20.05.2015

UND WAS IST MIT ARM UND FETT?


Theaterwerbung / Detail

Eigentlich sollte ich etwas über den Streik bei der Bahn schreiben, der gerade mal wieder gestartet ist. Da ich aber über den Bahnstreik an dieser Stelle schon alles geschrieben habe, was ich dazu zu sagen habe, kann ich mich heute mal obigem Plakat widmen.

Das Plakat (für alle Nicht-Berliner) gehört zu dem Berliner Event-Theater HAU, was für "Hebbel am Ufer" steht, und ich erfahre von ihm, da alle drei genannten Eigenschaften auf mich zutreffen, dass ich privilegiert bin, wovon ich noch gar nichts wusste.

Bisher dachte ich immer, dass man für Privilegien etwas tun muss, beispielsweise anderen in ein bestimmtes Loch kriechen. Ich bin mir nicht sicher, wie es sich mit "arm" und "fett" verhält, und ob man damit auch schon privilegiert ist oder sich nur zum Opfer macht.

Sowohl bei "arm" als auch bei "fett" scheint es mir so 'ne und so 'ne zu geben. Also es gibt welche, die sind es einfach, und dann gibt es welche, die sind es, in dem sie etwas dafür tun, was auch ein aktives Nichts-Tun sein kann, wenn Du verstehst, was ich meine.

Genau diese aber, also die aktiv etwas fürs "arm" und "fett" sein Tun, und sei es nur Nichts-Tun, würden dann rausfallen, denn, das haben wir gerade gelernt, heutzutage muss man für Privilegien nichts mehr tun, was ich, wenn ich's mir recht überlege, grundsätzlich begrüße.

Wobei "begrüßen" nicht das richtige Wort ist. Mir fällt aber gerade auch nichts besseres ein. Hm, lass mich mal überlegen ... Vielleicht sollte ich einfach das sagen, was ich immer sage, wenn mir jemand ein Geschenk macht, womit sie nichts anzufangen weiß:

Mal was anderes!

Foto&Text TaxiBerlin

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