21.12.2015

BERLINER WOHNUNGSMARKT


immer prekärer

Bei mir im Kiez ist es eng geworden in den letzten Jahren. Praktisch jeden Tag sehe ich hier neue Gesichter. Keine Ahnung, wo die alle herkommen. Die meisten haben, leider muss man sagen, die Absicht zu bleiben. Leider deswegen, weil es genau die sind, die mich immer so ansehen, als wäre ich hier der Neue. Scheint irgendwie eine neue Sitte (besser Unsitte) zu sein. Andererseits stimmt es auch (irgendwie), denn auch ich bin für sie neu. Auf jeden Fall wird es immer schwieriger, bei mir im Kiez eine Wohnung zu finden, weswegen die ersten sich bereits mit einem Keller zufrieden geben. Gerne würde ich meinen zur Verfügung stellen, nur leider habe ich keinen, weil die Keller in unserem Haus feucht sind, was übersetzt in die Sprache von heute bedeutet: Hier herrscht Sanierungsbedarf, um genau zu sein: Luxussanierungsbedarf! Dann bin auch ich weg (vermutlich in irgendeinem Loch) und die Neuen endlich unter sich.

PS: Ist nur 'ne Kleinigkeit, aber trotzdem wichtig. In Berlin sagt man nicht "ich gehe auf den Kiez", sondern "ich lebe in meinem Kiez".

PSPS: Was man auch in Berlin sagt, ist, "sie gehen mir auf den Keks".

Foto&Text TaxiBerlin

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