30.01.2015

SCHLECHTE NACHRICHTEN AUS NEW YORK


Mit dem Taxi auf dem Weg nach Manhatten

Neulich in Amerika habe ich es mir nicht nehmen lassen, mit dem Taxi von Queens rüber nach Manhattan zu fahren. Das kann ich auch jedem nur empfehlen, wegen mir auch zu Fuß. Zu Fuß ist mit Sicherheit das Beste, habe ich schon mal gemacht.

Da ich sowieso nicht zu meinem Privatvergnügen in Amerika war, dachte ich, ich könnte diese Taxifahrt gleich noch für meine Leser und natürlich auch für alle Kollegen und "Kollegen" mitnehmen. Taxifahren ist in Amerika generell günstiger, und Taxifahren in New York kostet etwa 2/3 von dem, was es in Berlin kostet.

Und trotzdem gibt es auch hier Menschen, die es nicht billig genug haben können, und lieber mit Uber&Co fahren. Dazu muss man wissen, dass die New Yorker Yellow Cabs keinen Funk haben, und dass man sie deswegen auch nicht zu sich nach Hause bestellen kann.

Wer sich von zu Hause abholen lassen möchte, weil er zum Beispiel mit viel Gepäck zum Flughafen will, musste deswegen bereits in der Vergangenheit bei der Konkurrenz, dem Limousinenservice anrufen, der etwas teurer ist als die Yellow Cabs.

Viele von diesen Leuten, die früher beim Limousinenservice anriefen, rufen heute bei Uber&Co an. So weit, so klar, denke ich. Die Welt ist voll von Leuten, die so arm sind, dass ihnen nichts weiter übrig bleibt, als selbst noch aus den Netz den letzten Cent herauszupressen.

Aber jetzt kommt das Neue, das gleichzeitig die schlechte Nachricht ist, die, auch das nichts Neues, aus der Neuen Welt kommt. Wer in New York über Uber&Co eine Mitfahrgelegenheit bestellt, dem kann es passieren, dass plötzlich ein Yellow Cab vor der Tür steht.

Das bestätigte mir unser Fahrer, der selbst auch für Uber&Co fährt. Dazu braucht er nur ein Smartphone, was eigentlich für den New Yorker Taxifahrer verboten ist. Natürlich darf die Garage, für die er das Taxi fährt, nichts davon wissen, das dürfte klar sein.

Aber genau wegen der Garage, dem Eigentümer des Taxis, muss er auch für Uber&Co fahren, wenn es passt. Denn die Garage verlangt einen festen Betrag pro Schicht von ihm. Und die Garage interessiert dabei nicht, wie viel darüber hinaus für ihn, den Fahrer, übrig bleibt.

Es kann also wirklich passieren, dass er noch Geld mitbringen muss für die Garage, wenn es mal richtig schlecht läuft, weswegen es auf den Straßen von Big Apple, was das Gebaren der Yellow Cabs untereinander angeht, recht kannibalisch zugeht.

Gut, so weit sind wir in Berlin noch nicht. Dafür hat hier fast jeder Taxifahrer bereits jetzt schon ein Smartphone an Bord. Der Schritt, nebenbei für Uber&Co zu fahren, ist somit nur ein kleiner. Schwierig ist er eigentlich nur für den, der, aus welchen Gründen auch immer, die Leute nicht von zu Hause abholt.

Foto&Text TaxiBerlin

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