10.10.2015

TAXIFAHREN VERLERNT MAN NICHT


Taxi Siff aus Äonen

Mit dem Taxifahren ist es wie mit dem Fahrradfahren bzw. wie mit dem Schwimmen - man verlernt es nicht. Klar, nach knapp zwei Monaten Abstinenz, wie bei mir, schleichen sich Unsicherheiten ein, vor allen Dingen was die Berlin Baustellen angeht. Also Fragen wie: Sind die dort vielleicht schon fertig mit bauen oder komme ich da immer noch nicht durch. Zum Glück wird, wenn in Berlin gebaut wird, nicht in Monaten gedacht, sondern in Äonen. Alles Wissen, was ich über Berliner Baustellen hatte, war also noch aktuell.

Vergessen hatte ich, wie versifft Berliner Taxen aussehen können. Manche, darunter auch Kollegen, sahen da schon ein neues Zeitalter angebrochen. Ich nicht! Und so wurde ich bei meiner ersten Schicht nach meiner Auszeit auch in dieser Frage, und eben nicht nur was die Langlebigkeit Berliner Baustellen angeht, bestätigt. Hier nur ein Beispiel zum Beweis: Unter dem, was ich da eine gute Stunde aus der Karre saugte, war auch Weihnachtsverpackungsmaterial. Nur von welchem Weihnachten, das konnte nicht eindeutig geklärt werden.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass mir die dreistündige Grundreinigung vor der ersten Schicht nach knapp zwei Monaten Auszeit durchaus angemessen erscheint. Ein Wieder-Einstand absolut nach Maß, der damit begann, aber das nur nebenbei, dass ich kurz vor meiner Schicht einen Anruf erhielt, dass ich dieses Wochenende ausnahmsweise eine andere Taxe fahren muss, und zwar genau die, die offensichtlich in jahrelanger Kleinarbeit eingesifft wurde. Noch eins: Wenn ich am Anfang sagte, dass man das Taxifahren nicht verlernt, so verhält es sich mit der Taxireinigung etwas anders ...

Foto&Text TaxiBerlin

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