18.12.2015

"NEBEN DER WIRTSCHAFTSLAGE KÖNNTE AUCH DIE WAHRNEHMUNG VON KINDERN ZUR HOHEN GEBURTENRATE BEITRAGEN."


"Neben der Wirtschaftslage könnte auch die Wahrnehmung von Kindern zur hohen Geburtenrate beitragen" ist der Untertitel dieses Artikels in der Süddeutschen, der sich damit beschäftigt, dass im vergangenen Jahr wieder mehr Kinder geboren wurden, über den ich, also den Untertitel, seit Tagen nachdenke, und den ich einfach nicht verstehe, vielleicht nicht verstehen will.

Das mit der Wirtschaft ist denke ich klar, da wird auch niemand widersprechen, Wirtschaft ist immer gut, ob das jetzt die Wirtschaft ist, wo man sein Bier trinkt, oder die Volkswirtschaft, das macht dabei keinen Unterschied. Hauptsache sie wurde noch nicht ausgelagert, denn was nützt der beste Service, wenn das Bier im Glas und die Wurst auf dem Teller fehlen.

Nur mit der "Wahrnehmung von Kindern", damit weiß ich nichts anzufangen. Ist damit gemeint, dass Kinder bisher nicht oder nicht genügend wahrgenommen wurden, wo doch alleine das Kinderkriegen heute bereits ein Event ist, bei dem es allerdings nicht um das Kind geht, das ist auch wahr. Immerhin sind Männer nicht daran Schuld, dass sie keine Kinder kriegen, obwohl man auch da nicht sicher sein kann, weiß man doch nicht, was Gender-Mainstreaming dazu sagt.

Aber sehen wir uns die Zahlen an. Sie besagen, dass ausnahmsweise der Osten beim Kinderkriegen vorne liegt. Wer hätte das gedacht? Aber nicht nur das! Das reproduktivste Bundesland ist ausgerechnet auch noch Sachsen, allen voran Dresden mit 1175 Geburten je 100000 Einwohner, wo der Rest des Landes sicher war, die können nur Pegida. Vielen wird es jetzt ähnlich gehen wie mir mit dem Untertitel: Man versteht es einfach nicht.

Möglicherweise liegt es daran, dass die verkehrten Fragen gestellt werden. Sicherlich, es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten, das heißt aber nicht automatisch, dass es keine verkehrten Fragen gäbe. Auch wenn ich nicht weiß, was an dieser Stelle die richtige Frage ist, versuche ich eine zu stellen: Ist das jetzt eine gute Nachricht, dass die Geburtenrate gestiegen ist, oder eher eine schlechte? Ich meine, alleine wenn wir uns den Wohnungsmarkt mal ansehen ...

Foto&Text TaxiBerlin

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