03.06.2015

IM TAXI MIT KURT WOLFF


Schwarzes Heft auf Schwarzem Grund

Neulich hab ich geträumt, dass mir Kurt Wolff einsteigt, irgendwo am Kurfürstendamm, und wir uns über Bücher unterhalten. Kurt Wolff war ein bekannter Verleger, der unter anderem die Bücher von Harry Potter Franz Kafka herausbrachte, falls den noch jemand kennt.

Ich hatte gehört, dass Kurt Wolff als Verleger ein "Kleines Vermögen" gemacht hätte, was er bestätigte. Natürlich wollte ich wissen, wie er das gemacht hat. Das wäre ganz einfach gewesen. Man braucht dazu nur ein großes Vermögen, dann bringt man die Bücher heraus, von denen man denkt, dass Leute sie lesen sollen, und dann hätte man aus dem ehemals großen schon ein "Kleines Vermögen" gemacht.

Das sei zum Glück heute anders. Heutzutage muss man bereits Geld mitbringen, um die Bücher herauszubringen, von denen die anderen Verleger meinen, dass Leute sie lesen wollen, und womit die neunzig Prozent der Bücher gemeint sind, die in den meisten Buchläden so angeboten werden. Das sei zwar genau genommen kein wirklicher Fortschritt, aber immerhin zumindest eine Art "Demokratisierung".

Foto&Text TaxiBerlin

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