08.01.2016

WAHRHEITEN UND WO SIE ZU FINDEN SIND


Warteraum / ArztInnen / Berlin

Oft finden sich Wahrheiten, wo niemand sie vermuten würden, was, und das ist die Wahrheit, der einzige Grund ist, offen zu sein. Einen anderen gibt es nicht! Denn wer offen ist, um einfach nur offen zu sein, oder auch nur weil alle es angeblich sind, der kann nicht ganz dicht sein, das ist bekannt. Neu ist, und da wiederhole ich mich gerne, dass wir Wahrheiten oft auch dort finden, wo wir sie nie vermuten würden.

So gesehen haben meine vielen Arztbesuche, ich berichtete darüber, auch etwas Gutes, sieht man mal vom Heilungsprozess ab, der natürlich im Mittelpunkt steht. Unabhängig davon lohnt es sich aber, wenn dies möglich ist, Augen und Ohren offen zu halten, was sozusagen Grundvorraussetzung fürs offen sein ist, um keine auch noch so kleine oder simple Wahrheit zu verpassen, die sich einem eben gerne dort auftut, wo niemand sie vermutet.

Obiges Foto hat übrigens ein Mitpatient gemacht, meine Kamera ist ja immer noch im Wandsafe von meinem Chef (hoffe ich zumindest), der, also der Mitpatient, mir das Bild dann freundlicherweise per e-mail hat zukommen lassen. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank dem lieben Mitpatienten, aber wozu hat man sie schließlich, außer dass sie ansonsten, also wenn sie keine Bilder für einen machen, bitte sehr diskret Abstand halten mögen.

Der Mitpatient hat das Foto aber nicht nur gemacht, damit ich endlich mal wieder eins veröffentlichen kann, so wichtig sind mir die Bilder nun auch wieder nicht, das ist auch die Wahrheit. Vielmehr ist es so, dass ich es als Vorlage für Hinweisschilder nutzen möchte, die ich, wenn ich denn eines Tages mal wieder mit dem Taxifahren anfangen sollte, bei mir im Taxi anbringen möchte, und zwar als Hinweis für meine Fahrgäste darauf, dass man nicht absichtlich weghören kann, auch hiervon berichtete ich.

Ob ich nun Mitpatienten durch Fahrer und Fahrgäste ersetzen werde, das weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Eigentlich gefällt mir das Schild, so wie es ist, ganz gut, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich von Computer und der neuen Technik allgemein keine Ahnung habe. Das ist leider auch wahr. Und mich deswegen nun in die Fänge eines "Spezialisten" zu begeben, das Risiko ist mir dann doch zu groß, auch weil ich gerade etwas auf meine Ausgaben achten muss.

Eine Sache, und damit komme ich zum Schluss, soll noch erwähnt sein, die mir gerade durch den Kopf geht. Auch hier bin ich mir nicht sicher, ob sie Aussicht auf Erfolg hat, aber das weiß man immer erst danach. Die Frage ist, ob man die Schilder eventuell auch außerhalb des Taxis anbringen sollte, und zwar als Hinweis auf die "mehr als eine Armlänge" Distanz. In dem Fall könnte man vielleicht doch am Text arbeiten, möglicherweise Mitpatient durch Mitbürger ersetzen, ich weiß es aber nicht genau, ist ja auch 'ne Frage des Budgets.

Foto MitPatient
Text TaxiBerlin

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