"Leider nur 15 Minuten - bisher!

Fotos&Text TaxiBerlin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen