25.03.2016

FROHE OSTERN oder DAS NEUE BERLIN


Osterwerbung (Detail)

Den heutigen Karfreitag nehme ich zum Anlass, einmal mehr darüber nachzudenken, wo sie denn geblieben sind, die vielen Berliner, die es einmal gab, auch bei mir im Taxi. Das ganze ist kein Selbstzweck. Es geht auch nicht darum, irgendwie die Anzahl der Osterfahrgäste im Taxi zu erhöhen. Der Zug: "Berliner, lasst uns nicht mit den Touristen alleine!" zu fordern, scheint, wenn man so will, abgefahren.

Nun ist es aber so, dass Ostern auch das Fest der Auferstehung ist, die Frohe Botschaft sozusagen. Übertragen auf Berlin bedeutet sie, dass auch der Berliner eines Tages auferstehen wird. So viel ist sicher. Nun wird der Berliner aber nicht wie der Heiland direkt gen Himmel fahren. Das, denke ich, kann so gut wie ausgeschlossen werden.

Deswegen sollten wir uns alle, und nicht nur Taxifahrer, Gedanken machen, wo er denn hin soll, der Berliner, nach seiner Auferstehung. Eine Möglichkeit wäre Rom, wohin beispielsweise Petrus seinerzeit ausgewandert ist. Aber Rom ist ein alter Hut. Es muss andernorts einen Felsen geben, worauf der Berliner seine Kirche bauen kann.

Rom ist aber nicht nur ein alter Hut, sondern auch viel zu weit weg. Der auferstandene Berliner wird ja wohl mit dem Taxi in sein Neues Rom fahren, auch daran gilt es zu denken. Es sollte also eher ein Ort im Brandenburgischen sein, damit der Berliner sich die Fahrt auch leisten kann. Hm, lass mich überlegen. Wie wär's mit Rambow?

Das Neue Berlin

Foto&Text TaxiBerlin

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