26.03.2015

DER GELENKMÜLL UND DAS GEHBOCKTAXI


Ein Rollie auf dem Weg zum Gehbock

Sowohl den Gelenkmüll, als auch den Gehbock, gibt es wirklich! Ich fange mal mit dem Gelenkmüll an, weil ich ihn habe, und zwar in meiner neuen Schulter. Also Gelenkmüll hast Du, hm, wie erkläre ich es am Besten? Vielleicht so! Wenn es im Gelenk knartscht und knirscht, dann hast Du Gelenkmüll! Da mein Knie, aus dem eine Sehne für die neue Schulter entnommen wurde, bereits versteift ist, kommt es darauf, zumindest bei mir, nun auch nicht mehr drauf an.

Ich schreibe dies, weil ich mit dem Gelenkmüll in der Schulter immer schlechter mein Taxi lenken kann, und die Prognose auch alles andere als günstig ist. Es ist im Prinzip nur eine Frage der Zeit, bis auch die Schulter versteift, weswegen ich bereits nach Alternativen Ausschau halte. Und so bin ich auf die Idee mit dem Gebocktaxi gekommen.

Viele können mit Gehbock nichts anfangen, geschweige denn mit dem Gehbocktaxi. Den Gehbock muss man sich wie einen Rollie vorstellen, nur ohne Räder, weswegen er auf der Straße nur selten anzutreffen ist, sondern vorwiegend in den langen Gängen von Altersheimen. Der Gehbock hat den Vorteil, dass die Schulter, im Gegensatz zum Rollie, den man nur schieben muss, weiterhin beansprucht wird.

Das ist wichtig, um die Versteifung möglichst lange hinauszuzögern. Unter Umständen, das sind aber wirklich nur Ausnahmen, kann eine Versteifung ganz und gar verhindert werden. Ein Gehbock könnte also meiner Schulter mit etwas Glück das Leben retten, so dass ich auch weiterhin mit dem Taxi auf den Berliner Straßen unterwegs sein kann - allerdings mit dem Gehbocktaxi.

Foto&Text TaxiBerlin

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