11.05.2016

DER ERSTE ROADMOVIE



I'm A Rolling Stone ... On The "Lost Highway"

Ich weiß, laut Duden heißt es DAS Roadmovie, aber das ist mir egal. Bei zusammengesetzten Wörtern, von denen es im Deutschen so einige gibt, und von denen "Roadmovie" eines ist (oder auch nicht), gibt immer das zweite Wort den Ton an, und das ist nun mal "Movie", also Film, genauer DER Film, weswegen er, zumindest bei mir, auch DER "Roadmovie" heißt. Doch genug der Vorrede!

Es geht noch mal um mich als Herausgeber. Ich hatte schon mal darüber geschrieben, aber ganz vergessen zu erwähnen, was für ein Buch ich genau herausgeben werde. Wer mich kennt, für den ist das nichts Neues. Das wichtigste vergesse ich gerne mal, und das wird jetzt nachgeholt. Ich werde nichts geringeres als DEN ersten "Roadmovie" überhaupt herausbringen, und das zum ersten Mal.

Ich weiß, viele werden jetzt sagen, dass DER erste "Roadmovie" schon lange erschienen sei, und meinen damit "On The Road", auf Deutsch "Unterwegs", von Jack Kerouac. Im Prinzip ist das auch nicht verkehrt, denn "On The Road" ist mit Sicherheit DER bekannteste "Roadmovie", was aber nicht bedeutet, dass er automatisch DER erste ist. Das ist "On The Road" nämlich ganz und gar nicht.

Es ist, um mal ein Beispiel aus der Musik zu nehmen, genauso wie bei "Like A Rolling Stone" von Bob Dylan. Keine Frage, ein großartiger Song, wenn nicht gar der "Beste Rocksong aller Zeiten", wie der "Rolling Stone" meint, nur ist er im Original nicht von Bob Dylan. Nein, der erste, der "I'm A Rolling Stone" gesungen hat, war Hank Williams, über den man viel erzählen könnte, beispielsweise über seinen Tod im Taxi, wofür mir aber gerade die Zeit fehlt.

Fakt ist, dass Bob Dylan "Lost Highway" von Hank Williams nicht nur kannte, sondern ihn auch gesungen hat. Wer sich obiges You-Tube Video nicht komplett ansehen will, wofür ich vollstes Verständnis habe, denn das Gejodele von Joan Beaz am Anfang kann einem schon ziemlich auf die Nerven gehen, sollte zumindest mal hier kurz reinschauen, aber nur, wenn er mir nicht glaubt, dass das Original von "Like A Rolling Stone" nicht von Dylan sondern von Hank Williams ist.

Doch zurück zu "On The Road" und seinem Autor Jack Kerouac. Wer schon mal versucht hat, dieses Buch zu lesen, der weiß, dass so ein "Roadmovie" ganz schön anstrengend sein kann (vor allem wenn es nicht DER erste "Roadmovie" ist). Im Falle von "On The Road" liegt es ganz klar am Autor. Gut, man soll nichts Schlechtes über Tote sage, aber Good Old Jack war schon ein ganz schöner Junky.

Als solcher war es ihm nicht möglich, sich in "Big Sur" mit dem von ihm verehrten Henry Miller zu treffen, aber nicht etwa, weil Henry Miller bereits alt war und deswegen immer schon früh ins Bett musste, wie von Kerouac behauptet, sondern ganz einfach weil Kerouac meist schon am frühen Nachmittag stinkbesoffen war. Kerouac war vielleicht ein erster "Party People", aber mit Sicherheit hat er nicht den ersten "Roadmovie" geschrieben. Doch damit nicht genug. Am Ende seines Lebens, als er nicht mehr alleine klar kam, quartierte Kerouac sich kurzerhand wieder bei seiner Mutter ein, machte er aus seinem altem sein neues "zu Hause".

Bevor ich jetzt ganz und gar abdrifte (nicht nur ein schönes Wort, sondern auch ein MUSS für jeden "Roadmovie"), zurück zum Thema, zum ersten "Roadmovie" überhaupt, der nicht von Kerouac ist, sondern von Konstantinow, der (wenn überhaupt) mal ein Bier getrunken hat, und ansonsten in sechzehn Tagen viertausend Kilometer, nicht mit dem Taxi, sondern mit der Eisenbahn, und darüber hinaus fünfhundert Kilometer zu Fuß zurück gelegt hat (das ganze vor mehr als hundert Jahren), und da ist die Hin- und Rückfahrt über den großen Teich noch gar nicht mitgerechnet.

Wer mehr über den ersten von mir herausgegeben "Roadmovie" erfahren will, und das willst du, muss sich noch ein klein wenig gedulden. Obwohl offiziell erst für den Herbst angekündigt, soll er bereits Ende Juli erhältlich sein. Mit anderen Worten: Er, also DER erste "Roadmovie" ist schon ganz ungeduldig, das Licht der Leserwelt zu erblicken. Übrigens aus gutem Grund, denn er erscheint zum ersten Mal, ist also wenn man so will "jungfräulich", zumindest in deutscher Sprache, in der er "Nach Chicago und zurück" heißt.

Video YouTube
Text TaxiBerlin

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