02.05.2015

TANZ DEN ARBEITSLOSEN


Arbeit kann warten

Ich hatte es gestern bereits erwähnt, dass ich heute zur machtvollen Demonstration der Arbeitslosen in die Schönhauser Allee gehe, aber nicht etwa um zu demonstrieren (das überlasse ich anderen!), sondern um zu tanzen. In dem Zusammenhang erwähnte ich auch, dass ich ein neuer Arbeitsloser bin, und das kam so:

Ich hatte mal wieder die Idee, mit dem Taxifahren aufzuhören und was ganz anderes zu machen. Irgendwie, frag mich nicht wie, muss mein neuer Chef von meinen Gedanken Wind bekommen haben. Man nennt das auch Gedankenübertragung. Und während ich noch so überlegte, was ich denn anderes machen könnte, war ich auch schon gekündigt, wobei gekündigt nicht das richtige Wort ist.

Denn eine Kündigung bedarf normalerweise der Schriftform. Aber wo es keinen schriftlichen Vertrag gibt, sondern nur ein "Handshake", was aber ausreicht, auch hierzulande, gibt es natürlich auch keine schriftliche Kündigung, das ist klar. Um ganz genau zu sein, erfuhr ich von meiner Kündigung durch meine Krankenkasse, die mir mitteilte, dass mein Arbeitgeber mich bei ihr abgemeldet hätte.

So etwas kommt vor. Taxiunternehmer sind auch nur Menschen, die überall etwas sparen wollen. Nicht nur Taxifahrer. Aber ich bin nicht traurig - ganz im Gegenteil! Ich wollte ja sowieso was anderes machen, weiß nur noch nicht genau was, aber das wird sich finden.

Zum Glück gibt es im Moment die vielen Demonstrationen, wo ich hingehen kann. Und obwohl ich gar nicht demonstrieren sondern nur tanzen will, habe ich für die heutige schon zwei Transparente vorbereitet, kann mich im Moment aber nicht entscheiden zwischen: "Inhalte überwinden" und "Politisch korrekt und Moralisch flexibel".

Foto&Text TaxiBerlin

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