04.02.2015

DIESE EIGENTÜMLICHE MISCHUNG AUS NUTTEN- UND NORMALEN SCHUHEN


High Hehls auf Fußmatte

Es war keine Überraschung, dass die junge Frau, nachdem ich bereits hier darüber geschrieben hatte, ihre unmöglichen Schuhen ausgerechnet bei mir im Taxi liegen ließ, denn es gibt im Leben keine Zufälle. Ihre High Hehls, fangen wir "am Besten" mit den Schuhen an, waren eine eigentümlich Mischung aus Nutten- und normalen Schuhen. Das Besondere daran war, dass sie eigentlich aus einem normalen Club kam. Aber was ist heute schon noch normal ...

Bevor ich zur Begleitung der jungen Frau komme, sie war nicht alleine im Club gewesen, noch ein Wort zur Kleidung im Allgemeinen. Es soll Leute geben, die behaupten allen Ernstes, dass Frau sich auf keinen Fall der Männer wegen so kleidet. (Die Rede ist vom kurzen Schwarzen und eben diesen unmöglichen Schuhen.) Das würde dann bedeuten, sie tut es für sich selbst und/oder für ihre Freundin/nen.

Und da das die Sache nun nicht wirklich besser macht, kommt man dann doch wieder auf den Mann zurück. Es kann nur so sein, ein anderer Grund will mir partout nicht einfallen. Und es stimmt ja auch, der Mann steht auf, nennen wir es mal figurbetonte Kleidung und hohe Schuhe, aber eben, und jetzt kommt der Haken, nicht auf diese eigentümliche Mischung aus Nutten- und normalen Schuhen.

Kommen wir nun zur Begleitung der jungen Frau, die diese Schuhe bei mir im Taxi liegen ließ: einer weiteren jungen Frau und einen jungen Mann, alle drei nicht mehr ganz Herr ihrer Sinne. Kaum saßen sie bei mir im Taxi, begangen die beiden Frauen sich anzubrüllen, aber nicht etwa, weil sie Streit hatten, nein, es war offensichtlich ihre "normale" Konversationslautstärke. Das Problem war auch eher mein rechtes Ohr, was der Konversation als Bande diente, weil das eine Mädel vorne neben mir saß und das andere hinter ihr.

Nachdem ich bereits um etwas mehr "piano" gebeten hatte, um mich zumindest halbwegs aufs Fahren konzentrieren zu können, passierte unerwartetes. Auch der junge Mann, der bisher so gut wie nicht vorhanden war, sagte den beiden, sie sollen etwas leiser sein. Das hätte er besser nicht getan. Denn nun bestand keine Chance mehr, bei den beiden in Sachen Lautstärke Gehör zu finden. Das war klar, das hätte ich ihm vorher sagen können. OK, er hatte es gut gemeint, aber gut gemeint ist eben nicht gut gemacht. Diese offensichtliche männliche Verschwörung musste natürlich bekämpft werden!

Und hier schließt sich, zumindest meiner Meinung nach, der Kreis zu den Schuhen. Ich meine, wer so eigenartige Schuhe trägt, muss einfach auch ein eigenartiger Mensch sein. Ich vergaß zu erwähnen, dass die Schuhe der anderen jungen Frau genauso bescheuert aussahen, sie diese aber nicht im Taxi vergaß, weil sie kein zweites Paar zum wechseln dabei hatte wie ihre Freundin.

Was nun machen mit den Schuhen? Immerhin war Wochenende und das Fundbüro geschlossen. Andererseits: Möglicherweise brauchte das Mädel die Schuhe ganz dringend für die nächste Party. Zum Glück kann man Fundsachen auch jederzeit an der jeder Wache abgeben. Dass ich gerade an einer am anderen Ende der Stadt (also j.w.d.) vorbeifuhr und natürlich sofort anhielt, um genau dort die Schuhe abzugeben, war, glaube ich, Schicksal ...

Foto&Text TaxiBerlin

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