12.03.2015

DIE MEMOIREN EINES BERLINER TAXIFAHRERS


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Kollege Domian hört nach 20 Jahren auf. Auch er hat nur Nachts gearbeitet, allerdings war er nur eine Stunde pro Nacht "on air". Seine 20.000 Anrufer hören sich nach viel an, sind aber gerade mal 1.000 im Jahr und im Schnitt drei pro Nacht. Da komme ich nach ebenfalls zwanzig Jahren "on the road" mindestens auf das drei- wenn nicht gar fünffache. Gut, ich habe nicht wie der Kollege mit jedem Fahrgast dessen Probleme besprochen, mit einigen aber schon.

Ich weiß nicht, was Kollege Domian nach und aus seinen zwanzig Jahren machen wird. Seine Begründung aufzuhören, hat mich jedenfalls überzeugt. Er möchte mal wieder öfters die Sonne aufgehen sehen. Möglicherweise hat auch er die Zeit für seine Memoiren genutzt, oder tut es jetzt, wo er die Zeit dafür hat. Vielleicht wird er auch einfach nur Taxifahrer, wer weiß.

Immerhin, das wird den ein oder anderen überraschen, hat er dazu die besten Voraussetzungen, denn die Sendung von Domian begann immer damit, dass er in einem alten Taxi mit eingeschaltetem Taxilicht auf dem Dach zum Sender fährt. Wo sollte er sonst hinfahren? Kollege Domian ist, und das ist keine Übertreibung, sozusagen der "Archetyp" des mobilen Therapeuten.

Doch zurück zu meinen Memoiren, in denen es auch um mobile Therapien und komplette Lebensberatungen geht. Sie erscheinen im Sommer dieses Jahres, immerhin als gebundenes Buch und zwar auf Englisch. Sorry, aber der deutschsprachige Markt, das ergab eine Marktanalyse im Vorfeld, hat nicht das Profit-Potential wie der englische, schließlich muss ich noch meinen Ghostwriter bezahlen. Wieso Ghostwriter? Na weil ich doch gar kein Englisch kann, Mann!

Foto GhostWriter
Text TaxiBerlin

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