01.05.2015

NOCHMAL "SASCHAS WELT"


Torstraße / früher Wilhelm-Pieck-Straße

Nicht nur, weil "Saschas Welt" ein voller Erfolg war, gibt es heute eine Fortsetzung, aber auch. Der aktuelle Anlass ist ein Beitrag auf Saschas privater Seite, indem er der Welt wissen ließ, warum er am heutigen 1.Mai lieber arbeiten geht als zu demonstrieren.

(Apropos "Welt": Du findest seine Privatseite, indem Du von dem Interview, das er der verhassten Springerpresse geben musste, auf seine Taxiseite gehst, und dich von dort sozusagen durchfragst.)

Erst einmal geht Sascha des Geldes nicht mehr demonstrieren sondern lieber arbeiten, was verständlich ist. Wer Sascha kennt, weiß, dass Geld für ihn ein großes Thema ist, wenngleich er selbst nur über Klein- und Kleinstbeträge schreiben kann, was ihn, auch das ist verständlich, zusätzlich wurmt. Das ist nämlich auch ein Grund, warum er in Marzahn wohnt und nicht in Kreuzberg oder Mitte.

Nun wurde in dem Aufruf zu der Demonstration, die jetzt leider ohne Sascha stattfinden muss, ausgerechnet über sein Marzahn geschrieben, dass es "ohne Charme" sei, was, wer schonmal da war, weiß das, zweifellos der Wahrheit entspricht. Nun ist das aber nichts besonderes, und schon gar kein Grund, plötzlich kein Linker mehr zu sein, denn bekanntlich hat auch der Prenzlauer Berg von heute keinen Charme mehr, auch wenn manch einer das anders sehen mag.

Saschas eigentliches Ziel, so schreibt er zumindest, ist, dass durch die Gentrifizierung von Kreuzberg und Friedrichshain mehr Linke nach Marzahn ziehen müssen, damit er dort nicht mehr so alleine ist, und was ein weiterer Grund ist, warum er nicht zur Demo nach Kreuzberg kommen kann. Dieses Ansinnen, so irre es klingen mag, finde ich absolut folgerichtig. Jeder ist bekanntlich sich selbst der Nächste.

Es gibt eigentlich nur einen Punkt, indem ich dem Sascha widersprechen muss, und das sind die stuckverzierten Decken, die er als Marzahner Linker den Linken in Friedrichshain und Kreuzberg neidet. Da empfiehlt es sich, auch einmal die kleine Marzahner Welt zu verlassen und sich ein paar Wohnungen in Friedrichshain und Kreuzberg anzusehen. Ist übrigens vom Ostbahnhof, wo der Sascha am liebsten steht, nur ein Katzensprung, aber das nur nebenbei.

Foto&Text TaxiBerlin

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