30.01.2016

WENDEZEITEN


Es sind wahrlich Wendezeiten, wo auch das, was ich schreiben werde, wahrscheinlich gar nicht mehr das ist, was ich eigentlich schreiben wollte. Zum Taxifahren komme ich schon lange nicht mehr, was mir aber keine Sorgen macht. Einerseits verpasse ich da draußen nichts, und andererseits sind Wendezeiten dafür bekannt, dass kaum jemand arbeitet. Ich spreche da aus Erfahrung. Party machen - ja, aber auf keinen Fall ackern!

Bisher berichten nur wenige Medien darüber, das wird sich im Laufe des Abends noch ändern, und zwar dass unsere Bundeskanzlerin davon ausgeht, dass die meisten Flüchtlinge, ähnlich denen aus Jugoslawien, wieder in ihre Heimat zurückkehren werden. Damals in den Neunzigern sollen das immerhin 70% gewesen sein. Im Originalton liest sich das so:

"Wir müssen {...} dem Menschen auch sagen, es ist ein temporärer Aufenthaltsstatus. Und wir erwarten, {...} dass ihr auch wieder mit dem Wissen, das ihr Euch erworben habt, in eure Heimat zurückkehrt."

"Nationale Kraftanstrengung", "Demographischer Wandel", "Fachkräftemangel", bis hin zu "billigen Arbeitskräften", der ein oder andere erinnert sich - alles Schnee von gestern! Was aus den "Sprachkursen", der "Integration" und dem "Wohnungsbau" wird, ist noch unbekannt, und auch, was mit den Fehlern ist, die man seinerzeit bei den "Gastarbeitern" gemacht hatte, und aus denen man lernen wollte ...

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