23.03.2016

VON TAXIFAHRERN UND TERRORISTEN


Wo das Yoga-Männchen wohnt

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederholen sollte, aber ich finde, eine große (wenn nicht gar DIE größte!) Ungerechtigkeit beim Taxifahren ist, dass ich immer dorthin fahren muss, wo meine Fahrgäste hin wollen, obwohl ich meist viel besser weiß, wo sie eigentlich hingehören. Ich will kurz ein Beispiel machen, damit klarer wird, was ich meine: Die meisten Leute haben heutzutage eine schicke Dachgeschosseigentumswohnung mit riesen Terrasse am Kollwitzplatz, zumindest behaupten sie das, wenn sie vom Alex aus per Kurzstrecke hingefahren werden wollen. In Wahrheit wohnen sie aber in einer stinknormalen Mietwohnung in Steglitz oder Stuttgart.

Nun dachte ich lange, dass ich mit diesem Wissen über Stadt, Land und Leuten weit fortgeschritten bin, vor allem wenn man weiß, dass es Kollegen (wohl eher "Kollegen") gibt, die nur den einen Flughafen oder den anderen Bahnhof kennen. Heute nun ist klar geworden, dass auch ich noch einen weiten Weg vor mir habe, bevor ich meine Stadt und ihre Bewohner so richtig und wirklich kenne, denn gerade ist bekannt geworden, dass es Taxifahrer gibt, wenngleich nicht in Berlin sondern in Brüssel, die sogar wissen, wo Terroristen wohnen.

Foto&Text TaxiBerlin

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