01.08.2015

FREMDSCHÄMEN


TaxiBerlin beim FREMDSCHÄMEN

FREMDSCHÄMEN hat es 2010 immerhin zum "Wort des Jahres" geschafft, wenn auch nur in Österreich, und bedeutet, dass man sich für etwas peinliches, was ein anderer getan hat, an dessen Stelle schämt. Der Kollege, wohl besser "Kollege", ist zwar noch dabei, etwas ziemlich peinliches zu tun, aber mit dem FREMDSCHÄMEN kann man nicht rechtzeitig beginnen, und das nicht nur in Österreich.

Es geht mal wieder um den armen Sascha, der neulich noch seine Seele erst an Springers WELT und dann an BILD verkauft hat, obwohl er mit denen niemals nie etwas zu tun haben wollte. Ganz im Gegenteil - nur in Ruhe lassen sollten sie ihn. Offensichtlich haben die das jetzt ihrerseits getan. Über eine weitere Zusammenarbeit und eventuelle Zahlungen ist zumindest bisher nichts bekannt geworden.

Das ist möglicherweise auch der Grund, warum sich der arme Sascha mal wieder auf den Internet-Strich begeben muss, wo er bereits ein Abo hat. Der aktuelle Anlass ist nicht bekannt. Dass er Geld für die Beerdigung seiner Mutter braucht, ist ausgeschlossen, denn die ist bereits beigesetzt, so weit man weiß auch ohne seine Kohle.

Möglicherweise geht es diesmal um ein Spiel, das dem armen Sascha noch fehlt. Oder ganz und gar ein Buch, das er noch nicht gelesen hat und sich nicht leisten kann. Auch das soll schon vorgekommen sein. Angeblich soll er auch nichts anzuziehen haben. Zumindest weiß das Netz etwas über einen Bedarf an Schuhen beim armen Sascha.

So weit, so bekannt, zumindest im Internet, und keinesfalls ein Grund, sich in irgendeiner Art und Weise FREMDSCHÄMEN zu müssen. Der Grund fürs FREMDSCHÄMEN ist ein anderer. Dieses Wochenende will der arme Sascha nach eigenen Angaben mal so richtig ranklotzen und in vier Schichten achthundert Euro Umsatz schaffen.

Um es kurz zu machen: achthundert Euro Umsatz schaffen andere Taxifahrer in drei Schichten. Kein Scheiß, ich weiß wovon ich rede, ich bin lange genug im Geschäft, um das zu wissen. Sicherlich, es ist nicht einfach. Aber, und darauf kommt es an, es ist zu schaffen.

Der arme Sascha hat für den selben Umsatz vier Nächte eingeplant. Warum vier Nächte, kann nur vermutet werden. Möglicherweise macht er immer noch keine Funkaufträge, weil das Risiko zu groß für ihn ist, dass die Fahrgäste bereits weg sind, bevor er sie findet. Kann auch sein, dass er den Flughafen nicht findet. Man weiß es nicht.

Bekannt dagegen Dank Internet, ist, dass man für den armen Sascha spenden kann, für den Fall, dass er sein anspruchsvolles Ziel von achthundert Euro Umsatz in vier Nächten verfehlt. Es soll sich auch schon der ein oder andere Spender gefunden haben. Ich gehöre nicht zu ihnen. Ich warte erstmal ab und übe mich im FREMDSCHÄMEN.

Foto&Text TaxiBerlin

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