10.12.2015

"DURCH DIE NACHT MIT ... " (EINE SERIE)


Die Serie "Durch die Nacht mit ... " ist für einen Nachtfahrer wie mich, wenn man so will, Pflichtprogramm. Ein Höhepunkt, wenn nicht gar der Höhepunkt der Serie, ist zweifellos die Sendung mit Michele Houellebecq. Da man aber nirgendwo mit dem Höhepunkt anfängt, empfehle ich hier, sozusagen als Vorspiel, den Teil mit Christoph Schlingensief und Michel Friedman.

Der Beitrag wurde in Frankfurt am Main gedreht, und zwar vor, ich denke das darf man verraten, der sogenannten "Friedman-Affaire". Wichtig an dieser Information sind Zweierlei: 1. Michel Friedman ist im wortwörtlichen Sinne in seinem Wohnzimmer und 2. darüber hinaus möglicherweise auf Koks, letzteres kann allerdings nur vermutet werden.

Aber beginnen wir mit Christoph Schlingensief, von dem ich auch nie ein großer Fan war, und spätestens nach diesem Film, weiß ich warum, wobei man sagen muss, dass gegen die "volle Dröhnung" Michel Friedman bei sich zu Hause auch schwer anzukommen ist. Trotzdem ist der "Aktionskünstler", der zugegeben kaum zu Wort kommt, eine Enttäuschung.

Dass Christoph Schlingensief nicht zu Wort kommt, liegt, wie sollte es anders sein, an seinem Gegenüber Michel Friedman. Nervig ist dabei nicht, was sondern wie Michel Friedman etwas sagt, und am nervigsten ist die falsche Nähe, die er versucht durch sein ständiges, man kann schon sagen "Angetatschte", herzustellen.

Zwei Fragen stellen sich nach dem Film: Welche Rolle spielt Hannelore Elsner in der Dokumentation? Noch interessanter wäre zu erfahren, ob es Christoph Schlingensief genauso ging wie einigen meiner Fahrgäste, denn selbstverständlich schaue ich mir so etwas nicht alleine an, und zwar ob er nach dem Film auch das dringende Bedürfnis hatte sich zu reinigen?

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