23.10.2015

ARMER ARMER ANDREW


Alles hat seinen Preis

Gestern nun, knapp achtundvierzig Stunden später, kam die Antwort von Andrew. Vermutlich hat es deswegen so lange gedauert, weil Andrew vorher noch seine fünf Anwälte konsultieren musste. Man weiß es nicht. Was man, oder besser Andrew, weiß, ist, dass ihm die Idee, Taxifahrer seine kulinarischen Guides sein zu lassen, bereits 2013 gekommen ist, weswegen er natürlich meine Frau Layne Mosler und ihren Blog TaxiGourmet nicht in seiner neuen Show erwähnen kann, oder besser: darf. Das war zu erwarten.

2013, lass mich mal nachrechnen, das ist, wenn ich mich nicht irre, immerhin schon zwei Jahre her, und wenn ich mich richtig erinnere, ist 2013 zwar größer als 2007, kommt aber zeitlich eindeutig nach 2007, und das ziemlich genau sechs Jahre (das dürfte auch in Amerika so sein), als Layne ihren Blog mit genau der Idee startete, die Andrew sechs Jahre später hatte, und wo er angeblich heute nicht mehr weiß, dass jemand anders die Idee bereits vor ihm hatte, was nicht stimmt, und was sich auch beweisen lässt. Dass Andrew sich heute nicht mehr daran erinnern kann, kommt vor, und liegt vermutlich daran, dass zwischen 2013 und heute wie gesagt immerhin zwei Jahre liegen, in denen man auch mal was vergessen kann und auch darf.

All das keine Überraschung, zumindest nicht für mich. Überraschend ist nur, dass Andrew immer noch ernsthaft darauf hofft, ich würde bei seiner neuen Show mit der Idee meiner Frau mitmachen, ohne dass dort erwähnt wird, von wem die Idee ist. Eigentlich bin ich ja ein großer Fan von Amerika, aber in der Situation halte ich es mit Siegmund Freud, der gesagt hat: "Amerika ist ein Fehler; ein gigantischer Fehler, aber ein Fehler."

Foto&Text TaxiBerlin

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