17.05.2015

TAXIFAHREN UND SEINE FOLGEN


Taxifahren bei Nacht

Taxifahren, das ist weitgehend unbekannt, kann auch zur Droge werden. Fakt ist, dass viele Taxifahrer aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr vom Taxifahren loskommen. Es soll sogar schon den Fall gegeben haben, wo der Taxifahrer einen dazu berechtigten Beamten regelrecht angefleht hat, ihm endlich den Taxischein abzunehmen, damit der nicht mehr Taxifahren kann.

Dieser Fall ist so ausgegangen, das sagt zumindest die Überlieferung, dass der Beamte, ein Berliner Polizist, der am Flughafen Tegel seinen Dienst tut und namentlich nicht genannt werden will, dem Taxifahrer den Taxischein nicht abnahm, denn damit konnte er ihn mehr quälen, als wenn er seiner Bitte entsprochen hätte.

Berliner Beamte sind auch nur Menschen. Apropos Menschen: Bei mir äußert sich das jahrelange Taxifahren dadurch, dass ich am liebsten alleine, also ohne Menschen sprich Fahrgäste an Bord, durch die Gegend fahre. Ich weiß, das hört sich hart an, ist aber die Wahrheit: Ich habe durchs Taxifahren eine Fahrgastallergie entwickelt.

Eine Fahrgastallergie, da kann ich alle gleichmal beruhigen, ist eine Allergie wie jede andere. Sicherlich hast auch Du irgendeine Allergie (heutzutage sind die Leute so empfindlich, dass jeder mindestens eine hat). Dann weißt Du also auch, das es ein einfaches Gegenmittel gibt, und das besteht darin, sich vom Allergen fernzuhalten.

Nun ist das mit dem Fernhalten von Fahrgästen beim Taxifahren so eine Sache. Leider habe ich bisher noch keine Firma gefunden, die mich fürs rumfahren ohne Fahrgäste bezahlen würde. Meine Lösung, wenigstens im Taxi den Fahrgast auf Distanz zu halten, stößt zwar auf grundsätzliches Verständnis, ist aber in der Praxis nicht umsetzbar.

Und deswegen wähle ich diesen Weg, um Dich und auch die Welt darüber zu informieren. Meine Krankheit ist übrigens weder mein Wunsch, noch mein Wille. Um es ganz klar zu sagen: Nicht ich bin schuld, sondern meine Krankheit! Und seitdem ich die Diagnose kenne, vergeht kein Tag, an dem ich nicht zum lieben Gott bete, dass das auch auch mal irgendjemand wissenschaftlich bestätigt.

Nach Möglichkeit natürlich ein Wissenschaftler, der vielleicht ganz und gar herausfindet, dass auch diese Krankheit, wie übrigens viele andere auch, genetisch bedingt ist. Genetisch bedingt klingt überzeugend, tut keinem weh, und demzufolge kann auch jeder damit leben, also ich meine, sowohl ich als auch der Fahrgast.

Der, also der Fahrgast, könnte dann auch gleich beim Betreten meines Taxis auf meine Erkrankung hingewiesen werden, beispielsweise durch einen Aufkleber oder durch ein Hinweisschild. Möglicherweise könnte man langfristig aber schon viel früher ansetzen. Eine meiner Ideen ist, dass der Fahrgast nur mit reizarmer und frisch gewaschener Kleidung in ein Taxi einsteigt.

Frisch gewaschene Kleidung macht natürlich nur Sinn, wenn dem Fahrgast auch an der Pflege seines eigenen Körpers etwas liegt. Oft ist es nur der Mundgeruch, der eine Allergie auslöst, weswegen Zähneputzen vor jeder Taxifahrt obligatorisch sein sollte. Fernziel ist, dass nur Nichtraucher und Nichttrinker Taxen benutzen dürfen.

Ich weiß, das klingt alles erstmal ziemlich utopisch. Aber war es mit dem Rauchverbot im Taxi seinerzeit nicht genauso!?! Und, was auch der entscheidende Unterschied zu der eingangs geschilderte Geschichte mit dem Polizisten am Flughafen Tegel ist:

Niemand möchte den Fahrgast in irgendeiner Art und Weise quälen. Es geht ausschließlich um das Wohl des Taxifahrers, was letztendlich auch in seinem, also im Interesse des Fahrgastes ist.

Foto&Text TaxiBerlin

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